Israel
Feste Partner: Außenminister von Israel und Ungarn, Eli Cohen und Péter Szijjártó. Foto: MTI/ Attila Kovács

Ungarn-Israel

An der Seite des jüdischen Staates

"Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und Israel sind stärker als je zuvor", erklärte Außenminister Péter Szijjártó aus Anlass der Budapest-Visite seines israelischen Amtskollegen Eli Kohen.

Mittlerweile würde beide Länder auch Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Energiebereich erörtern. Dies erfordere jedoch infrastrukturelle Entwicklungen, damit Erdgas aus Israel nach Mitteleuropa gelangen kann, erklärte der ungarische Außenminister am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem israelischen Amtskollegen in Budapest.

Kritik an Israel-Feindlichkeit in Westeuropa

Szijjártó betonte, dass Ungarn immer das Recht des jüdischen Staates unterstützt hat, sich zu verteidigen und seine Sicherheit zu gewährleisten. „Wir verurteilen alle Terrordrohungen und Terroranschläge, denen Israel in der jüngsten Vergangenheit ausgesetzt war, und die Praxis internationaler politischer Organisationen, Erklärungen zur Verurteilung Israels auf der Grundlage einer einseitigen, voreingenommenen und unfairen Haltung abzugeben.”

Die israelfeindliche politische Haltung sei in vielen Fällen auch in der westlichen Hälfte Europas zu finden. „Deshalb musste Ungarn in der jüngsten Vergangenheit mehrfach gegen gemeinsame europäische Standpunkte, die eindeutig einseitig, unfair, unausgewogen und ungerecht gegenüber Israel waren, ein Veto einlegen“, betonte Szijjártó.

Er verurteilte den Terrorismus und bezeichnete es als inakzeptabel, dass palästinensische Organisationen, die mit terroristischen Organisationen in Verbindung stehen, finanzielle Unterstützung von der EU erhalten können. „Ungarn wird in dem von der Palästinensischen Autonomiebehörde gegen Israel angestrengten internationalen Gerichtsverfahren auf der Seite Israels intervenieren”, versprach Szijjártó. Ungarn lehne alle Formen des Antisemitismus ab und ist „stolz darauf, dass hier die größte jüdische Gemeinde Mitteleuropas lebt.“

Kohen: Dank für Nulltoleranz der ungarischen Regierung gegenüber Antisemitismus

Kohen wies darauf hin, dass in vielen Bereichen wie Innovation, Sicherheit, Handel oder Kultur wichtige Partnerschaften aufgebaut worden seien. Er bedankte sich für die Unterstützung Ungarns auf internationalen Foren und der ungarischen Regierung für ihre Nulltoleranz gegenüber Antisemitismus.

Der israelische Außenminister brachte auch seine Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zum Ausdruck. Kohen verwies darauf, dass iranische Waffen von der russischen Armee im Krieg eingesetzt werden und dass der Iran weltweit der größte Finanzier des Terrorismus und damit eine Bedrohung für alle sei.

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