UPDATE: Friedensmission
Orbán beim Papst
Der Ministerpräsident war am Montag Gast von Papst Leo XIV. im Vatikan. Das Amt des Ministerpräsidenten erinnerte daran, dass Orbán im vergangenen Dezember im Rahmen seiner damaligen Friedensmission Papst Franziskus im Vatikan aufsuchte. Dessen im Mai ins Amt eingeführter Nachfolger, Papst Leo XIV., engagiere sich ähnlich für den Frieden in der Welt und konkret für die Beendigung des russisch-ukrainischen Konflikts.
Orbán schrieb zu seinem Vatikan-Besuch in den Sozialmedien, die Menschen würden durch die nicht abreißen wollenden Nachrichten über Zerstörung und Kriegstote abstumpfen. Das aber berge die Gefahr eines Flächenbrandes, der auch Ungarn nicht verschonen werde. Einmal mehr bezog der Ministerpräsident Position gegen „die Kriegstreiber in Brüssel“.
Seine Friedensmission in Rom setzte Viktor Orbán am Nachmittag bei Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fort. Auf dem Weg dorthin gab Orbán der Zeitung „La Repubblica“ ein kurzes Interview, in dem er überraschend unverblümt geäußert haben soll, Trump verstehe nicht, „wie die Russen ticken“, er habe sich mit den Russland-Sanktionen geirrt. Orbán wolle bei seinem Besuch in Washington in der kommenden Woche dem US-Präsidenten persönlich erläutern, dass die Energiepreise in Ungarn ohne russische Energieträger in die Höhe schießen werden.
UPDATE: Fake News auf Italienisch
Die „La Repubblica“ hat dem Ministerpräsidenten offenbar Worte in den Mund gelegt, die dieser so nicht gesagt hat. Nach Darstellung von Balázs Orbán, dem Namensvetter und politischen Direktor des Ministerpräsidenten, hätten „sämtliche linksliberalen, angeblich unabhängigen und objektiven“ Medien in Ungarn eine Fragestellung der italienischen Zeitung als Fakt im Titel übernommen, Trump habe mit den Sanktionen einen Fehler begangen. Ministerpräsident Viktor Orbán ging auf diese Provokation in Wirklichkeit aber gar nicht ein, er stellte in seiner Antwort vielmehr klar, bei seinem Besuch in Washington wolle er gemeinsam mit dem US-Präsidenten eine Lösung suchen, die den ungarischen Interessen gerecht wird. Der Journalist habe diese Antwort offenkundig absichtlich missverstanden, um einen Eindruck zu erwecken, als würde der ungarische Ministerpräsident Donald Trump kritisieren.


Welche Friedensbemühungen meint Herr Orban denn?
Außer Worten ist nicht viel passiert. Echte Bemühungen wären doch wenn er persönlich Herrn Putin auf Frieden angesprochen hätte. Davon hört man aber nichts.