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Screenshot: Internetseite von Hertha BSC

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Ungarischer Trainer gefeuert

Zsolt Petry ist nicht länger Torwarttrainer bei Hertha BSC.
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9 Antworten auf “Ungarischer Trainer gefeuert

  1. An diesem Beispiel sieht man wunderbar, dass Meinungsäußerung, die eine kritische Position gegenüber dem herrschenden und durchgesetzten Mainstream formuliert, nicht toleriert wird. Dass schlimme an der Sache ist, dass solch hochkomplexe Themen wie Migration oder Familie zu einer einer No-go Zone werden. Der “normale” wird sich also in Zukunft dreimal überlegen, ob er was sagt. Wir sind in diesem Sinne auf dem absteigenden Ast hin zu einer Gesellschaft, in der immer mehr Themen riskant werden. Petry ist auch nicht für die “Ehe für Alle”, genau so wie ehemals Merkel und die damals noch halbwegs bürgerlich-konservative CDU. Das berühmte Interview in der Frauenzeitschrift “Brigitte” brachte die 2017 die Wende. Heute wird man dafür gefeuert. DDR ist längst da – und Merkel, die trojanische Stute entässt aus ihrem Bauch die faschistische Antifa. Die Deutschen haben seit Adolf ihre Mentalität null geändert. Pure Rechthaberei, die, wenn Europa Pech hat, zu Millionen Toten führt.

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  2. Einen Werte-Verstoß gegen das Unternehmens- / Vereinsleitbild könnte man nach dt. Recht schon ableiten. Es ist auf der Hertha- Homepage aber nicht von einer (fristlosen) Kündigung die Rede, sondern von einer “Freistellung”. Hertha-CEO Schmidt erwähnt da auch Petrys jahrelange positive Arbeitstätigkeit. Entsprechend hätte man die Angelegenheit durchaus auch mit einer Abmahnung / Geldbuße abhandeln können.

    Möglicherweise ist, um das Ganze schnellstens vom “Öffenlichkeitstisch” zu haben, hinter den Kulissen ein “Deal” vereinbart wurde. Ansonsten hätte ein arbeitsgerichtliches Verfahren wohl recht großes Publikumsinteresse mit entsprechend konträren Diskussionen erhalten.

    Interessant erscheint Schmidts Aussage „… der Tatsache, dass einige Aussagen von Zsolt im Interview ohne Rücksprache vor der Veröffentlichung weggelassen wurden…”

    Petry hat das Interview, eben ohne es zu verifizieren, der “Magyar Nemzet” gegeben, die journalistisch unsauber scheinbar manchesmal Dinge / Aussagen u.a. durch weglassen / verdrehen den eigenen politischen Prämissen angleicht.

    Das Gleiche widerfuhr Anfang des Jahres z.B. auch einer in Ungarn recht prominenten Psychologin, die sich im veröffentlichten “Magyar Nemzet”-Interview vermeintlich homophob äußerte. Dies lies sich aus ihren Äußerungen mit etwas Phantasie zwar herausinterpretieren, tatsächlich aber nimmt sie eine solche abwertende Haltung nicht ein.

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  3. “Dies lies sich aus ihren Äußerungen mit etwas Phantasie zwar herausinterpretieren, tatsächlich aber nimmt sie eine solche abwertende Haltung nicht ein.”
    Ein Parallele, wieder in der “Magyar Nemzet”? Vielleicht. Schlechter Journalismus? Wurden Sätze weggelassen, die ihn entlastet hätten – oder eben zum Rechtradikalen gemacht hätten?

    Hat nun auch Zsolt Petry etwas gesagt, dass eine ausländerfeindliche Haltung bezeugt. Ich denke, nein. Er hat öffentlich seine Meinung zum Ausdruck gebracht, was viele gerne tun würden. Er hat in der Migrationsfrage, der Familienfrage die Entwicklungen kritisch gesehen – mit all ihren Folgen. Ich erwarte von einem Fussballer keine hochwertigen Stellungnahmen. Als Ungar sieht er anders auf die Welt als ein Deutscher. Das Gros der ung. Bevölkerung hat 2015 sehr viel anders erlebt als die Deutschen.
    “Hertha trennt sich von Zsolt Petry.” Hier kommt es wohl weniger auf die rechtliche Frage an, sondern auf eine Trennung und ein Symbol. Den Rest regeln die schon in Berlin.

