Parlamentspräsident Peter Pellegrini (l.) war gerade erst vor zwei Wochen Gast von Ministerpräsident Viktor Orbán in Budapest. Foto: Ministerpräsidentenamt/ Vivien Cher Benko

Wahlen in der Slowakei

Noch liegt Pellegrini hinten

Wer der nächste Staatspräsident der Slowakei wird, entscheidet sich im zweiten Wahlgang.

In der ersten Runde am Samstag setzte sich der frühere Außenminister und ausgewiesene Ungarn-Feind Ivan Korcok überraschend gegen Parlamentspräsident Peter Pellegrini durch, dessen Hlas-SD zur Regierungskoalition gehört. Allerdings beträgt der Vorsprung nur fünfeinhalb Punkte, während mit Stefan Harabin ein weiterer Aspirant der Fico-Regierung auf dem 3. Platz landete. Für Korcok stimmten nach vorläufigen Angaben 42,5%, Pellegrini brachte es auf 37,0%, Harabin schied mit 11,7% aus. Als Repräsentant der ungarischen Minderheit erreichte Krisztián Forró auf dem 4. Platz knapp 3% der Stimmen und konnte mit diesem Ergebnis gleich fünf weitere Kandidaten, darunter den vormaligen Ministerpräsidenten Igor Matovic, hinter sich lassen.

Außenminister Péter Szijjártó würdigte den Erfolg von Forró, der in den ungarisch besiedelten Wahlbezirken Dunaszerdahely und Komárom sogar den 1. Platz belegen konnte. Die Orbán-Regierung drückt zweifellos Peter Pellegrini die Daumen im Stechen gegen Ivan Korcok, der sich noch in der jüngeren Vergangenheit übelste Ausfälle gegen Budapest erlaubte und im Ukraine-Krieg für eine intensive Unterstützung des Nachbarn eintritt. Pellegrini betonte nach dem Wahltag, die Mehrheit der Bürger wünsche einen Staatspräsidenten, der für die nationalen Interessen und für Frieden in der Ukraine eintritt.

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23. April 2024 12:40 Uhr