Außenminister Péter Szijjártó (mit seinem österreichischen Kollegen Alexander Schallenberg, r., in Wien): Es gibt kein engeres Band zwischen Ungarn und Österreich, als dass beide Frieden in der Nachbarschaft wollen. Foto: Außenministerium

Ungarn-Österreich

Gleiche Positionen

„Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Österreich in der Frage des Umgangs mit der illegalen Einwanderung die gleiche Position wie Ungarn besitzt“, erklärte Außenminister Péter Szijjártó am Donnerstag in Wien.

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg hob er hervor, dass Ungarn mit der neuen Grenzjäger-Einheit noch effizienter als schon bisher die Außengrenze der EU und damit auch Österreich schützen wird.

Keine Pläne, Gas zu teilen

Zum Ukraine-Krieg merkte Szijjártó an, es sei an der Zeit, alles für einen Friedensschluss zu tun. Die Orbán-Regierung lasse nicht zu, dass die Ungarn den Preis des Krieges zu tragen hätten. Bei der Gewährleistung der Energieversorgung müssten die nationalen Interessen Berücksichtigung finden. Die hohe Abhängigkeit vom russischen Gas habe Ungarn dazu veranlasst klarzumachen, dass es über ein Gasembargo erst gar nicht verhandeln will – in diesem Sinne dulde man keinerlei Sanktionen gegen Gasprom.

Auf die Frage, ob Ungarn bereit wäre, das gespeicherte Gas mit anderen EU-Staaten zu teilen, konnte der Außenminister keine konkreten Planungen benennen. Die Priorität laute jedoch, die Energieversorgung des eigenen Landes sicherzustellen. Dazu werde man über die langfristigen Verträge mit Gasprom und Shell hinaus weitere rund 700 Mio. Kubikmeter Gas einkaufen.

Schallenberg für EU-Erweiterung

Schallenberg bekräftigte seine tags zuvor beim C5-Treffen in Budapest geäußerte Position: „Wir müssen klar sehen, dass die Energieabhängigkeit von Russland gesenkt werden muss. Das geht aber nicht von einem Tag auf den anderen.“ In der Sache der EU-Integration des Westbalkans schreiben die C5 einen Brief an die EU-Kommission. Der Österreicher bezeichnete die EU-Erweiterung als das beste geopolitische Instrument in der Hand der EU.

19 Antworten auf “Gleiche Positionen

  1. Da die Österreicher so richtige Feiglinge und Egoisten sind, sagen sie das einfach nur. Wo waren sie, als die depperte vd Leyen das Ölembargo bekannt gab, wo war Ö, als es in der letzten Zeit um das Abstellen des Migrationsmagneten ging. Sie lassen wie die Tschechen und Slowaken die Ungarn vortanzen und bekommen keine Drohungen, werden verschont von der primitiv-linken Schickeria im EU-Parlament und der korrupten Kommission. Widerlich, diese Ösis!

      1. Ein schönes Bild … aber es passt vor allem zu den AKW-Befürwortern.
        Geisterfahrer – wohin mit dem Atommüll, können sie auch nach einem halben Jahrhundert nicht sagen.
        mit 500km/h – das entspricht der Gefahr, die von AKWs ausgehen, denn wenn es knallt, dann hat man gleich einen desaströsen Totalschaden.

        1. In Sachen Atomkraft sind D und A nun mal für fast alle europäischen Staaten die Geisterfahrer. Sie haben den Artikel angehängt. Dann müssen Sie ja gerade große Angst vor den Atommeilern in Belgien und Frankreich haben. Da bin ich ganz bei Ihnen.

          1. Der russische Atommeiler in Tschernobyl ging ohne äußere Einwirkungen hoch – das sollte zu denken geben.

            Und eine Regierung, die ständig betont, dass sie für die Familien arbeiten würde, sollte zuerst einmal eine Antwort auf diese Frage finden:
            Wohin mit den Brennstäben und dem anderen Atommüll?
            Oder sollen die Kinder sehen, wie sie mit dem Zeug in Zukunft umgehen?
            Ganz nach dem Motto: Nach mir die Sintflut.

    1. Eine unlogisch erscheinende Formulierung. Bei uns liest sich der gleiche Sachverhalt so:

      “Es gibt kein engeres Band zwischen Ungarn und Österreich, als dass beide Frieden in der Nachbarschaft wollen.”

      1. So ist es. Der Satz könnte auch meinen: Die Verbundenheit zwischen Labancen und Kurucen ist schwächer als der gemeinsame Wunsch nach Frieden.

        Hauptsache, die Nachfahren der Nazis machen den Ungarn keine Vorhaltungen!
        Ich empfehle das Buch von Raymond Unger: Die Wiedergutmacher

        1. Migrationsgründe gibt es schon lange.

          Ein Unternehmer wird sich dann auch fragen, wie es mit der Motivation zu arbeiten bei einem jungen Mann aussieht, der Tausende Km läuft, um eine Arbeitsstelle zu erhalten.
          Und andererseits bekommt er von der Agentur nur noch unwillige Hotel-Mama-Bewohner vermittelt.

          Wer die Grafiken zur demographischen Entwicklung zu lesen vermag, der ist im Vorteil.

          1. Damit Sie sich aus ihrem primitiven Denken entfesseln können, empfehle ich einen Vortrag des Rechtsphilosophen aus Hamburg Prof. Rheinhard Merkel, der zuletzt auch den offenen Brief an Scholz in Sachen Ukraine verfasst hat. Sie müssten sich aber einmal eine Stunde Zeit nehmen.

            Probleme des deutschen Maßstabes
            https://www.youtube.com/watch?v=H2OY48OLzKw&t=264s

            Migrationspakt soll Migration fördern
            https://www.youtube.com/watch?v=Xdx0-i6pZ9c&t=75s

            1. Ich höre mir da doch lieber Vorträge von Professoren vom Fach an, wenn es um demographische Entwicklungen und deren gesellschaftlichen Auswirkungen (inkl. Wirtschaft) geht.

              “Primitives Denken”? 🙂
              Und das von jemandem, der immer nur youtube-Videos verlinkt.

                1. Dorothea Siems tut gerade so, als sei Italien ein Bananenstaat, der kurz vor der Staatspleite steht.
                  Beim Median-Durchschnitt sind die Italiener reicher als die Deutschen.

                  Sie blendet auch völlig aus, dass Inflation eine Entschuldung des Staates bewirkt und die Steuereinnahmen steigert – von jedem Euro Preissteigerung geht fast die Hälfte in staatliche Kassen.

                  Und zuletzt noch:
                  Gerade die deutsche Exportwirtschaft freut sich über den Euro. 😉

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8. August 2022 11:00 Uhr