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  4. Zsolt Petry ist nicht länger Torwarttrainer bei Hertha BSC, er wählt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Viktor Orbán!
    Ist doch alle ganz einfach: Wer gegen die “Ehe für Alle” ist, ist homophob. Wer gegen den UN-Pakt für Migration ist, ist ausländerfeindlich usw. Wer gegen Impfungen ist, ist doof. Wer gegen die Maßnahmen ist, ist Leugner. Es gibt einen deutschen Kanon, der dich in eine böse Ecke stellt. Die einzelnen Behauptungen sind nicht verhandelbar. Wann kapiert Ihr eigentlich, dass Merkels Alternativlosigkeit für alle gilt, die sich in diesem deutschen Universum aufhalten.
    Petry wurde auch abgewatscht stellvertretend für Orbán. Fidesz hat festgestellt: Eine Ehe besteht aus Mann und Frau. Eine Mutter ist eine Frau.

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  5. Mainstream und Fußball in Deutschland. Seit die deutsche Nationalmannschaft nur ” Die Mannschaft” heißt, seit die Spieler ” Der Mannschaft” ” Vielfalt” “Toleranz” und andere politische Aufrufe auf ihren Trikots haben, geht mit den Erfolge ständig Berg ab. Und es ist gut so. Außer Aufschrift Fair Play sollen die Sportvereine keine politische Meinungen vertreten. Die Spieler haben allemal das Recht Meinung zu haben, wie andere Bürger auch.

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  6. Liest man online in DIE WELT und DER SPIEGEL die dortigen sehr gegensätzlichen Lesermeinungen zu den Äußerungen Petrys, dann sagt das viel über das aktuell stark konträre gesellschaftliche Befindenden in DE hinsichtlich “Meinungsfreiheit“, politisch begründete “Berufsverbote” (Radikalenerlass 1972) gab es ja schon einmal in der “alten” BRD, aus.

    “Einigkeit und Recht und (Meinungs-) Freiheit”, aber vielleicht wird ja in Zukunft „Freiheit” durch „richtige Gesinnung“ ersetzt. Dazu dann bitte noch, damit die “PC-Politische Korrektheit” bei persönlichen Ansichten und Meinungsäußerungen gewährleistet ist, als Leitempfehlungen einen „Homophoben-Erlass“, einen „Migrations-Erlass“, einen „Diskriminierungs-Erlass“ und nicht zuletzt natürlich auch einen „Sprach-Erlass“.

    Daneben: erhält etwa Torwart Gulácsi Péter wegen seiner „Regenbogen“ Meinung nun keine Berufung mehr in die ungarische Fußball-Nationalmannschaft?

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  7. Da sieht man wieder, wie intolerant und diktatorisch der Westen ist: linksideologische Blockparteien-Diktatur zur Zerstörung alles Guten. Ich kannte es dort auch nicht anders, als verfolgt und diskriminiert zu werden, weil ich an den Traditionen hänge, die ich komischerweise in der Grundschule noch erleben durfte. In Ungarn kann ich von solcher Unterdrückung nichts bemerken, wie ich sie in den letzten 40 Jahren, und fast jedes Jahr schlimmer, in Deutschland erleben mußte.

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  8. Nun, ich habe gelesen, dass die Japaner in der Olympia verbieten alle Art von politische Äußerungen. Weder Kniefall noch Fauste…..Sport soll verbinden und nicht trennen. In Deuts – sagte Thomas Gottschalk darf man zwar alles sagen, aber MIT KONSEQUENZEN muss man rechen. Jetzt vor einigen Tagen haben es die 50 Schauspieler miterlebt, als sie -nur als Ironie- ihre Meinung über die Merkel-Regime kundgetan haben.

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