Fotos: MTI/ Zoltán Balogh

Századvég-MCC

Europa benötigt Wende

Europa benötigt eine friedensfördernde Wende. Dies betonte Justizminister Bence Tuzson am Dienstag auf der Konferenz „Europa im Schatten des Krieges – Die Ergebnisse des Europaprojekts 2024“ im Budapester Burggarten-Basar.

Bei einem Rundtischgespräch auf der Konferenz von Századvég und des Matthias Corvinus Collegiums (MCC) sagte er, dass das wichtigste Thema bei den EP-Wahlen im Juni die Frage des Krieges sei. Es komme nicht darauf an, ob rechte oder linke Parteien die Wahlen in den Mitgliedsstaaten gewinnen, sondern ob sie für den Frieden seien. Solange die derzeitige ungarische Regierung in Ungarn an der Macht ist, werde Ungarn in dieser Frage nicht nachgeben, keine Soldaten entsenden und keine Waffen für einen Krieg in einem Nachbarland liefern.

„Ich bin überzeugt, dass es eine souveräne Wende in Europa geben wird. In Korridordiskussionen wird sehr deutlich, dass die meisten europäischen Regierungsmitglieder das Gleiche fühlen, auch wenn sie es aufgrund der offiziellen Position ihres Landes oft nicht offen sagen“. Tuzson wies darauf hin, dass die europäische Politik, unabhängig von der Parteizugehörigkeit, sehr weit vom Willen der Menschen und der wirtschaftlichen Realität entfernt sei. Wenn sich dies nicht ändert, dann hat Europa keine Zukunft.

Ungarns eigener Weg

Der Fidesz-EP-Abgeordnete Tamás Deutsch verwies darauf, dass Ungarns nationale und verfassungsmäßige Souveränität ständig angegriffen werde. „Wir haben unseren eigenen Weg. Ungarn beweist, dass auch ein mittelgroßes europäisches Land eine Situation schaffen kann, in der es sich nicht stärkeren Ländern unterordnet und ideologischen Bestrebungen unterwirft, die vom modischen Zeitgeist getrieben werden.“ Deutsch zufolge sei es notwendig, dass bei den EP-Wahlen in allen Mitgliedsstaaten die souveränistischen Kräfte gewinnen.

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