Österreich
Staatspräsident János Áder (l.) und sein österreichischer Amtskollege Alexander Van der Bellen am Freitag in Wien.   Foto: MTI/ Noémi Bruzák

Österreich-Ungarn

Gute Nachbarschaft bewahren

Die Bewahrung des gutnachbarschaftlichen Verhältnisses versicherten sich gegenseitig der ungarische Staatspräsident János Áder und der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Freitag in Wien.

Nur so könnten die Negativeffekte der Corona-Pandemie in beiden Ländern eingedämmt werden. Österreich ist der zweitwichtigste Handelspartner Ungarns und der drittgrößte Investor hierzulande. Die Verluste im Tourismus sind in beiden Ländern Corona-bedingt enorm, in Budapest und Wien steht der Großteil der Hotels leer.

Unterschiedliche Bewertung der Atomenergie in Österreich und Ungarn

Áder bezeichnete die Zielsetzung der österreichischen Regierung, bis 2040 klimaneutral zu werden, als ambitiös, da in Österreich die Treibhausgasemissionen pro Kopf bei fast 9 t, in Ungarn bei 6,5 t liegen. Ungarn wolle von den Erfahrungen Österreichs lernen.

Meinungsverschiedenheiten bestehen seit Jahren allerdings hinsichtlich der Atomenergie. Áder bat Österreich um Verständnis für Ungarn, da die Kernenergie zur Erreichung der Klimaziele des Landes in Anbetracht der bescheidenen Bodenschätze, Wasserkraft und Waldflächen unerlässlich sei.

Van der Bellen betonte, dass beide Länder historisch, politisch, wirtschaftlich und kulturell durch viele Bande miteinander verknüpft sind. In Österreich arbeiten ca. 50.000 ungarische Staatsbürger.

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