Friedenspolitik
Neue Hoffnung für den Nahen Osten
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Das sagte Außenminister Péter Szijjártó, nachdem er am Freitag in Budapest mit Liam Fox (l.), dem Vorsitzenden der britischen Parlamentsgruppe für die Abraham-Abkommen, verhandelte. Heute befinde sich die globale Sicherheit im schlechtesten Zustand seit dem Kalten Krieg, äußerte Ungarns Chefdiplomat auf der gemeinsamen Pressekonferenz. Im Nahostkonflikt habe es über die Jahrzehnte reihenweise Misserfolge gegeben, die offenbarten, dass ein vollkommen neuer Ansatz nötig werde. „Die Hoffnung auf einen solchen Erfolg leitete die Unterzeichnung der Abraham-Abkommen während der ersten Amtszeit von Donald Trump ein. Damit begann eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den muslimischen arabischen Ländern“, blickte Szijjártó zurück. Die Abraham-Abkommen seien ohne Zweifel bislang der am besten geeignete Ansatz, um den Menschen im Nahen Osten die Chance auf ein friedliches, ruhiges Leben zu gewähren. Eine Ausweitung der Abraham-Abkommen hätte zum Ziel, weitere arabische Länder zu einem Ausgleich mit Israel zu bewegen.
Für die Orbán-Regierung steht außer Frage, dass unter Präsident Trump weder der russisch-ukrainische Krieg ausgebrochen noch der Nahe Osten von der brutalen Terrorwelle der jüngsten Jahre erschüttert worden wäre. Ungarn setzt sich darüber hinaus insbesondere in Syrien und im Libanon dafür ein, den dortigen christlichen Gemeinschaften eine Zukunft in ihrer Heimat zu bieten. „Andernfalls würden wir den Terroristen und anderen radikalen Kräften zuarbeiten.“ Ungarn stimmt im Falle Syriens einer Lockerung der internationalen Sanktionen nur in dem Fall zu, wenn das neue Regime die Sicherheit und die Menschenrechte der Christen „zu 100%“ garantiere. Was den Libanon angeht, drängt Ungarn die internationale Gemeinschaft, die dort lebenden Christen, die gewählte Regierung und die Armee zu unterstützen, um die Stabilität des Landes zu wahren.
