Südgrenze

Prag gibt Entwarnung

Tschechien hat sein Polizeikontingent von der ungarisch-serbischen Grenze abgezogen.

Polizeisprecher David Schön begründete das am Montag in Prag mit dem Hinweis, die illegale Migration über die serbische Balkanroute sei quasi versiegt. Die Tschechen entsandten für jeweils zwei Monate ein Kontingent von 40 Polizisten, die gemeinsam mit Grenzschützern Ungarns und Serbiens an der Südgrenze patrouillierten. Diese Unterstützung sei nicht länger notwendig, da der auslösende Grund entfalle. Die Tschechen hätten alle aktuell bestehenden Migrationsrisiken abgewogen und ihre Entscheidung abgestimmt mit der ungarischen Seite getroffen. Schön lobte die Aktionen der serbischen Sicherheitskräfte und die auf der ungarischen Seite der Schengen-Außengrenze getroffenen Maßnahmen, die gleichermaßen zu einer Besserung der Lage beigetragen hätten. Sollte es die Lage in Zukunft erfordern, seien die Tschechen jederzeit bereit, die Hilfeleistungen für Ungarn wiederaufzunehmen.

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23. April 2024 12:40 Uhr