Ungarn-Slowakei
Freund und Feind
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Der slowakische Ministerpräsident Igor Matovic hat sich am Freitag öffentlich bei Ungarn für die Hilfe bedankt, die man bei der Vermittlung des russischen Impfstoffs Sputnik V bot. Das Lob richtete sich unmittelbar an Außenminister Péter Szijjártó, der die Kontakte nach Moskau für die Slowaken herstellte. Matovic nutzte dieses Beispiel, um Szijjártó als Freund der Slowakei darzustellen. Das ist in der slowakischen Politik alles andere als selbstverständlich.
Der Fidesz-Politiker war neuerlich ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, als er sich in dem Grenzstädtchen Komárno (Révkomárom) für die doppelte Staatsbürgerschaft stark machte. „Leider sieht es momentan so aus, dass diese Möglichkeit in der Slowakei nicht sichergestellt werden kann. Wir hoffen aber, einst auch auf diese Frage eine Antwort zu finden“, sagte Szijjártó nach Gesprächen mit Politikern der ungarischen Minderheit im Nachbarland noch am Mittwoch. Bei dieser Gelegenheit vergaß der Außenminister nicht zu erwähnen, Ungarn habe Kliniken in Oberungarn gut zwei Dutzend Beatmungsgeräte geschenkt.
