Fox News
Viktor Orbán (r.) zusammen mit dem bekannten Fox-News-Moderator Tucker Carlson: “Wir müssen unser eigenes Volk vor allen Gefahren schützen. Ungarn hat jedes Recht zu dieser Entscheidung.” Foto: Viktor Orbán / Facebook

Orbán-Interview in Fox News

“Wir müssen uns schützen”

Am Freitagmorgen gab Premier Orbán dem bekannten Fox News-Moderator Tucker Carlson bei seinem Aufenthalt in Ungarn ein Interview.

In dem Fox News-Interview ging es um die Flüchtlingskrise, das Aufeinanderprallen politischer Ideologien und eine beleidigende Bemerkung von US-Präsident Joe Biden.

Orbán: “Wir Ungarn lehnen die Vermischung unserer Gesellschaft ab”

„Wenn jemand ohne Genehmigung des ungarischen Staates die Landesgrenze überschreitet, müssen wir uns schützen. Wir müssen unser eigenes Volk vor allen Gefahren schützen. Ungarn hat jedes Recht zu dieser Entscheidung. Es gibt kein grundlegendes Menschenrecht, das garantiert, dass jeder ins Land einreisen kann. Während der Flüchtlingskrise 2015 entschieden mehrere europäische Länder, ein neues Kapitel in ihrer Geschichte aufzuschlagen, eine neue Gesellschaft zu schaffen. Doch unklar ist, was die Folge davon sein wird. Meiner Auffassung nach ist das überaus gefährlich, doch jede Nation hat das Recht, das Risiko einzugehen. Wir Ungarn lehnen die Vermischung unserer Gesellschaft ab”, erklärte Orbán. Wegen dieser Entscheidung werde Ungarn seither attackiert und er selbst „als schwarzes Schaf der EU” bezeichnet.

Nach Ansicht von Orbán haben die Liberalen ein Problem mit dem Erfolg der mitteleuropäischen Staaten. „Wir sind dabei, eine wirtschaftlich, politisch, kulturell und sogar demografisch erfolgreiche Gesellschaft aufzubauen. Westliche Liberale können nicht akzeptieren, dass es eine nationalkonservative Alternative gibt, die im Alltag erfolgreicher ist als die liberale Sichtweise. Das ist der Grund, warum wir kritisiert werden”, fuhr er fort.

“Internationale Linke wird alles für einen Regierungswechsel tun”

Als Reaktion darauf, dass US-Präsident Joe Biden ihn in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC News als „totalitären Schurken” bezeichnet hatte, sagte Orbán: Dies sei eine persönliche Beleidigung für die Ungarn. Dennoch wolle Ungarn die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Ungarn, die – abgesehen von der Politik – grundsätzlich sehr gut seien, nicht zerstören.

Zur Unterstützung der Oppositionskoalition bei den ungarischen Parlamentswahlen im Frühjahr durch die amerikanische Linke sagte der Ministerpräsident, er hätte sich vor Jahren nicht vorstellen können, dass die ungarischen linksliberalen Kräfte und eine rechtsgerichtete Partei eine Koalition bilden und bei den Wahlen gemeinsam antreten würden. Er selbst sei überrascht, dass die internationale Gemeinschaft dies so einfach akzeptiert habe, ebenso überraschend sei die Haltung der USA.

Auf die Frage, ob er sich keine Sorgen über eine mögliche internationale Einmischung in die ungarischen Wahlen mache, antwortete der Premierminister: „Natürlich wird die internationale Linke alles tun, um einen Regierungswechsel in Ungarn herbeizuführen, aber wir sind uns dessen bewusst und darauf vorbereitet.”

Fox News: “Abwehr von illegalen Einwanderern funktioniert“

Carlson, der in den letzten Tagen wegen seines Besuchs in Ungarn von der liberalen Presse angegriffen wurde, nahm an der Veranstaltung „Wir geben Talenten eine Stimme” des Mathias Corvinus Collegiums (MCC) teil. Er hielt am 7. August in Esztergom einen Vortrag und drehte mit seinem Team einen Dokumentarfilm über Ungarn. Carlson berichtete die gesamte Woche in Fox News über Ungarn.

Im Rahmen seines Ungarn-Aufenthalts besuchte er auch die südliche Landesgrenze. Er sei überrascht gewesen, dass an der ungarischen Grenze keine Mauer, sondern ein einfacher Drahtzaun errichtet worden sei. Es gab keine Müllhalden, kein menschliches Leid. Alles, was sein Stab gesehen habe, war, dass man nicht illegal nach Ungarn kommen kann.

Er kommentierte zudem die Festnahme von zwei Migranten aus Syrien, die von den ungarischen Behörden höflich behandelt und von den Grenzern zurück nach Serbien gebracht wurden. „Dies ist ein Land, in dem es Gesetze gibt und die Abwehr von illegalen Einwanderern funktioniert“, betonte Carlson.

Hier können Sie das gesamte Interview ansehen.

19 Antworten auf ““Wir müssen uns schützen”

  1. Fox ist der leitende konservative Sender der USA. Die Carlson Shows werden 5-6 Millionen angeschaut. Darüber hinaus rund um die Erde.
    Deshalb haben die Linke Zeitungen überall Schlappatmung. Orban nicht aus Hörensagen, aus 2. Hand, aus linker Hand zu ” erleben” sondern direkt.

