Orbán
Ministerpräsident Viktor Orbán (r.) im Gespräch mit Tucker Carlson: "Der Schlüssel zum Frieden liegt in den Händen Amerikas." Foto: Ministerpräsidentenamt/ Vivien Cher Benko

Orbán im Interview mit Tucker Carlson:

„…und wir hätten schon am nächsten Morgen Frieden“

Ministerpräsident Viktor Orbán gab US-Fernsehmoderator Tucker Carlson in Budapest ein Interview.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der Ukraine- Krieg, der laut Orbán in dem Moment enden wird, in dem Donald Trump wieder Präsident der USA ist. Orbán machte zudem auf die Gefahr eines Dritten Weltkriegs aufmerksam.

Er sagte auch, dass eine neue Sicherheitsarchitektur mit den Russen vereinbart werden sollte, um „die Sicherheit und Souveränität der Ukraine zu gewährleisten, jedoch nicht ihre NATO-Mitgliedschaft“. Das Interview wurde am Mittwoch auf der Sozialmedien-Plattform X veröffentlicht.

„Wir leben in sehr gefährlichen Zeiten. Wenn der Westen Truppen auf das Schlachtfeld schickt, würde dies einen direkten Krieg mit Russland bedeuten, und dann würden wir uns sofort in einem Dritten Weltkrieg wiederfinden“, warnte Orbán. Dies betone er auch immer gegenüber den USA, etwa auf NATO-Gipfeln.

In seinem Plädoyer für den Frieden betonte Orbán, dass in der Ukraine eine bedeutende ungarische Minderheit von 150.000 Ungarn lebt. „Ungarische Soldaten sterben für die Ukraine als ukrainische Bürger, doch damit verliert auch die ungarische Nation jeden Tag Leben“, sagte er.

Keine NATO-Politik, sondern US-Politik

Er verwies darauf, dass die NATO als Institution genau das sagt, was auch Ungarn sage, nämlich dass man sich nicht an dem Krieg beteiligt und alles für den Frieden getan werden müsse. Gleichzeitig sage die NATO, dass die Mitgliedsländer alles tun sollten, um die Ukrainer zu unterstützen. Es müsse klargestellt werden, dass das, was jetzt in der Außenpolitik der USA geschehe, also die Ukrainer zu unterstützen und zu finanzieren, keine NATO-Politik, sondern US-Politik sei; das sei ein großer Unterschied. Orbán bekräftigte erneut seinen Standpunkt, dass die Strategie von US-Präsident Joe Biden, „die Russen irgendwie zu zerschlagen“, nicht funktionieren werde.

Wenn die Menschen in den USA glaubten, die Ukraine könne den Krieg gegen Russland gewinnen, sei das nicht einfach ein Missverständnis. Die US-Bürger würden durch Lügen in die Irre geführt. „Jeder, der in der Politik tätig ist und Logik, Zahlen und Daten versteht, weiß, dass ein Sieg unmöglich ist. Die Russen sind in dieser Hinsicht viel stärker, denn sie haben weitaus mehr Soldaten, als die Ukrainer“, unterstrich Orbán. Die Ukraine habe sein tiefes Mitgefühl, aber Russland werde niemals aufgeben. Die einzige Lösung ist der Frieden.

In Bezug auf die USA sagte Orbán, der einzige Ausweg aus der gegenwärtigen Situation bestehe darin, dass der frühere Präsident Donald Trump an die Macht zurückkehre und eine ähnliche Außenpolitik wie früher betreibt. Trump habe keinerlei neuen Krieg angezettelt und sei mit Nordkorea, Russland sowie China gut ausgekommen. Orbán sagte, der Schlüssel zum Frieden liege in den Händen Amerikas. Wenn die USA Frieden wollten, könnten sie schon „am nächsten Morgen“ Frieden haben, denn es sei klar, dass die Ukraine allein auf sich gestellt in diesem Krieg nicht bestehen kann.

