Haushaltskommissar Johannes Hahn sprach das erwartete Verdikt. Foto: EC/ Audiovisual Service

EU-Gelder

Es geht ans Eingemachte

Die EU-Kommission schlägt vor, Ungarn zwei Drittel der Fördermittel aus den Kohäsionsfonds, insgesamt rund 7,5 Mrd. Euro, zu entziehen. Diese wenig überraschende Sanktionierung gab Johannes Hahn am Sonntagvormittag bekannt.

Der Haushaltskommissar sprach von einer einstimmigen Entscheidung in Verbindung mit dem Rechtsstaatsmechanismus. Die Kommission lasse sich von dem Anliegen leiten, die Finanzinteressen der EU zu verteidigen. Hahn wiederholte die bekannten Hauptkritiken am ungarischen Justizwesen und am System der öffentlichen Auftragsvergabe, insbesondere die Korruptionsrisiken. Gleichzeitig verwies er darauf, die Kommission wisse die jüngsten Reformbemühungen der Orbán-Regierung zu schätzen.

Diese erhält nun 1-3 Monate Zeit, um die verschiedenen Empfehlungen der EU-Kommission umzusetzen. Bis zum 19. November haben die Staats- und Regierungschefs der EU zu entscheiden, ob sie der Vorlage der Kommission zustimmen. Der Geldentzug würde im ungünstigsten Fall ein Drittel sämtlicher EU-Gelder des Finanzrahmens 2021-27 berühren.

Die Orbán-Regierung hatte sich seit Monaten auf diese Entwicklung vorbereitet. Laut Justizministerin Judit Varga befand man sich den Sommer über in intensiven Verhandlungen, um alle Bedenken Brüssels auszuräumen. Ab diesem Montag wird das Parlament in Budapest mehrere Dutzend Gesetzesänderungen vornehmen, um den Kritiken und Wünschen der EU-Kommission zu entsprechen.

Für den Sonntagnachmittag ist eine Pressekonferenz des für die EU-Gelder zuständigen Ministers Tibor Navracsics angesetzt, der auf die konkreten Ansagen Johannes Hahns und deren Konsequenzen eingehen wird.

56 Antworten auf “Es geht ans Eingemachte

  1. … bis über dem Flottenstützpunkt Sewastopol statt der russischen die US-amerikanische Fahne weht bzw. die NATO-Fahne, was auf das gleiche hinausläuft.
    Diese verdammten US-Imperialisten und ihre dämlichen europäischen Vasallen!!!
    Wenn die Europäer diese ganze Mischpoke von US-Lobbyisten – Leyen, Hahn, Baerbock, Habeck und wie sie alle heißen – nicht endlich abservieren, dann wird unser Kontinent wieder übel enden.
    Nichts aus der Geschichte gelernt …
    Das wichtigste ist jetzt erst mal, dass es diesen Gaunern nicht gelingt, Ungarn platt zu machen!
    Solidarität mit Ungarn!
    I stand with Hungary!

  2. Dies ist die milde Variante, worüber die Orban Regierung froh sein kann, denn die EU-Kommission droht nur mit einer Kürzung von 1/5 der EU-Mittel und räumt der Orban Regierung noch Zeit ein, einige der bemängelten Punkte zu beheben.
    Dabei müssen noch nicht einmal alle wesentliche Mängel behoben werden.
    Wie leicht es die EU-Kommission Orban macht, ist doch auch an der Ankündigung zu entnehmen, die Preisdiktate fortführen zu wollen. Da rechnet jemand schon fest mit dem Geld der anderen EU-Staaten.
    Allein die Milliarden aus dem EU-Corona-Fond werden die ungarischen Staatskassen wieder so füllen, dass die Ungarn weiterhin für 1,20€ tanken können. Für diese EU-Mittel stehen die EU-Staaten gerade, in denen die Bürger 2,10€ bezahlen müssen.

    Gestern noch gegen die EU gewettert, wird nun gekuscht.
    Mal sehen, was von Orban und Fidesz zu hören sein wird, wenn die EU-Gelder geflossen sind.

  3. Ja, USA Vasallen. Aus den 1 und 2 Weltkriege sind die USA finanziell gestärkt herausgekommdn mit minimum Einsatz. In dem Bürgerkrieg sind mehr Amerikaner gestorben, als allen anderen zusammen, die sie direkt und indirekt geführt haben. Mit dem Ukraine Krieg, den sie seit Jahren aktív und inaktív führen, werden sie ihr Machverlust nur unvesentlich beeinflussen, um einige wenige Jahre.
    Moralisch sind sie unter durch.

