EU-Türkei
Für Erneuerung der Zollunion
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Die Sicherheit der EU befindet sich auch weiterhin in der Hand der Türkei, erklärte Außenminister Péter Szijjártó (l.) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu am Dienstag. Szijjártó forderte die EU auf, unverzüglich an die Türkei jene 6 Mrd. Euro auszuzahlen, zu denen sie sich 2016 im Rahmen des Migrationsabkommens verpflichtete. Die Türkei hält ca. 4 Mio. Migranten auf ihrem Territorium zurück, die sich ansonsten auf den Weg nach Europa machen würden. Zudem sei die Migration mittlerweile infolge von Corona nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Gesundheitsrisiko.
Ungarn unterstützt die Erneuerung und Ausweitung der Zollunion zwischen der EU und der Türkei. Dies liege im Interesse Ungarns, sagte Szijjártó nach Verhandlungen mit Industrie- und Technologieminister Mustafa Varank. Die Türkei sei außerdem ein wichtiger Partner hinsichtlich der Energieversorgungssicherheit. Ungarn könne durch die Türkei den Gaseinkauf diversifizieren. In Ungarn werde bereits die 15 km lange Pipeline zur serbischen Grenze errichtet, ab Oktober 2021 bestünde somit die Möglichkeit, über die Türkei Gas vom Kaspischen Meer zu kaufen. Hinsichtlich der Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen erwähnte Szijjártó die Eröffnung einer Niederlassung der türkischen VakifBank in Kürze in Ungarn, die Erhöhung der wöchentlichen Flüge von Turkish Airlines Cargo von drei auf vier zwischen Budapest und Istanbul sowie die Eröffnung ihres Osteuropazentrums in Budapest.