Das kann man nur mit den Deutschen machen

Für Tucker Carlson ist offensichtlich, dass die Regierung Biden die Gaspipeline Nord Stream-2 in die Luft gesprengt hat oder hat sprengen lassen. Aber in Europa wurde nie ausgesprochen, dass dies ein terroristischer Anschlag war. Auf die Frage, wie Deutschland dies tolerieren konnte, antwortete Orbán: „Das kann man mit den Deutschen machen, aber nicht mit uns. Es ist ein Zeichen von mangelnder Souveränität, aber mit diesem Problem müssen die Deutschen klar kommen. Ich habe gemeinsam mit dem serbischen Präsidenten sofort erklärt: Wenn irgendetwas mit der TurkStream-Pipeline im Süden passiert, betrachten die Länder der Region das als Kriegsgrund bzw. als Terroranschlag und werden umgehend reagieren.“

Republikaner stehen Ungarn näher

Zur regelmäßigen Kritik der gegenwärtigen US-Regierung an Ungarn sagte Orbán: „Nicht alle Amerikaner gehen mit uns auf dieselbe Weise um, wie die Biden-Regierung.“ So stehen die Republikaner Ungarn von ihren Werten her viel näher. „Obwohl Ungarn ein Verbündeter der USA und Mitglied der NATO ist, behandeln die USA Ungarn schlechter als Russland“. Als Beispiel führte Orbán an, dass die US-Regierung das bestehende Doppelbesteuerungsabkommen mit Ungarn kündigte, während das gleiche Abkommen zwischen Russland und den USA weiterhin in Kraft ist.

Doch Ungarn sei heute stark genug, weshalb die Biden-Regierung die ungarische Wirtschaft nicht mehr so stark unter Druck setzen könne, wie das noch 2010 der Fall gewesen wäre. „Es ist dennoch keine einfache Situation, denn es wäre viel einfacher, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten. Die Aussichten sind viel besser, wenn wir gute Beziehungen haben“, unterstrich der Ministerpräsident.

Auf die Frage nach der Verwendung von US-Steuergeldern im ungarischen Wahlkampf gegen den Fidesz sagte Orbán, die meisten Amerikaner wüssten gar nicht, dass Steuergelder abgezweigt wurden, um ihn in Ungarn zu besiegen.

Heute sind Liberale gegen Freiheit

Der Premierminister sprach auch darüber, dass das Wort liberal ursprünglich Freiheit bedeutete. Aber heute bedeutet das Wort liberal in Europa, dass man der Feind der Freiheit ist, weil man hegemoniale Erwartungen an die Gesellschaft hat, auch in Bezug auf Werte. Liberale sind also gegen die Freiheit, resümierte Orbán. Er fügte hinzu, dass die ungarische Verfassung die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt, die Zusammengehörigkeit von Familie, Nation und Gott.

In Ungarn bestehe die Mehrheit der Gesellschaft aus solchen Menschen. Dieser Ansatz sei in den westeuropäischen Gesellschaften völlig aus der Mode gekommen. „In Ungarn sind wir immer noch sehr patriotisch und christlich, und gleichzeitig diesen Werten verpflichtet. Nicht auf einer ideologischen Ebene, sondern auf der Ebene unseres täglichen Lebens.“

Putins Marionette? Ein schlechter Witz!

Tucker Carlson brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die ungarische Medienlandschaft heute bei weitem bunter als jene in den USA sei. In den US-Medien werde Orbán mitunter sogar als „Faschist“ denunziert. Der Ministerpräsident merkte dazu an, es sei durchaus gefährlich, wenn die US-Regierung in der internationalen Politik Personen als feindlich einstuft. Das sei aber nicht die Stimme Amerikas, denn es gebe auch einen Donald Trump, der Ungarn „aus ganzem Herzen liebe“.

Die Unterstellung, er sei eine Marionette Putins, wies Orbán als „Witz“ zurück. Dazu brauche man sich nur die überaus negative ungarisch-russische Geschichte in Erinnerung zu rufen. Genau darum strebe Budapest mit Moskau rationale Beziehungen an, zuvorderst auf den Gebieten der Wirtschaft und der Energie. Persönlich ist der Ministerpräsident davon überzeugt, dass es ohne Einbeziehung der Russen in die europäische Sicherheitsstrategie keine Sicherheit für die Bürger Europas geben könne.

 

Hier geht es zum halbstündigen Video des Interviews.

