Foto: MTI/ Zoltán Kocsis

Montenegro

EU-Beitritt wäre von Nutzen

Im Gegensatz zur Ukraine wäre der EU-Beitritt Montenegros von großem Nutzen, sowohl in wirtschaftlicher als auch in sicherheitspolitischer Hinsicht.

Dies erklärte Außenminister Péter Szijjártó (r.) am Dienstag nach Verhandlungen mit dem stellvertretenden montenegrinischen Ministerpräsidenten Nik Gjelosha. Die Erweiterung um den Westbalkan würde die Situation der derzeitigen schwerwiegenden und wirtschaftlichen Herausforderungen erheblich verbessern.

Alle, die die Erweiterung der EU in diese Richtung behindern, handeln gegen die europäischen Interessen. Die EU misst mit einer ungeheuerlichen Doppelmoral. Sie will die Ukraine auf einem besonders schnellen Weg in die EU bringen, obwohl ihr Beitritt sehr ernsten Schaden und Herausforderungen verursachen würde. Montenegro bewirbt sich seit 17 Jahren um die Mitgliedschaft und ist seit 15 Jahren Beitrittskandidat, d. h., dass ein „bedeutender Teil Westeuropas“ die Länder des westlichen Balkans „täuscht“, wenn man davon spricht, die Erweiterung zu unterstützen.

Szijjártó bezeichnete die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen angesichts der ungarischen Exportrekorde als Erfolgsgeschichte. Eine wichtige Rolle in Montenegro spielen die OTP Bank sowie das Telekommunikationsunternehmen 4iG. Bei den jetzigen Gesprächen stimmten sich Szijjártó und Gjelosha über drei neue Wirtschaftsvereinbarungen ab, so über den Investitionsschutz, Infrastrukturentwicklungen sowie Digitalisierung.

 

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