NATO-Luftraum
Gripen an der „Ostflanke“
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Die vier Gripen-Jagdflugzeuge und rund 80 Soldaten der Ungarischen Armee (MH) werden bei ihrer Mission von Partnerverbänden aus Spanien und Italien unterstützt, wurde bei der Verabschiedung des Kontingents am Mittwoch in Kecskemét bekannt. General Ferenc Kajári betonte bei der Zeremonie, an der Ostflanke der NATO sei die Präsenz im Luftraum eine strategische Botschaft, dass die Bündnispartner füreinander einstehen und gegenseitig ihre Sicherheit garantieren. „Wir sind nicht einfach passive Nutznießer des gemeinsamen Schutzes, wir gestalten diesen aktiv mit.“
So schützen die ungarischen Gripen-Flugzeuge nicht nur den einheimischen Luftraum, sondern seit mehr als einem Jahrzehnt auch jenen Sloweniens sowie seit 2024 zusätzlich den Luftraum der Slowakei und Kroatiens. Die Piloten der Fliegerstaffel „Dezső Szentgyörgyi” in Kecskemét werden bei ihrer Mission im Baltikum durch Spezialisten aus Veszprém, Szolnok und Pápa unterstützt.
Die meisten der Soldaten haben bereits eine oder zwei Missionen in den drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland absolviert. Als Basisflughafen dient Siauliai in Litauen. Ungarn hat dort bislang drei NATO-Missionen absolviert, von September 2015 bis Januar 2016 in Partnerschaft mit Deutschland, zwischen Mai und August 2019 mit Spanien und Großbritannien bzw. zwischen August und Dezember 2022 mit fünf Partnern, darunter Deutschland und Polen.