35 Antworten auf “„…und wir hätten schon am nächsten Morgen Frieden“

  1. Für Tucker Carlson ist offensichtlich, dass die Regierung Biden die Gaspipeline Nord Stream-2 in die Luft gesprengt hat oder hat sprengen lassen.”
    Das meinen auch sehr viele im Westen, ducken sich aber weg sind verunsichert. Man kann mit Sicherheit sagen: der allergrößte Teil der Deutschen, Franzosen, Österreicher … würden sich nicht wundern. wenn eines Tages die Beweise vorliegen würden, dass es die Biden-Leute waren. Hab ichs doch gewusst, würden sie sagen.

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  2. Liebe Sympathisanten der faschistischen Antifa: der Zug ist für euch abgefahren. Es gibt noch die Bahnhofsmission, oder einen Aufenthalt in der Zelle. Die Dinge laufen scheiße für euch. Eine kaputte Gesellschaft und eine kaputte Wirtschaft wird euch nicht zum Vorteil gereichen.

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    1. » … der Schlüssel zum Frieden liege in den Händen Amerikas. Wenn die USA Frieden wollten, könnten sie schon „am nächsten Morgen“ Frieden haben, … «

      Hier liegt der Hase im Pfeffer. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass nicht nur D sondern auch die USA fremdbestimmt regiert werden.

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      1. Das ist nicht nur ein Eindruck, sondern eine Tatsache. Seit dem Deep State-Putsch von 1963 (JFK-Ermordung) zieht in den USA ein extrem gewalttätiger Schattenstaat die Fäden und sagt den jeweiligen Präsidenten-Darstellern, wo es lang zu gehen hat.
        Einzige Ausnahme seit JFK: Donald Trump. Deswegen versucht ihn der Deep State über eine endlose Prozesskette mürbe zu machen und zum Aufgeben zu zwingen. Immerhin gab es bisher noch keine – bekannt gewordenen – Mordanschläge gegen Trump …

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  3. Mit ihren Nato-Phantasien treiben die Linksgrünen die göttliche Schöpfung in den Abgrund. Unendliches Leid und Gottes Zorn werden folgen. Verbrecher, Lügner und Wendehälse wie SPD und Grüne, die noch vor Jahren ganz anderes vertraten, werden die Schuldigen sein. Der Teufel ist mit ihnen. Man muss es so hart sagen. Gefallene Engel sind unansehnliche Eierköppe wie der Scholzomat.

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    1. Der Mist ist jetzt so richtig am dampfen. Auch in Afrika. Die Afrikaner haben die Schnauze voll von den woken Wessis, an deren Spitze die grünen Ideologen stehen, die aus langer Hand von Amerika gefüttert werden.
      Arrogante postkolonialen Europäer konnten den Hals nicht voll kriegen. Der Überfall auf Libyen ist in ganz Nordafrika in bester Erinnerung, wobei Franzosen hier eine besonders negative Rolle spielen. Nun wundert man sich, dass Niger sich abwendet und kein billiges Uran mehr liefert – und sich Asien und Russland zuwendet.

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  4. Es ist etwa so, wie Hans-Jürgen Geese bei – Anderweltonline.com beschreibt, “es gibt zwei Schweden; das (1) politische und das (2) militärische Schweden. Das politische Schweden ist das Schweden der Bevölkerung und das militärische Schweden wird von der NATO/USA geführt. Deshalb der bevorstehende NATO-Beitritt Schwedens.
    So ähnlich ist es auch in den USA: Die (1) politische USA wird von den amerik. Bürgern gewählt und die (2) militärische USA wird von dem militärischen/finanziellen Komplex geführt.
    Dadurch zählt das Wahlergebnis in den USA wenig bis gar nichts.
    Für die Ukraine und uns, die den Frieden in der Ukraine herbeisehnen, ist zu hoffen, dass dennoch Trump gewinnt und sich mit dem militärischen/finanziellen Komplex irgendwie einigt.

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  5. Tucker Carlsen nimmt keine Rücksicht auf persönliche Befindlicjkeiten (Wokismus). Lieber lässt er sich feuern, als von seiner Linie abzuweichen. Für jeden patriotischen und freiheitlich denkenden Menschen ist es eine Ehre, sich von ihm interviewen zu lassen.

