Szilárd Németh, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, beim Besuch an der ungarisch-serbischen Grenze. Foto: MTI/ honvedelem.hu/ Gábor Kálmánfi

Grenzschutz

Im Stahlhelm gegen Migranten

Die ungarischen Grenzer erhalten wegen des erstarkenden Migrationsdrucks neue Schutzausrüstungen.

Das teilte der Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, Szilárd Németh, auf einer Pressekonferenz vor dem Wochenende in Hercegszántó mit. Um gegen die zunehmend aggressiveren Attacken von Migranten am Grenzzaun zu Serbien gewappnet zu sein, müssen die Grenzer u. a. Schutzweste und Stahlhelm (!) tragen. Wie bei Polizeieinsätzen zur Auflösung von Massenansammlungen gehören fortan Reizgas und Gummiknüppel zur „Grundausstattung“ im Grenzeinsatz.

Seit Jahresanfang versuchten annähernd 95.000 Migranten, illegal nach Ungarn zu gelangen – allein am langen Feiertags-Wochenende wehrten die Grenzer rund 1.500 Personen ab. Tatsächlich organisieren sich die Migranten besser als bisher, die in größeren Gruppen die Grenzanlagen und Fahrzeuge der Grenzwache attackieren, aber auch vor Angriffen gegen die Grenzwächter selbst nicht zurückschrecken.

Foto: MTI/ honvedelem.hu/ Gábor Kálmánfi

Der Staatssekretär erinnerte daran, dass Brüssel die Migranten förmlich nach Europa einlade. So habe die schwedische EU-Kommissarin Ylva Johansson gerade wieder gefordert, die EU müsse anerkennen, dass die Migranten „zu uns gehören“.

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