Ministerpräsident Viktor Orbán mit Außenminister Péter Szijjártó (l.) und Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky (r.) auf dem Gipfeltreffen in Madrid. Foto: MTI/ Zoltán Fischer

NATO-Gipfel

Flüchtlinge sind nicht illegal  

Die NATO hat die auch von Ungarn mitgetragene neue strategische Konzeption verbabschiedet.

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15 Antworten auf “Flüchtlinge sind nicht illegal  

  1. Totaler Gasausfall in Deutschland.. Sagt Energieagentur, Regierung, Presse.
    Was wäre mit Energie Sanktionen streichen? Wurde die Bevölkerung gefragt, dass sie frieren, hungern, Arbritplatz verlieren, sterben wollen.
    Für einen Krieg, mit dem wir nichts zu tun haben.

    1. Seit Sie hier Kommentare über die wirtschaftliche, soziale und existenzielle Not der Deutschen verfassen, warte ich stündlich darauf, dass sich Deutschland über Nacht zu einem Verschnitt aus der Stadt Kalkutta und den Ländern Nigeria und Venezuela verwandelt. Ich lege auch schon stündlich aus Solidarität wenige Forint zurück, um bei der Katastrophe, die in Deutschland demnächst zu erwarten ist, dieses Volk zu unterstützen, obwohl sie es eigentlich nicht verdient haben. Da bin ich ganz Ihrer Meinung!

      In dem Zusammenhang habe ich erstens eine große Bitte an Sie, mir rechtzeitig mitzuteilen, wann es notwendig ist, mit meiner finanziellen Hilfe aus Ungarn aktiv zu werden und zweitens habe ich noch die folgende Verständnisfrage an Sie: Wie können Sie weiterhin mit reinem Gewissen Geld von der EU fordern, wenn der Hauptzahler in der EU bereits jetzt um sein Überleben kämpft? Es wäre doch wohl in Anbetracht der Situation ehrenvoller, wenn Sie den Deutschen schon jetzt etwas spenden würden.

        1. Morgen steht etwas anderes drin. Das gehört zum Geschäft, denn die wollen ja etwas verkaufen (bei ständig sinkenden Printauflagen und Rückgängen im Anzeigengeschäft) und da eignen sich Sensationen wunderbar. Denken Sie nur an Corona, was die alles geschrieben haben. Wenn Sie das alles für bare Münze genommen hätten, hätten Sie nur den Selbstmord als Lösung betrachtet. Es wurde ein Massensterben der schlimmsten Art angekündigt, aber das Resultat kennen wir alle. Heute wird von wirklichen Experten und nicht von denen in den Medien zur Schau gestellten und der Pharmaindustrie, die Grippe als die weitaus schlimmere Alternative betrachtet. Das ist das Mediengeschäft im Westen. Ohne eigene kritische Betrachtung, würde man sich sonst wie ein aufgescheuchtes Huhn verhalten. Also cool bleiben und den Apparat auf dem Hals einschalten.

    2. Meiner Meinung nach hat Orban recht, der Krieg kann nur mit einer Verhandlungslösung beendet werden. Aber leider existieren in dem Zusammenhang zwei große Problemfelder:

      1. Zeitpunkt

      Solange sich auch nur eine Seite für die Zukunft bessere Chancen bei einer Verhandlung ausrechnet, wir man nicht weiterkommen. Deshalb denke ich, dass beide Seiten erst total erschöpft von diesem Krieg sein müssen, bevor überhaupt etwas passiert. Man kennt solche Situationen gut aus dem arabischen Raum.

      2. Russische Gebietsgewinne

      Beide Seiten werden ihre Maximalforderungen als Vorbedingung stellen und dieses Problem lässt sich nicht einfach lösen. Weil der Westen wie die Ukraine auf die Unantastbarkeit bestehender Grenzen besteht. Denn lässt man es hier zu, dass Grenzen mit einem Krieg verändert werden, dann gibt es in Europa kein Halten mehr.

      1. Arabien hat genug Krieger. Der Kämpfe für Recourcen fangen mit Bürgerkrieg an, Bevölkerung wächst schneller, als BIP. Dann geht über die Grenze, so lange, bis genug Krieger gestorben sind oder Recourcen ergattert haben. Europa hat spatestens seit dem 1 WK nicht genug junge Männer zu opfern. Damit such ihre Zukunft zu opfern. Was wird aus Ukraine werden ohne Volk? Uber 50 Million einst in soweit Zeit, jetzt etwas mehr als 30?
        Grenzen. Sehe Jugoslawien, Tscheslowakien. Slawische Länder. Wie Russland und Ukraine.

        1. Was aus der Ukraine wird, weiß ich nicht. Ich bin Gott sei Dank kein Hellseher. Aber zu dem Thema, dass Sie zu Beginn ansprechen (Bevölkerungswachstum in Arabien) gibt es einen hervorragenden Experten. Das Gunnar Heinsohn. Er ist Professor im Ruhestand und wohnt in Danzig. Googeln Sie mal den Namen und den Begriff “Kriegsindex”. Sie werden überrascht sein, welche Dinge da an den Tag kommen.