    Wer schafft es schon, außer ihm, 250 Mio. Zugriffe auf seinen X-Kanal in 24 Std. zu generieren ?

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  6. Ich glaube nicht, dass der Krieg zu Ende wäre, wenn Trump an die Macht käme. Warum glaube ich das nicht? Weil die weltweiten Spannungen (nicht nur Ukraine – Russland) weltweit dramatisch weiter zu nehmen. Ich bin mir sicher, dass selbst Orban nicht daran glaubt und seine Äußerungen nur als Operationalisierung für die Erreichung seiner Ziele benutzt. Ich versuche das mal mit ein paar Zeitungsartikeln zu belegen, warum es keinen Frieden geben wird. Ich weise grundsätzlich niemanden dafür die Schuld zu, da die meisten Leser hier sowieso ein festgefügtes Meinungsbild haben und ich sie mit meiner differenzierten Meinung sicher nicht überzeugen kann. Man sollte dabei auch nicht unbeachtet lassen, dass Trump ein erklärter Feind Chinas ist.

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  7. Schön, Sie sind schon wieder am Löschen! Sagen Sie nicht, es wären zu viele Beiträge von mir gewesen. Wenn die Inhalte Ihnen passen, dann können es weit mehr als 100 sein, ohne dass sie etwas unternehmen. Schön daran ist, dass es jetzt einige Leser mitbekommen haben. Über Deutschlands Meinungsfreiheit herziehen und selber der größte Manipulator sein. Sie machen es fast wie früher in der DDR, nur was dem Staat genehm war, wurde veröffentlicht. Das Sie es nicht ganz so machen, liegt daran, dass es Ihnen in der Öffentlichkeit schaden würde.

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    1. Bitte unterlassen Sie Ihre Unterstellungen!
      Sie können bei uns – abgesehen von den üblichen Einschränkungen, Beleidigungen etc. – gerne alles veröffentlichen, was Sie wollen. Die politische Verortung Ihrer Beiträge spielt keine Rolle.
      Nur beachten Sie bitte: Das BZ-Forum ist keine Presseschau!
      Hier sollen kultiviert Meinungen zum Thema des oben stehenden BZ-Artikels ausgetauscht werden.
      Der Diskussionsfluss wird jedoch erheblich verstopft, wenn jemand so wie Sie heute, ohne eine eigene Meinung zu äußern, einfach in kurzer Abfolge etwa 15 Beiträge aus anderen Medien postet.

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      1. Sie schreiben: “… ohne eine eigene Meinung zu äußern, einfach in kurzer Abfolge etwa 15 Beiträge aus anderen Medien postet.”

        Sehen Sie oben nach: “Ich glaube nicht, dass der Krieg zu Ende wäre, wenn Trump an die Macht käme. Warum glaube ich das nicht? Weil die weltweiten Spannungen (nicht nur Ukraine – Russland) weltweit dramatisch weiter zu nehmen. Ich versuche das mal mit ein paar Zeitungsartikeln zu belegen, warum es keinen Frieden geben wird.”

        Wie können Sie das als Presseschau einordnen? Soll ich das schreiben und dann nicht belegen?

        Wenn das bei Ihnen zu einer Art technischen “Verstopfung” führt, dann teilen Sie es Ihren Lesern doch vorher mit, dass man max. X Beiträge veröffentlichen darf, damit keine “Verstopfung” entsteht.

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      2. “Bitte unterlassen Sie Ihre Unterstellungen!”

        Tut mir leid, ich war halt sauer. Wie sollte ich Ihr Verhalten ohne ein Info anders interprtieren. Außerdem ist das in einer anderen Art und Wiese sowie in einem anderen Zusammenhang nicht das erste Mal geschehen.

        Wenn ich damit falsch gelegen haben sollte, tut es mir leid.

