Nach strategischen Verhandlungen blieb noch Zeit für ein Selfie. Foto: Außenministerium

Energiepartnerschaft

Gegenseitig absichern

Ungarn und Serbien vertiefen ihre Energiepartnerschaft.

Die Nachbarn „garantieren sich unter allen Umständen eine sichere und berechenbare Energieversorgung“. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete Außenminister Péter Szijjártó am Freitag mit Energieminister Sinisa Mali (r.) in Belgrad.

Überall auf der Welt herrsche eine unglaubliche Verunsicherung, die durch Krieg und Sanktionen ausgelöst wird, meinte der ungarische Chefdiplomat. Niemand hätte vor wenigen Jahren noch geglaubt, bei Verhandlungen über den Energiebezug gehe es nicht in erster Linie um den Preis, sondern um die Bereitstellung in ausreichenden Mengen.

Konkret wird Serbien 500 Mio. Kubikmeter Erdgas über Ungarn beziehen und in ungarischen Gasspeichern für die anstehende Heizsaison bevorraten. Unabhängig davon bezieht Ungarn in diesem Jahr mehr als 1,7 Mrd. Kubikmeter Erdgas via Serbien. Außerdem schließt sich Ungarn einer serbisch-slowenischen Initiative zur Einrichtung einer regionalen Strombörse an. Dazu werden die Strommärkte über eine weitere Hochspannungsleitung zwischen Sándorfalva (bei Szeged) und Subotica (Szabadka) miteinander verbunden. Diese steigert die Transportkapazitäten bis 2028 um die Hälfte auf 1,5 GW. Bei der Nutzung erneuerbarer Energien wollen die beiden Länder kooperieren. Außerdem plant Serbien für die Modernisierung seines Kraftwerksparks die Verwendung ungarischer Technologien.

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30. Juni 2022 10:07 Uhr