          1. Genau den meinte ich. Er srbritete sogar fur die NATO. Oft habe ich ihn gelesen
            Glauben Sie dass die Verteidigungsministerin Drutschlands es weiß? Die Amis in diesem Fall schon. Sie lassen andere Jungs aus Europa sterben.

            1. Ob die das wissen? Keine Ahnung. Aber ich erinnere mich noch an die Zeit als ich ein aufstrebender Berufstätiger war, der frisch von der Hochschule kam. Da nahm mich mein Chef, ein älterer Kollege, mal zur Seite. Ich hatte mich bei einer Besprechung aufgeregt, dass gestandene Führungskräfte, so wenig Wissen hatten. Er sagte mir und das ist mir haften geblieben, je weiter du nach oben kommst, umso weniger Wissen darfst du dort erwarten. Nicht Leistung und Wissen, sondern katzbuckeln, intrigieren, mitlaufen und anpassen zählt.

              1. Sie haben Recht.
                Sogar Merkel sagte öffentlich, sie hatte in der Schule in dem Geschichtsunterricht, nur die Geschichte der kommunistischen Arbeiterbewegung gelernt. Und sie hatte 45 Jahre nicht gereicht ihr etwas dazulernen.

            2. Übrigens lassen die Russen auch Syrer, Tschetschenen, die Wagner Gruppe und einfache, wenig gebildete junge Menschen aus dem asiatischen Raum für sich kämpfen. Da nehmen sich beide nicht viel. Die Amis sind bisher höchstens erfolgreicher als die Russen gewesen, sonst hätte der Westen heute nicht diese Bedeutung in der Welt. Die Russen haben sich aber nicht freiwillig in die zweite Linie gestellt. Und das ist auch Putin heutiges Problem, nämlich, dass er nicht vorne an erster Stelle steht. Es ist halt immer so eine Sache mit dem Stolz.

    3. 3. Gesichtswahrung

      Wie machen die beiden Präsidenten ihren jeweiligen Völkern klar, dass die vielen Toten und die großen Zerstörungen notwendig waren. Hier hat es Putin als Diktator sicher einfacher. Dem ukrainischen Präsidenten und seiner Regierung kann es den Kopf kosten.

      4. Transparenz

      Solange dem Westen nicht klar ist, was Putin überhaupt erreichen will, wird der Westen sehr misstrauisch sein und immer eine Finte vermuten. Da Putins Reputation aber die eines Lügners im Westen ist, weiß ich nicht, wie er hier Vertrauen schaffen kann. 2014 war das anders, da hat man Putin nicht als “Imperator” wahrgenommen.

      5. Aufrüstung

      Die Aufrüstung auf beiden Seiten ist bereits zum Selbstläufer geworden. Da stehen auf beiden Seiten (auch in China) mächtige Interessen dahinter, die man nicht einfach zurückfahren kann. So ist beispielsweise der 1. Weltkrieg im Wesentlichen entstanden. Eine Maßnahme verursachte eine andere Maßnahme des Gegners. Man ist praktisch dort hineingerutscht (aktueller wissenschaftlicher Stand).

      6. Emotionale Situation

      Auf beiden Seiten herrscht heute blanker Hass. Es wird schwierig, in so einer Atmosphäre vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

      7. Interessen

      Die Interessen auf beiden Seiten und innerhalb der jeweiligen Seite sind nicht deckungsgleich. Das war übrigens die wesentliche Aussage von Kissinger an die Ukraine. D. H. zum Beispiel, das jedes Land andere Interessen hat, die sich nicht unbedingt mit der Ukraine und Russland decken.

      Es gibt sicher noch viel mehr Knackpunkte, aber die drängen sich mir auf den ersten Blick auf. Ich befürchte, es wird lange so weitergehen und in einem Stellungskrieg enden, bevor sich 2023 die kriegerischen Auseinandersetzungen nach Asien verlagern werden. Die guten Zeiten sind für uns alle vorbei.

      1. Ich habe vor 32 Jahre etwa eine Lange Abhandlung von einem Ungarischen Philosoph gelesen. Es ging um Demokratie in Europa. Kurz: in den Orthodoxen Ländern wird es wohl schwer oder kaum gehen. Auf dem Gebiet Karl der Große schon. Wie viel Problemen und Putsch hatte sogar Griechenland?

        1. Das muss jedes Land für sich beantworten. Niemand, auch nicht die EU, kann letztlich einem Land vorschreiben wie es leben will.

          Ich würde aber aus Ungarn reißaus nehmen, wenn Ungarn sich zur Diktatur entwickeln würde. Dafür habe ich mich als alter Man schon zu sehr an die Freiheit gewöhnt, ja sie sogar lieben gelernt. Auch dann, wenn ich beispielsweise lesen muss, dass an der Humboldt Universität eine Biologin von einem Vortrag ausgeladen wurde, weil sie darüber vortragen wollte, dass es nur 2 biologische Geschlechter gibt. Man bekommt halt das Eine nicht ohne das Andere.

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8. August 2022 11:00 Uhr