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  8. Dann eben ohne Link:

    Der neutrale Riese wankt – in Richtung Westen
    Im globalen Machtpoker ist nur selten die Rede von Indonesien – obwohl es eines der bevölkerungsreichsten Länder ist. Bisher pflegt es sowohl mit China als auch den USA enge Beziehungen. Nun startet ein Manöver nur mit US-Truppen – und auch Berlin hat den neuen …
    Welt

    “Nicht gegen China gerichtet” – Internationales Manöver vor Philippinen
    Mit Unterstützung von US-Marines hat ein großangelegtes Manöver des phlippinischen und des australischen Militärs begonnen. Es sei ausdrücklich nicht gegen China gerichtet, hieß es.
    Euronews

    Beziehung zu Australien – Chinas ungeheure Drohung
    China hat Australien angegriffen – und verloren. “Down Under” hat es geschafft, sich aus dem Griff von Xi Jinping zu befreien. Der Australien-Besuch von Außenministerin Baerbock hätte auch eine Lehrstunde sein können.
    T-Online

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  9. Gemeinsam gegen China – USA und Australien rücken zusammen – das gefällt nicht allen
    Chinas Expansionsgelüste im Pazifik bereiten Sorge. Ein neues Verteidigungsbündnis sorgt trotzdem für Irritationen.
    SRF

    Spannungen zwischen Japan und China nehmen zu
    Nach der Einleitung von Kühlwasser aus dem AKW Fukushima ins Meer nehmen die Spannungen zwischen China und Japan zu. Japan beklagt Angriffe auf japanische Einrichtungen in China.
    ZDF

    Wie Amerika Verbündete gegen China sammelt
    In ihrem Bestreben, China einzudämmen, erzielen die USA zunehmend Erfolge – insbesondere durch militärische Allianzen mit Japan und Südkorea. Ein neues Bündnis im indo-pazifischen Raum scheint sich abzuzeichnen.
    Cicero

    US-Armee schafft Tausende Drohnen an – um zu China aufzuschließen
    Das Pentagon legt im Wettrüsten mit China nach: Im großen Stil sollen Drohnen bestellt werden, um zahlenmäßig mit Peking mithalten zu können. Besser soll das Gerät natürlich auch sein.
    Spiegel

    USA setzen mit Quad-Allianz auf mehr Sicherheit im Indopazifik
    Das Bündnis wolle sich als Zusammenschluss demokratischer Länder dafür einsetzen, dass alle Staaten in der Region souverän blieben, sagte der australische Regierungschef Scott Morrison nach dem Treffen.
    SRF

    Chinas Aufrüstung: kampfbereit
    Peking rüstet militärisch massiv auf. Diese Investitionen sind angsteinflößend. Die Weltgemeinschaft ist in Sorge, Chinas Nachbarländer fühlen sich von der Entwicklung bedroht. Allen voran: Taiwan.
    https://www.wiwo.de/politik/ausland/seitenblick-chinas-aufruestung-kampfbereit/28829858.html

    Spannungen mit China – Kriegsgefahr im Indopazifik: Japan rüstet auf
    Statt reiner Landesverteidigung bei einem Angriff will Japan auch Gegenschläge ausüben können. Für das pazifistische Land ist es der radikalste Kurswechsel seit dem 2. Weltkrieg.
    Wirtschaftswoche

    USA und Südkorea bekräftigen atomare Abschreckung
    Angesichts nordkoreanischer Drohungen unterstreichen die Präsidenten beider Länder ihre Bereitschaft zu einem Gegenschlag. Doch wenn es um Atomwaffen geht, stößt Seoul auch auf Grenzen der eigenen Verteidigungspolitik.
    Süddeutsche

    Militärflugzeuge und Schiffe – China überquert inoffizielle Grenze zu Taiwan
    Eskalation im Taiwan-Konflikt: China hat mehrere Militärflugzeuge und Schiffe in Richtung Taiwan geschickt. Diese hätten zum Teil die De-facto-Grenze überwunden. Taiwan reagiert.
    ZDF

    Taktische Atomwaffen: Nordkorea will Armee stärker aufrüsten
    Als Antwort auf die stärkere Verteidigungskooperation der USA mit Südkorea und Japan hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eine weitere Aufrüstung mit taktischen Atomwaffen angekündigt.
    Handelsblatt

