Judit Varga
Justizministerin Judit Varga. Foto: Facebook/ Judit Varga

Meinungs- und Medienvielfalt

Justizministerin Judit Varga: Mehr Vielfalt bei uns, als im Westen

Die linksliberalen Medien blühen in Ungarn und spielen eine maßgebliche Rolle im öffentlichen Leben – diesen Satz schrieb Justizministerin Judit Varga der Menschenrechtskommissarin des Europarates ins Stammbuch.

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5 Antworten auf “Justizministerin Judit Varga: Mehr Vielfalt bei uns, als im Westen

  1. Es wäre interessant – sagen wir einmal – aus 15 ungarische, deutsche, amerikanische und so weiter Zeitschriften über die Regierungen zitieren. Das selbe von 5-6 TV Sendungen.
    Wo wären die Kontroversen dargestellt? Sicherlich nicht in den Deutschen gleichgeschalteten.

  2. “Reporter ohne Grenzen” hat schon kurz nach der Politkatastrophe (2010) von Ferenc Gyurcsány behauptet, es gäbe in Ungarn keine einzige ! unabhängige Tageszeitung mehr und zudem eine schwarze Liste ungeliebter Medien bzw. Journalisten, die die ungarische Regierung führe. Ist natürlich Käse – wie auch das Ranking Soros-naher/abhängiger Organisationen.
    Natürlich gibt es “unabhängige” Blätter wie die Népszava (eher links) oder hvg (eher liberal) und zig andere Printmedien wie vor allem ungarische Magazine (magyar narancs zB). Ob diese gänzlich unabhängig (von westlichem Geld) sind, ist eine andere Frage. Vieles hat sich ins Internet verlagert, wie überall. Daher geraten Printmedien weltweit unter Druck. Ob es in Ungarn wirklich mehr Vielfalt als im Westen gibt, ist schwer zu beurteilen. Wenn man bedenkt, dass es in der BRD lediglich “Tichys Einblick”, welches den Bürgern der BRD so langsam etwas bekannt wurde, so stimmt die Aussage von Varga. Alle anderen bekannten Medien sind in der BRD regierungsnah, bzw. links-illiberal: Andere Meinungen sind böse und folglich zu bekämpfen.

    1. Sogar die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mal Flaggschiff in Politik, Kultur Sprache der konservativ-liberale Bürgerzentrum ist weit nach links gelangt. Die liberale Zeit erst recht. Auch ein Grund, dass die Abos mächtig zurückgegangen sind. Bei Spiegel, Stern, Focus auch.

  3. Schöne neue, verzerrte Welt der Leitmedien. Ich wünsche mir seitens der Presse (weltweit) einmal eine annähernd wissenschaftliche Expertise zu dem Thema Meinungsvielfalt, Pressefreiheit und Finanzierung. Das wäre mal der wirklcihe Durchbruch. Aber wie in so vielen heiklen Feldern aktuell, will “die Presse” nicht wirklich. Ich finde es sehr schade, dass der deutsche Leser derart manipuliert werden kann, indem ihm durch das Bombardement von unbelegbaren Anschuldigungen ein Bild gezeichnet wird, was so überhaupt nicht stimmt. Fakt ist: Die Presselandschaft ist vielfältig (ja: vielfältiger als im Westen), weben weil durch die Digitalisierung jeder schreiben darf, was er will. Da man die Anschuldigung an Ungarn mittlerweile weder im TV Bereich noch im Internet beweisen kann, zielt man jetzt auf das Radio. Frage hierzu an die dt. Journalisten: Nennen sie mir ein kritisches radio in der BRD! Zusatzfrage: Bitte noch einen TV Sender! Nix gefunden? Schade. Aber so ist das nun einmal mit der Realität. Ich bleibe dann bei der sehr ausgewogenen Berichterstattung aus Ungarn. Die zeigt nämlich die fortgesetzte Gewalt der Neubürger in Europas Westen, auch die Proteste in D, FRA, NL, etc.

    1. Alle Radios sind in der BRD kritisch – was das politische Gleichgewicht und ihren Zustand betrifft. Thomas Gottschalk hat sie da aktuell zu den deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten geäußert. Wer in der BRD regierungskritisches oder erfrischendes hören oder sehen möchte, muss ins Internet, zb. zu Boris Reitschuster, oder zu RT (Russia today) oder Servus-TV aus Österreich. Dann gibt es noch Tichys Einblick und ein paar Leute, die sich mühen wie Peter Weber – und eine große Zahl wenig Bekannten, die ins rechte Eck geschoben werden, bevor sie das Licht der breiten Öffentlichkeit erblicken, oder gleich blockiert werden wie Ken Jebsen. Viel ist da nicht. Unsere DDR-Kanzlette machts möglich. Was Ungarn betrifft, gibt es mehr öffentliche Kontroverse, man sollte aber genau hinschauen, was mir dem KLubradio passiert. Die Orbánesen sollten aufpassen, sonst droht Ungemach! Arroganz der Macht hüben und drüben.

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