    1. Wo ist das außenpolitische Geschick, wenn man heute noch auf Trump setzt und Biden provoziert? 😉

      Immerhin erkennt Orbán auch selbst, seine Stellung in der EU:
      “Er werde … als schwarzes Schaf der EU behandelt.”
      (Welt.de; “Victor Orbán: Befürchte Wahleinmischung von internationalen Linken”)

      Auch interessant und auch amüsant:
      tagesschau.de; “Wie Fox-News Orbán huldigt”

      Jeder sollte sich fragen, ob es für ein Land in Europa von Vorteil ist, gute Kontakte zu China aufzubauen zu wollen, während die Regierung gegen den amtierenden US-Präsidenten stichelt und sich der Regierungschef des Landes mit seinen “Kämpfen” zum “schwarzen Schaf” der EU gemacht hat.

      Trump ist nun Privatmann.
      Netanjahu ist wieder Privatmann.
      😉

        1. Trump hatte den Termin gesetzt und mit dem Abzug begonnen.

          Biden hat also nur die Trump-Politik übernommen und zu Ende gebracht.

          Die Mehrheit in den USA wollte das Ende des Einsatzes und bekommt es nun auch.
          In 2 Wochen ist es aus den Medien und vergessen.

  2. “Internationale Linke wird alles für einen Regierungswechsel tun”
    Damit wieder die dran kommen, die schon mal 8 Jahre lang Zeit hatten, alles kaputt zu machen: “Wir haben es verfickt” – “wir haben morgens, mittags und abends gelogen” (Gyurcsány 2006)
    Leider sind die Fakten im Westen vollkommen unbekannt, weil es da überall linke Propaganda gibt – und einen Sauhaufen in Brüssel.

  3. Die schrecklichen Linken, zu denen natürlich alle links von Fidesz gehören, haben Ungarn kaputt gemacht!
    Nun hat Fidesz das Land wieder repariert, aber schon stehen die Linken wieder mit dem Hammer da.
    Schrecklich.
    Die Rechten, die ebenfalls Orbán ersetzen wollen, sind auch nur Linke.
    All die schrecklichen Dinge, wie z.B. die Werksgründung von Mercedes Kecskemet 2008, werden sich unter dem linken Bündnis der Rechten, Grünen etc. wiederholen.
    Nur Fidesz vermag die Ungarn vor diesem Schrecken bewahren.
    Im Kampf Fidesz gegen die vereinigten Linken der demokratischen Welt kann es nur einen Sieger geben!
    Schließlich hat Fidesz einen mächtigen Verbündeten: Die kommunistische Partei Chinas. 😉 🙂
    (Etwas Ironie muss sein.)

        1. 2008 hatte Merkel noch fast alle Taschen im Schrank. Doch:
          Die linke Regierung in Budapest war damals nicht nur böse, sondern hat alle betrogen. Ein Wunder, dass nach der Lügenrede von Gyurcsány in 2006 die deutschen Autobauer noch kommen wollten.

          1. Ich erinnere mich, dass Herr Schröder noch Gyurcsany im Wahlkampf geholfen hat.
            Etwas anderes. Gyurcsany wurde von seiner Russischlehrerin Fleto Fleto nowitsch Jameljan
            genannt wurde. Jameljan war Bauernaufstand Anführer in dem 18.Jh. Er hat von sich behauptet, er wäre der gestorbene 3. Peter Zar. Seine Frau hat Peter umgebracht) Also hatte Fleto schon in der Schule Großewahn? Deshalb der Spitzname?

    1. Es läuft dann eben wie in Israel mit Netanjahu.

      Das hat Fidesz und Orbán zutieft erschreckt.
      Seither läuft erbitterter Wahlkampf – viele Monate vor der Wahl.
      Fragt sich nur, wie der sich denn noch steigern soll.

  4. Hier ist das Interview gekürzt. Es war auch Orbáns Einschätzung drin, aus dem Westen könne eine Auswanderung nach Osten, also wahrscheinlich nach Ungarn, erfolgen. Die gibt es bereits. Je mehr sich die Lage im Westen zuspitzt, um so mehr kann allerdings daraus werden. Vorausgesetzt, daß künftig Flüchtlinge aus dem Westen auch bei Corona-Einreisesperre noch nach Ungarn dürfen.

    1. Es gibt wirklich mehr Zu- als Abwanderung nach Ungarn.
      Es fragt sich eben nur, ob ein alter deutscher Rentner mit kleiner Rente, eher von Vorteil ist, als ein junger motivierter Afghane.
      Den alten Deutschen kann man nur noch bedienen.
      Der Afghane hingegen kann bedienen – und zwar noch viele Jahre lang.

        1. Woher , Frau Westermann , kommt eigentlich dieser Hass gegen Deutschland ? Wer in Deutschland wenig in die Rentenkasse einzahlt , bekommt auch weniger Rente ! Wenn sie in Ungarn ihr Arbeitsleben lang als Krankenschwester gearbeitet haben dann können sie im Alter nicht von ihrer Rente auskömmlich davon leben ! In Deutschland schon ! Meine meine Nachbarin in Ungarn geht deshalb mit 65 Jahren noch in Deutschland als Küchenhelferin arbeiten ! Ich habe seit 1996 einen Zweitwohnsitz in Umgarn . Was ich in Ungarn , vor allem an den Dorfrändern wo bestimmte Volksgruppen leben , gesehen habe hat mich entsetzt und in 25 Jahren hat sich nicht viel daran geändert .

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