    „Fernost-Erweiterung“ – Der brisante Traum von einer globalen Nato
    Das Verteidigungsbündnis wendet sich dem Pazifik zu. China und Nordkorea reagieren empört auf Überlegungen des Westens, seinen Schutz auf Verbündete in der Region auszuweiten. Die Rhetorik erinnert an jene Russlands vor dem Ukraine-Krieg – mit Folgen auch für Deutschland.
    Welt

    Das soll mal genügen. Aber es gibt noch sehr viel mehr dazu zu sagen. Aber meine Antwort auf die Argumente aller Pazifisten ist, neutral bleiben wird hier keiner können (auch die Schweiz nur offiziell und Ungarn schon gar nicht), um mal die vielleicht vorhandenen blauäugigen Träume im Voraus zu zerstören.

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    1. Ich frage mich, ob Sie wirklich glauben, dass alle die von Ihnen zitierten News-Portale tatsächlich objektiv berichten?

      Wenn ja, kann man Sie nicht ernst nehmen.

      Wenn nicht, sollten Sie dann nicht im Sinne der Objektivität wenigstens eine Stimme der anderen Seite, z.B. der BRICS, zitieren?

      Verzeihen Sie mir, aber so wie Sie es machen, wirken Sie auf mich wie eine ziemlich plumpe West-Propaganda-Tröte. Wenn Sie ein Influenzer sein wollen, müssen Sie es schon geschickter anstellen.

      Beeindrucken könnten Sie viel mehr, wenn Sie Medien zitieren, die nicht im Verdacht stehen, Propaganda zu verbreiten. Noch besser wäre es allerdings, wenn Sie Ihre eigene Meinung kundtun würden, anstatt nur nachzuplappern, was andere schreiben. Oder haben Sie am Ende gar keine eigene Meinung?

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      1. “Ich frage mich, ob Sie wirklich glauben, dass alle die von Ihnen zitierten News-Portale tatsächlich objektiv berichten?”

        Ich bin offen für andere Meinungen. Widerlegen Sie doch einmal irgendeinen von den Artikeln und bitte nicht nur mit dem Bauchgefühl. Würde mich freuen, etwas dazu zu lernen.

        “Wenn ja, kann man Sie nicht ernst nehmen.”

        Sie können mich ruhig spaßig nehmen. Ich habe nichts dagegen.

        “Wenn nicht, sollten Sie dann nicht im Sinne der Objektivität wenigstens eine Stimme der anderen Seite, z.B. der BRICS, zitieren?”

        Dazu schreibt halt Brasilien und Südafrika nichts. Und bei Russland und China wären nur die Wertungen anders. Also bitte schreiben Sie doch etwas aus China und Russland mit einer anderen Wertung dazu. Ist ok für mich.

        “Verzeihen Sie mir, aber so wie Sie es machen, wirken Sie auf mich wie eine ziemlich plumpe West-Propaganda-Tröte. Wenn Sie ein Influenzer sein wollen, müssen Sie es schon geschickter anstellen.”

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      2. Danke für die Ehre und Anerkennung. Bin aber nur ein Pensionär im Ruhestand. Wenn Sie meine IP zurückverfolgen, werden Sie sogar sehen können, wo ich wohne.

        “Beeindrucken könnten Sie viel mehr, wenn Sie Medien zitieren, die nicht im Verdacht stehen, Propaganda zu verbreiten.”

        Nennen Sie mir mal diese Medien!

        “Noch besser wäre es allerdings, wenn Sie Ihre eigene Meinung kundtun würden, anstatt nur nachzuplappern, was andere schreiben. Oder haben Sie am Ende gar keine eigene Meinung?”

        Ich kann meine Meinung nicht nur aus mir heraus intrinsich bilden. Ich brauche externe Informationen, um mich fundiert äußern zu können. Ich bin zwar ein Autodidakt, aber leider kein asozialer Hellseher.

        Meine Meinung habe ich kundgetan (siehe oben): “Ich glaube nicht, dass der Krieg zu Ende wäre, wenn Trump an die Macht käme. Warum glaube ich das nicht? Weil die weltweiten Spannungen (nicht nur Ukraine – Russland) weltweit dramatisch weiter zu nehmen.”

