In seiner Eigenschaft als Außenwirtschaftsminister verhandelte Péter Szijjártó (r.) in Japan auch mit Suzuki-CEO Toshihiro Suzuki (l.). Foto: Außenministerium

Nuklearenergie

Mit Japan in einem Boot

Ungarn und Japan kooperieren bei der technologischen Entwicklung kleiner Reaktoren (SMR). Das gab Außenminister Péter Szijjártó am Dienstag in Tokyo bekannt.

Die Ankündigung über den Abschluss einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Nuklearenergie erfolgte nach Verhandlungen mit mehreren Ministern. „Die SMR-Technologie ist die sicherste, preiswerteste, am ehesten berechenbare und umweltfreundliche Art, große Mengen an Elektroenergie zu erzeugen“, erläuterte Szijjártó. „Unsere Volkswirtschaften brauchen für anhaltendes Wachstum in Zukunft weitaus mehr Energie, dabei könnten die kleinen Reaktoren revolutionäre Veränderungen bringen.“ Sobald die SMR-Technologie ausgereift sei, wolle Ungarn diese auch anwenden.

Japan kooperiere mit Ungarn auch bei der Verlängerung der Lebensdauer vorhandener Reaktorblöcke des AKW Paks. Umgekehrt öffnet eine Kooperationsvereinbarung zur Wasserwirtschaft den in diesem Segment starken ungarischen Firmen den japanischen Markt. Verhandelt wurden auch weitere FDI-Projekte japanischer Unternehmen (Nissin, Alpine, Toyo Ink), die in den Segmenten Nahrungsmittel- und Automobilindustrie sowie Elektronik ca. 150-200 Mio. Euro in Ungarn zu investieren beabsichtigen.

Angelehnt an die Weltausstellung 2025 in Osaka öffnet Ungarn demnächst ein Konsulat.

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