EU

Internationaler Roma-Tag

Der Internationale Roma-Tag am 8. April machte auf die Diskriminierung der Roma aufmerksam und feierte zugleich ihre Kultur.

„An diesem Tag müssen wir unsere politischen Differenzen beiseitelassen und uns für die Roma in Europa einsetzen“, erklärte Lívia Járóka, Europaabgeordnete des Fidesz, am Freitag. Die Kommission müsse Lösungen für die wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen finden, mit denen die Roma in Europa konfrontiert sind. Sie muss sich für bewährte Verfahren in den Mitgliedstaaten öffnen und die Notwendigkeit nationaler Maßnahmen unterstreichen.

In den vergangenen zwölf Jahren führte Ungarn bereits eine Reihe von Maßnahmen ein, die auf kinderreiche Familien, in Armut lebende Menschen und Roma-Gemeinschaften abzielen, und der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich in den bisherigen Ergebnissen. Seit 2010 verringerte sich die Zahl der Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen sind, um 1,3 Mio., die Erwerbslosenquote sank innerhalb von 12 Jahren von 10% auf 3,8% und die Beschäftigungsquote erhöhte sich von 57% auf 74%.

2 Antworten auf “Internationaler Roma-Tag

  1. Nach meiner persönlichen Erfahrung lehnen die meisten Zigeuner in Ungarn die Bezeichnung “Roma” oder “Sinti” ab.
    Sie wollen Zigeuner genannt werden.
    Zur ungarischen Tradition gehören auch Zigeunermusik und nicht Romamusik, Zigeunerbraten und nicht Sintibraten…
    Die Bezeichnung für einen jungen Zigeuner “Roma csávó” ist ein Ausdruck aus der Sprache der Zigeuner im Alltag ins Ungarische übernommen wurde .

    1. Da kann ich Ihnen nur aus ganzem Herzen beipflichten!
      (Aber das hier war PC-Sprech im Europaparlament.)
      …und “Rom” steht nun mal für “Zigeuner”, “Mann” oder allgemeiner “Mensch”, “Roma” für den oder die Zigeuner.

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8. August 2022 11:00 Uhr