Nordmazedonien
Mehrwert für die EU
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Orbán sieht derzeit in der EU keine andere Möglichkeit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, sondern nur die Erweiterung. Mickoski bezeichnete die EU-Mitgliedschaft Nordmazedoniens ein strategisches Ziel und dankte Ungarn für seine Unterstützung. Gleichzeitig äußerte er seine Enttäuschung darüber, dass sich der Prozess heute in der gleichen Phase befindet wie vor 20 Jahren, obwohl die nordmazedonischen Bürger bereits große Opfer gebracht haben, um das Ziel zu erreichen.

Gespaltene EU
Die EU-Kommission und mehrere Mitgliedstaaten stehen der EU-Erweiterung zwiespältig gegenüber. Dies könnte die Attraktivität der EU auf dem westlichen Balkan schwächen, so auch in Nordmazedonien. Außenminister Péter Szijjártó erklärte auf einer Pressekonferenz mit seinem nordmazedonischen Amtskollegen Timcho Mucunski, dass die EU-Erweiterung um die westlichen Balkanstaaten auch ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Kontinents sei. „Die EU braucht neuen Schwung und neue Kraft, und die kann sie vom westlichen Balkan bekommen. Deshalb sollte die EU heute mehr an einem Beitritt der westlichen Balkanstaaten interessiert sein als andersherum.“

Man sehe aber auch, dass einige EU-Mitgliedsstaaten in dieser Frage extrem doppelzüngig sind. „Diese Doppelzüngigkeit hat das Potenzial, die Attraktivität und Glaubwürdigkeit der EU auf dem westlichen Balkan zu zerstören. Und das wollen wir verhindern.“ Ungarn unterstützt voll und ganz die EU-Beitrittsbestrebungen Nordmazedoniens.
