Ministerpräsidenten Viktor Orbán zusammen mit Polens Präsident Andrzej Duda (l.) Anfang Juli beim V4-Gipfel in Warschau: „Im Zuge der engen und erfolgreichen Zusammenarbeit der jüngsten Jahre haben sich die ungarisch-polnischen Freundschaftsbande zu einem Motor des Zusammenschlusses in Mitteleuropa und zu einem maßgeblichen Faktor der europäischen Politik entwickelt“ (Foto: MTI / Zoltán Fischer)

Polnische Präsidentschaftswahl

Orbán: Ein Sieg von „kritischer Bedeutung“ 

Aus dem Blickwinkel der Stärkung Mitteleuropas sei der Sieg von Andrzej Duda bei der Präsidentschaftswahl in Polen von „kritischer Bedeutung“.

Das schrieb Ministerpräsident Viktor Orbán dem wiedergewählten polnischen Präsidenten in seiner Gratulation. „Im Zuge der engen und erfolgreichen Zusammenarbeit der jüngsten Jahre haben sich die ungarisch-polnischen Freundschaftsbande zu einem Motor des Zusammenschlusses in Mitteleuropa und zu einem maßgeblichen Faktor der europäischen Politik entwickelt“, formulierte der ungarische Premier.

Duda erhielt bei der Stichwahl am Sonntag laut vorläufigem Endergebnis 51,2% der Stimmen, womit er sich knapp gegen seinen Herausforderer, den Warschauer OB Rafal Trzaskowski, durchsetzen und sein Amt behaupten konnte. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte der von der konservativen Regierungspartei PiS unterstützte Duda 43,5% der Stimmen erhalten, Trzaskowski von der liberalen Bürgerplattform (PP) 30,5%.

„Die deutschen Medien tun immer so, als würde die PiS die Wahlen beeinflussen, dabei sind es die deutschen Medien, die das tun“, kommentierte der polnische MdEP Dominik Tarczynski das Ergebnis. „Anscheinend verstehen sie nicht, wie kontraproduktiv und überheblich das ist, wenn die Deutschen den Polen sagen wollen, was sie zu tun haben. Das ist der Grund, warum Andrzej Duda wiedergewählt wurde. Die Polen werden sich nie wieder von Deutschland sagen lassen, was sie zu tun haben. Und das ist auch gut so!”

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