Péter Szijjártó verhandelte in Baku mit den Energieministern Aserbaidschans, Kasachstans, Bulgariens und Rumäniens. Foto: Außenministerium

Erdgasbezug

Klares Nein zu Sanktionen

Ungarn wird einem Gasembargo der EU gegen Russland in keiner Form zustimmen.

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34 Antworten auf “Klares Nein zu Sanktionen

  1. Die Stimme der Vernunft. Es sind nicht nur geographische und infrastrukturelle Gegebenheiten, die Ungarn dazu zwingen, ein Energiembargp abzulehnen. Es sind historische Gründe ebenso. Wenn die BRD der Meinung ist, man hätte sich 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems genug Speck angefressen, dann ist das ok. Die Folgen des 2.WK, die Deutsche zu verantworten haben, müssen Staaten wie Ungarn immer noch tragen. 30 Jahre nach der Wende ist UNgarn wieder bereit zu kämpfen. Damals haben Tschechen und Slowaken von dem Mut der Ungarn und Polen profitiert. Innerhalb ihrer Staaten war es kuschdich still, vom Prager Frühling mal abgesehen. Nun sind diese feigen wieder in Deckung gegangen und haben Ungarn die Daumen gedrückt. Nach außen werden sie Ungarn wieder angreifen.

  2. Und bald wir in der EU niemand mehr der Auszahlung von EU-Mitteln an Orban zustimmen.
    Und Investitionen ihrer Firmen in Ungarn werden die EU-Partner auch nicht mehr unterstützen.
    Denn bald will niemand mehr etwas mit Orban zu tun haben.
    Orban verbaut Ungarn die Zukunft.

    1. Ach, also hätte Ungarn mit der Zustimmung zum Öl-Boykott Selbstmord begehen sollen!? Nicht einmal die von Ihnen unterstützte “wir haben es verfickt”-Opposition von Gyurcsánys Gnaden inklusive N*g*rwitzerzähler Marki-Zay haben jetzt lautstark nach Zustimmung zum 6. Sanktionspaket gerufen. Mark Rutte hat Orbán in dieser Frage sogar zugestimmt. Die EU ist ohnehin ein einziger Schuldensumpf. Typisch wieder: die Slowaken und Tschechen haben kleinlaut Orbán die Daumen gedrückt. Bin gespannt, wie es für einige Staaten wie Rumänien, Bulgarien, Kroatien ausgeht, wenn diese bald das immer teurere Öl bezahlen werden. Reihenweise werden sie umfallen, wenn keine Lösung im Krieg gefunden wird.

  3. Die (deutsche) Vizepräsidentin des EU-Parlaments hat laut Deutschlandfunk-Nachrichten
    gefordert, dass Ungarn das Stimmrecht entzogen wird, da Ungarn
    1. nicht die Rechtsstaatlichkeitskriterien einhält,
    2. mit seinem Veto EU-Beschlüsse blockiert.
    3. schlägt Frau Barley vor, dass Einstimmigkeitsprinzip bei EU-Beschlüssen aufzuheben.

    Jetzt bin ich wie Frank-Walter Steinmeier (nämlich sehr besorgt), dass bei zukünftigen Wahlen in Deutschland die Kabinen abgeschafft werden, und alle Wähler, die die AfD, die Linken, oder Kleinparteien angekreuz haben, zukünftig von den Wählerlisten gestrichen werden.

    Ein Grundprinzip der Demokratie sind freie und geheime Wahlen, das hört und liest man meist immer dann, wenn der deutsche Mainstream über Wahlen in manch anderen Ländern schmunzelt.

    Bitte erklärt mir mal, warum über EU-Beshlüsse nicht auch, wie in der BRD, geheim abgestimmt wird. Oder hat man einfach nur Angst, im Dunkeln zu tappen, welche Länder das Veto eingelgt haben? Wäre wohl ein GAU.

    1. Was hat das ständige Veto-NEIN eines 10 Mio-Landes mit dem Mehrheitswahlrecht zu tun?
      Rein gar nichts.

      Orban trampelt ständig trotzig und lautstark auf und spielt den kleinen Egoisten, statt vernünftig zu verhandeln und sich wirklich als Mitglied einer Union zu zeigen.
      In dieser Union haben die anderen schlicht genug von dieser Haltung, die die gemeinsame Haltung unterminiert und die Einheit zerstört.
      Nun will man Orban eben die Schaufel aus der Hand nehmen, mit der er ständig herumfuchtelt und droht.

