Ungarische Minderheit

Kaum drei Prozent in Serbien

Ende 2022 lebten in Serbien noch 185.000 Bürger, die ungarisch als ihre Nationalität angaben.

Das ergibt sich aus den offiziellen Zahlen der Volkszählung vom vergangenen Jahr, die vom Statistikamt Serbiens veröffentlicht wurden. Die Volksgruppe der Ungarn konzentriert sich auf die Vojvodina, die im Norden Serbiens einen Autonomiestatus besitzt. Bei der letzten Volkszählung im Jahre 2011 ordneten sich noch knapp 255.000 Bürger des Landes als Ungarn zu. Die Gesamtbevölkerung beim südlichen Nachbarn nahm in dem Jahrzehnt zwischen den beiden Volkszählungen um eine halbe Million Personen auf unter 6,7 Millionen ab. Das entspricht einem Minus von etwa sieben Prozent; der Bevölkerungsschwund in den Reihen der ungarischen Minderheit vollzog sich demnach vier Mal so schnell. Heute gelten somit weniger als drei Prozent der serbischen Bevölkerung noch als Ungarn.

2 Antworten auf “Kaum drei Prozent in Serbien

  1. Hier sollte zählen, ob es in der Vojvodina ein Gebiet mit ungarischer Mehrheit gibt oder gab, und ob dieses gleich neben Ungarn liegt, also keine Enklave ist – ob also die Diktatgrenze 1920 unfair gezogen wurde. Meines Wissens gibt es ein solches Gebiet. Nimmt dort der ungarische Bevölkerungsanteil ab, und warum wohl?

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  2. Die Minderheit ist nun einmal in der Minderheit.

    Es leben mehr Serben dort.

    Vielleicht sollten die Roma auch eigene Staatsansprüche in den Gebieten fordern, in denen sie die Mehrheit stellen, wenn unser Dirk meint, dies sei ausreichend, um Grenzen neu zu ziehen.
    Irgendwann können vielleicht auch die deutschen Reichsbürger in Gebieten in Ungarn ihren Staat ausrufen, wenn sie weiterhin zahlreich ins Orban-Land flüchten.
    Ob das dann aber den Ungarn gefallen würde? 😀

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23. April 2024 12:40 Uhr