Ungarn-Kroatien
LNG-Terminal sichert Versorgung
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Von ihrer engen Zusammenarbeit können beide Länder profitieren, erklärte Außenminister Péter Szijjártó (r.) nach Verhandlungen mit seinem kroatischen Amtskollegen Gordan Grlic-Radmant. Beide Regierungen stützen sich auf ursprüngliche europäische und christliche Werte. Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum sich Kroatien nicht der Hetzkampagne anschloss, die einige europäische Länder nach der Verabschiedung des Anti-Pädophilie-Gesetzes gegen Ungarn führten, betonte Szijjártó.
Szijjártó bezeichnete als überaus wichtigen Bereich der bilateralen Zusammenarbeit die Energieversorgungssicherheit. Die Errichtung eines LNG-Terminals auf der Adria-Insel Krk eröffne eine neue Versorgungsroute und ermögliche zum ersten Mal einen langfristigen Gaskaufvertrag über nicht-russische Pipelines. Es sei geplant, in den nächsten vier Jahren 1,4 Mrd. m3 Gas von dort zu beziehen. Durch die Verknüpfung der Gasmärkte beider Länder bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. So könnten einerseits die Preise gesenkt und die Versorgungssicherheit erhöht werden. Zudem bietet sich eine ungarisch-kroatisch-ukrainische Zusammenarbeit an, die es Ungarn ermöglicht, einen Teil des Transitgeschäfts zurückzuerlangen, da Gasprom das Erdgas nicht mehr über die Ukraine, sondern über eine südliche Route liefern wird.
Zudem sollen zwischen beiden Ländern mehr Grenzübergänge errichtet werden. So werde die Autobahn M6 bis 2024 bis zur Grenze verlängert, der Bau der Murakeresztúr-Brücke werde fortgesetzt und neue Übergänge seien in Sárok und Őrtilos geplant.