        1. Ukrainische Nationalisten und Militärs haben hochrangige ungarische Politiker auf die Liste der Feinde der Ukraine gestellt. Orbán sollte nach den primitiven Angriffen auch aus Österreich (ORF-Staatsfunkmitarbeiter wünsch Orbán den Tod) ganz andere Methoden zeigen. Darüber sollte die BZ mal berichten !!!!!!!!!!!!!
          Orbán ist so oder so in Todesgefahr, die SPD wünscht sich auch seinen Tod, wie man aus persönlichen Gesprächen unschwer heraushören kann.
          Ich empfehle mal dieses untere Video, da wird einem schlecht, da man in deutschen Staatssendern und anderen Medien liest, dass in der Ukraine die Demokratie verteidigt würde. Fakt ist, dass die Amis ein erfolgreiches Eurasien verhindern wollen und die Russen zu dem machen wollen, für das sie schon Obama gehalten hat: eine Regionalmacht. Das Ergebnis wird ein kaputtes Europa sein. Wetten! Wacht endlich auf!

          https://www.youtube.com/watch?v=V_dsqDZMU2U

                1. Sie sollten ganz dringend – also noch heute – einen Brief an Orban verfassen und schicken, in dem Sie ihm erklären, dass er Ungarn aus der Nato-Hölle und dem EU-Fegefeuer führen muss.
                  Zur Not sollten er, Sie und die anderen Rechten auch allein vorgehen, wenn die Mehrheit der Ungarn noch bleiben möchte. 😉

        2. Sie sind bekannt dafür den Führern in Ungarn und Russland zu huldigen.
          Dabei ist es Ihnen ganz egal, wenn die ungarischen und russischen Bürger am Ende darunter zu leiden haben, wenn die Machtmenschen in Budapest und Moskau ihre Triebe ausleben.

          Der strikte Kämpfer, der den Ruf Ungarns in die Tiefe reißt, sind doch wohl eher Sie und die anderen Rechten.

      1. Wenn Sie schon Ihren Senf zu meinem Kommentar abgeben, dann bitte auch eine Antwort auf die von mir gestellte Frage. Vielleicht haben Sie die auch einfach überlesen, deshalb hier noch mal:
        Warum wird in Brüssel nicht geheim abgestimmt?
        Bisher scheint es doch eher wie beim Eurovision Song Contest abzulaufen.

  4. Es sind die Details, die zeigen, wie die Politik Orbans mittel- und langfristig Ungarn schadet:
    Die ungarische Regierung habe “…auch eine Ausnahmebewilligung für den teilstaatlichen Rohstoffkonzern Mol, russisches Öl an andere Staaten weiterzuverkaufen.”
    Große Profite hatte MOL gemacht, “indem es dieses in raffinierter Form als Sorte Brent exportierte.”
    “In den am Freitag publizierten Sanktionsbestimmungen wird der Weiterverkauf explizit untersagt.”

    https://www.nzz.ch/international/eu-erdoel-embargo-russland-ungarns-blockade-fuer-den-patriarchen-ld.1687236

    Man muss nur den Wechselkurs des Forint und die ungarische Börse im Blick haben, um zu sehen, welchen Schaden Fidesz anrichtet.

      1. Das sehen die Rating-Agenturen schon mal anders:

        “… die Unvorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik in den Augen der Anleger erhöhen …”

        https://www.portfolio.hu/gazdasag/20220603/iteletet-mondott-a-hitelminosito-a-kormany-kulonadoirol-hozhat-e-leminositest-a-csomag-548743

        Die Probleme der Staatsfinanzen sind zudem hausgemacht. Wer große Wahlgeschenke kauft und die Kasse leert, hat dann in Krisenzeiten eben keine Rücklagen mehr.
        Und wenn der Regierung dann nichts anderes einfällt, als mit Fantasie-Einnahmen zu planen, stimmt etwas nicht:
        “A 2023-as költségvetés érdekessége, hogy 300 milliárd forintos bevétellel számol az állami ingatlanok értékesítéséből, ugyanakkor nem részletezi, hogy ez hogy jön össze.”

        https://www.portfolio.hu/gazdasag/20220604/rendkivul-fontos-szamok-derultek-ki-az-uj-kulonadokrol-548869

      1. Ich zitiere Medien aus der Schweiz und Ungarn, aber da Ihnen der Inhalt scheinbar nicht gefällt, muss natürlich alles vor “Unkenntnis strotzen”.

        Und portfolio.hu ist also neuerdings ein “ÖR im deutschsprachigen Raum”.

        Hauptsache, Sie können sich dann selbst zitieren.

        1. Ihre Argumentationsketten werden nicht besser davon, wenn Sie alles in einen Topf hauen. Die “Unkenntnis” in dem von Ihnen zitierten Artikel hab ich konkret belegt.
          Und wer hat NZZ den ÖR zugeordnet?