        Das andere sind die Gründe dafür (die Sie gerne jederzeit widerlegen können): “Ich versuche das mal mit ein paar Zeitungsartikeln zu belegen, warum es keinen Frieden geben wird.”

        Ich würde mich freuen, wenn ich etwas zu den Quellen von Ihnen dazulernen könnte. Also nur Mut, aber bitte beim Thema bleiben.

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        1. Im Gegensatz zu Ihnen, kann ich mich nicht den ganzen Tag vorm Computer aufhalten.

          Aber ich komme darauf zurück, versprochen.

          Aus Ihrer Antwort glaube nun immerhin herauslesen zu können, dass Sie tatsächlich von dem überzeugt sind, was Sie hier schreiben, so dass man annehmen kann, dass Sie logischen Argumenten zugänglich sind. Z.Zt. drücken mich allerdings Termine.

          Zu objektiven Medien als Einstieg erst mal dies…
          https://neue-medien-portal.de/?S=HOME

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          1. Ich dachte, Sie wollten mir zu den Sachverhalten, die ich als Begründung für zusätzliche Spannungen in der Welt genannt habe, etwas von Seiten der BRICS sagen. Von mir aus auch mit einer russischen, chinesischen oder sonstigen Wertung.

            Ich bin leider ein bequemer Mensch, wenn ich nicht extrinsisch motiviert werde. Erwarten Sie deshalb nicht von mir, dass ich hunderte Links durchschaue. Sie wollten mir doch etwas zeigen.

            Ok, ich lasse Sie jetzt zufrieden, bis Sie mehr Zeit haben.

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        2. Um noch einmal den Unterschied zwischen Sachverhalt und Wertung kurz zu erläutern:

          Ein Sachverhalt wäre: USA und Indonesien machen ein gemeinsames Manöver!

          Ohne zusätzliche Information wären Wertungen: Indonesien (gut) Angst vor China (böse) oder USA und Indonesien (beide Böse) wollen China (gut) Böses antun.

          Um Wertungen geht es mir hier überhaupt nicht. Es geht mir um tatsächliche Handlungen, aus denen ich zusätzliche Spannungen ableiten kann. Von mir aus streichen Sie alle Wertungen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich bei den Wertungen immer meinen eigenen Kopf bnutze und niemals irgendjemanden blind glaube. Ich mache mich auch nicht gemein mit wertenden Aussagen von Zeitungen. Aber Sachverhalte nehme ich natürlich zur Kenntnis (Bespiel: Die USA baut zusätzliche Drohnen – gut oder böse ist für meine o.a. Aussage zu den Spannungen in der Welt unwichtig). Sie schauen im Gegensatz zu mir immer auf die wertenden Aussagen in den Zeitungen. Das macht aber blind für Fakten, weil Sie die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen, wenn Sie die Wertung ablehnen. Ich kann Sachverhalte auch bei einer von mir abgelehnten Bewertung zur Kenntnis nehmen. Denn das sind für mich zwei Paar Schuhe.

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          1. Wenn Sie Wertungen so sehr ablehnen, überrascht es mich aber doch, dass Sie ausgerechnet all diese Mainstreammedien zitieren, wo ständig in geradezu unerträglichem Maße gewertet wird, oft durch sogenannte “Experten” oder “Wissenschaftler”, aber auch durch die Moderation.
            Und zwar immer ausnahmslos im Sinne der Westpropaganda, und das fällt weiß Gott nicht nur mir auf. Ihnen hätte das eigentlich auch schon auffallen müssen, finden Sie nicht?

            Übrigens: Woher wissen Sie, worauf ich im Gegensatz zu Ihnen schaue?

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            1. Ich dachte, Sie hätten keine Zeit. Also gut:

              “Wenn Sie Wertungen so sehr ablehnen, überrascht es mich aber doch, dass Sie ausgerechnet all diese Mainstreammedien zitieren, wo ständig in geradezu unerträglichem Maße gewertet wird, oft durch sogenannte “Experten” oder “Wissenschaftler”, aber auch durch die Moderation.”

