EU-Kommission

Gegen Interessen der Landwirte

Der Ausschuss für internationalen Handel (INTA) im Europaparlament hat sich auf seiner Sitzung am Montag zur Überprüfung des Handelsabkommens zwischen der EU und der Ukraine beraten.

Die EU-Kommission habe hinter dem Rücken der Mitgliedstaaten und Landwirte neue Agrarquoten mit Kiew vereinbart. Diese Entscheidung läuft den Interessen der europäischen Landwirte und Verbraucher zuwider. „Die ungarische Regierung hat deutlich gemacht, dass sie an der Seite der Landwirte steht“, erklärte die Europaabgeordnete des Fidesz, Enikő Győri.

Die Quotenerhöhungen werden sich besonders negativ auf die Anrainerstaaten auswirken. Die Einfuhr von ukrainischem Zucker werde sich gegenüber den derzeitigen Quoten verfünffachen. Auch für Geflügel, Eier und Weizen sind erhebliche Steigerungen vorgesehen. Für diese Erzeugnisse galten bisher automatische Maßnahmen zum Schutz des EU-Marktes. „Brüssel begünstigt die Interessen Kiews auf Kosten der mittel- und osteuropäischen Landwirte, was inakzeptabel ist. Brüssel interessiert sich auch nicht für die Gesundheit der europäischen Verbraucher. Nicht hinnehmbar ist, dass der Ukraine ein sofortiger und umfassender Zugang zum EU-Binnenmarkt gewährt werden soll, während sie sich lediglich verpflichtet, bis 2028 die EU-Standards in den Bereichen Produktion, Tier- und Pflanzengesundheit einzuhalten“, zählte Győri Fehlentscheidungen auf.

2 Antworten auf “Gegen Interessen der Landwirte

  1. Den Hinweis auf die Gesundheit halte ich für besonders wichtig. Was wird da seitens der EU sonst für ein Trara gemacht! Da muss man sich schon fragen, warum alles keine Rolle mehr spielt, sobald es um das Nichtmitglied Ukraine geht.
    Aus Serbien – ebenfalls EU-Anwärter – darf ich nach wie vor nicht mal Blühpflanzen oder Ziersträucher für meinen Garten nach Ungarn einführen.

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16. März 2026 9:37 Uhr