          1. Nun – die Töpfe bedienen gerade wohl eher Sie, wenn Sie Ihren Kollegen der ÖR “Unkenntnis” vorwerfen.

            Wobei ich hier portfolio.hu zitiere.

            Ich antworte auch nicht mit einem doch recht plumpen Vorwurf der “Unkenntnis”, sondern nutze wenigstens Argumentationsketten.
            Nur weil Sie diese nicht mögen, werden sie dadurch nicht widerlegt. Dazu gehört eben auch mehr als “nicht besser”.

            1. Sie tun ständig, einzig Sie wären hier jemand, der sich “beliest”. Nur ist es eine Sache, etwas zu lesen, und eine andere, wie man deutet, was man da vorgesetzt bekommt. Dieser Satz ist Murks: “Budapest blockiert und akzeptiert das EU-Erdöl-Embargo nach Zugeständnissen zweimal innert weniger Tage.” Den hab ich für Sie widerlegt, mit einem Querverweis auf einen älteren Artikel. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie mit dieser Aufgabe offenkundig überforderte.

              1. Ein Verweis auf einen Link, ist kein Argument.

                Es ist auch keine Art, anderen “Unkenntnis” zu unterstellen oder ständig die ÖR als unfähig hinzustellen.
                Dies deutet doch eher darauf hin, dass Sie wenig Kenntnis über die Struktur der ÖR und allgemein der Medien in der EU haben.

                Widerlegt hatten Sie mit dem Artikel zudem nichts. Sie geben hier nur das Sprachrohr Orbans. Was man jedoch sehr wohl wahrnehmen kann, ist, dass während der Diskussion über das 6.Sanktionspaket von ungarischer Seite Kyrill zunächst gar nicht thematisiert wurde, dann aber im Nachhinein auf den Tisch gebracht wurde.

                Wenn Sie wirklich denken, dass dieser “Sieg” Orbans für Ungarn gut war, dann sollten Sie sich mal bewußt machen, wie die anderen EU-Staaten und eben die EU-Institutionen den Druck immer stärker aufbauen.
                Während PiS damit pragmatisch umgeht und nach Kompromissen sucht, bleibt Fidesz bei der Konfrontationshaltung.
                Man wird nicht vergessen wie gespalten Orban die EU dastehen ließ. Zum Schaden Ungarns.

                1. Es ist wirklich zwecklos.
                  Ich weise Sie auf einen Zusammenhang hin, den Sie offenkundig nicht erfasst haben (zu Patriarch Kyrill), darauf teilen Sie Schelte aus, weil Ihre Spezies sowieso schlauer ist als alle anderen. Und anschließend bringen Sie wieder den gleichen Müll, weil Sie einfach nicht bereit sind, Gegenargumente aufzuarbeiten (für die habe ich Ihnen einen wirklich kurzen Artikel empfohlen, der Wochen zurück liegt).
                  An der Stelle breche ich ab, behalten Sie gerne – wie immer – das letzte Wort!

                  1. Ist Ihnen eigentlich völlig entgangen, welchen Eindruck die Art und Weise, wie Orban und Fidesz auftreten, bzgl. der Geschlossenheit der Union und des Westens hinterlässt.
                    Damit mag Orban zwar in Ungarn als scheinbar starker Mann punkten und von den gravierenden Problemen ablenken, mit denen Ungarn nun aufgrund der Wahlkampfgeschenke und den unausgegorenen Entscheidung der Orban-Regierung nun zu kämpfen hat.
                    Aber der Schaden, den er für Ungarn dadurch angerichtet hat, ist weit größer als Sie offensichtlich wahrnehmen können. Dabei melden Sie doch selbst, die Entgleißungen der Orban-Kritiker, die eben auch verdeutlichen, welchen Tiefpunkt die Stimmung bei den Partnern Ungarns mittlerweile erreicht hat.
                    Orban isoliert sich und eben auch Ungarn.

    1. Nun ist also Ungarn ganz allein “Osteuropa”. 😉

      Die 26 anderen EU-Staaten gehören also auf Dirk Hohensohns Karte zum bösen Westen.
      Ja – da werden fleißig Karten gemalt, damit man auch immer die richtig hat, die zum eigenen Weltbild passt.

      1. Alex, schmoren Sie in Ihrem eigenen Saft. Wie die ungarische Staatspräsidentin im Siebenburgern gesagt hat: vor 1000 Jahren waren die Ungarn in dem Karpatenbecken in in 1.000 Jahren werden sie immer noch dort/hier bleiben. In diesem Sinne: Frohe Pfingsten.

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24. Juni 2022 15:40 Uhr