              Sie müssen schon lesen, was ich schreibe: Ich kann Sachverhalt (Fakten) und Wertungen unterscheiden. Ich lehne die alternative Presse nicht ab. Im Mainstream finden Sie aber viele Dinge, die Sie in Alternativmedien (z.B. Achgut, Reitschuster, Tichy) in der Themenvielfalt nicht finden. Tichy hat wohl noch das breiteste Spektrum unter den Alternativmedien. Doch versuchen Sie mit Tichy mal meine Argumentation zu untermauern, dass die Spannungen in der Welt zunehmen. Sie werden vielleicht einen aktuellen Artikel dazu finden, wenn Sie Glück haben. Das ist aber ein bisschen wenig.

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            2. „Und zwar immer ausnahmslos im Sinne der Westpropaganda, und das fällt weiß Gott nicht nur mir auf. Ihnen hätte das eigentlich auch schon auffallen müssen, finden Sie nicht?“

              Die Russen und Chinesen machen ebenfalls Propaganda. Objektivität finden Sie jedenfalls dort ebenfalls nicht. Außerdem passen viele dieser Fakten der chinesisch-russischen Propaganda auch nicht. Es ist z.B. nicht so sehr im Interesse Chinas, dass deren Bevölkerung weiß, dass viele Nachbarn in die Arme der USA aus Angst vor China flüchten. Also werden sie dort zu dem Thema auch nicht finden.

              “Übrigens: Woher wissen Sie, worauf ich im Gegensatz zu Ihnen schaue?”

              Weil Sie dauernd inhaltlich nur über die Wertungen sich aufregen

              – „wo ständig in geradezu unerträglichem Maße gewertet wird“
              – „ausnahmslos im Sinne der Westpropaganda“
              – „ich bin eine plumpe West-Propaganda-Tröte“
              – „Wenn Sie ein Influenzer sein wollen, müssen Sie es schon geschickter anstellen“
              – „nicht im Verdacht stehen, Propaganda zu verbreiten“
              – „anstatt nur nachzuplappern“

              und nicht über die Sachverhalte (die Ereignisse über die Zunahme von Spannungen, über die ich eigentlich schreibe). Wenn man Artikel nur dann liest und beachtet, wenn die Wertung mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen, werden die Fakten zwangsläufig auch nicht zur Kenntnis genommen. Das ist psychologisch leider so angelegt im Menschen.

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  10. Noch ein Artikel, der mir bestätigt, dass der Ukrainekrieg nicht das alleinige Hindernis für einen Frieden in der Ukraine ist. Das Problem sind die Blockbildungen mit Iran, Russland, China und Nordkorea auf der einen Seite und den USA, Europa, Australien, Indien, Japan, Taiwan und anderen asiatischen Staaten auf der anderen Seite. Ohne eine Lösung dieses Problems in Asien, wird es so schnell keinen Frieden in Europa geben.

    “China vergrault seine Nachbarn, die USA wittern ihre Chance”

    “Vor dem Gipfel der südostasiatischen Asean-Staaten sorgt die Regierung in Peking für Empörung. Die Unzufriedenheit mit China könnte den Amerikanern nutzen.”

    Den Artikel kann man nur ein einziges Mal kostenlos lesen. Beim zweiten Aufruf muss man dafür bezahlen.

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/wettstreit-in-asien-china-vergrault-seine-nachbarn-die-usa-wittern-ihre-chance/29369444.html

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  11. Business Insider:

    “Putins Krieg gegen die Ukraine hat zu einer Abwanderung von Fachkräften geführt, die Russlands Wirtschaft bremst.”

    “Einigen Schätzungen zufolge haben 80 Prozent derjenigen, die Russland verlassen haben, einen Hochschulabschluss, und 86 Prozent sind unter 45 Jahre alt.”

    “Russlands Wirtschaftsleistung werde im Jahr 2026 hinter Indonesien zurückfallen.”

    “Dies hat zu einem rekordverdächtigen Arbeitskräftemangel beigetragen: 42 Prozent der russischen Industrieunternehmen konnten im Juli nicht genügend Arbeitskräfte finden, im April waren es noch 35 Prozent. ”

    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/international-business/russland-wirtschaft-bald-kleiner-als-indonesiens-zeigen-zahlen/

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