    1. Tja. Wer damals auf den kleinen Österreicher mit Bärtchen gesetzt hatte, gehört eben zu den Verlierern.

      Es wundert mich sowieso immer wieder, weshalb die Rechten immer auf solche machtbesessenen Typen hereinfallen, statt sich über die Freiheiten zu freuen, die ihnen eine Demokratie bietet.
      Aber wahrscheinlich überfordert es die Rechten, wenn ganz nach der Grundregel der “Macht auf Zeit” ständig die Regierungen wechseln. Da wissen sie einfach irgendwann nicht mehr, auf wen sie hören sollen.

      Die Rechten bevorzugen es, wenn ihnen eine Führung erklärt was sie zu tun und denken haben, während sie sich die Taschen füllen.

      Der Rechte träumt von der guten alten Zeit, als noch der Adel herrschte und das Volk aus Leibeigenen bestand. Damals wußte man noch, wem man gehörte. 🙂

      1. Sie sagen dies mit dem gleichen Recht, mit dem es die Sowjetunion gesagt hat.
        Der Westen bringt nur noch Diktatur. Sein (Ihr) Demokratieverständnis hat sich der Sowjetunion angeglichen. Und Sie betrieben auch die Herrschaft eines neuen Adels, des Geldadels. Nur die Multis, voran Soros, herrschen im Westen, aber nicht das Volk. Selbst die Regierungen sid nur Marionetten.

  4. Für das Prädikat “demokratisch” gibt es in achso fortschrittlichen Staaten wie der BRD drei Pfeiler, die niemals fehlen dürfen (auch wenn das vor 15 Jahren noch anders war)
    1) divers (mindestens 10 Geschlechter)
    2) mulikulti (a besten nicht weiß)
    3)kämpferisch gegen Rechts

    Ungarn wird sich also vergeblich um den Titel Demokratie bemühen, weil politisch inkorrekt, weil national-konservativ-christlich

    Wenn die schwerste Wirtschaftskrise über Europa fegt, wird sich das ändern.

    1. Also ein “Prädikat” ist das Adjektiv “demokratisch” schon mal nicht.

      Und zur Demokratie gehört nun einmal der Minderheitenschutz und die Gleichheit.

      Zu einer Demokratie gehören nun einmal bestimmte Merkmale, wie Gewaltenteilung und freie, unabhängige Medien.
      Was eine Demokratie auch auszeichnet, ist die Macht auf Zeit, also der Wechsel der Regierungsmacht. Korruption macht sich dort breit, wo eine Gruppe sehr lange regiert und die Vorstellung entwickelt, der Staat gehöre dieser Gruppe von Menschen.

      1. “demokratisch” … so lange Sie, Herr Hatzig, hier täglich ihre ungarn-kritischen Beiträge schreiben dürfen, scheint mit Ungarn das meiste in Ordnung zu sein.
        Sie bekommen allerdings nie Unterstützung von anderen Lesern, sondern sind der einsame Rufer weit und breit.
        Anscheinend ist die Unzufriedenheit punktuell begrenzt.
        Stattdessen macht sich Polen für Ungarn stark und wie wir wissen sind skandinavische Staaten auch am Umschwenken.
        Es tut sich viel in Euroland. Wir müssen abwarten.

        1. Und genau deshalb muss man ständig um die Demokratie ringen und kämpfen – genau deshalb gibt es die regelmäßigen Berichte zur Rechtsstaatlichkeit in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten – genau deshalb hat man den Rechtsstaatsmechanismus installiert – genau deshalb läuft ein Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn.

      2. Sie meinen sicher freie unabhängige Medien wie den Spiegel, der sich von Bill Gates bezahlen lässt. Nur ein Beispiel. Oder den rbb, der selber ein Selbsbedienungsladen für Eliten ist und mit politischer Agitation andere zerstören möchte, wie die BZ.
        Auch Ihre woke Gleichheitsdemokratie kennen wir. Nein Danke. Die Folgen des kolossalen Unvermögens erleben Sie bald im Wiinter.

        1. Nun, in der EU gibt es mehr Propaganda in der Medien, incl Stastsfernsehrn, als in Deutschland.
          Was die Welt heute geschrieben hat: seit 2 Jahren gibt es in Ungarn kein Parlament. Und die Gehirngewaschene glauben es.
          Sie nehmen such hin, was der 1. VERFASSUNGSRICHTER SAGTE. SINNGEMÄSS:
          Die Freiheit der Bürger stellt die Legitimation der Regierung in Frage. Super Richter! Also die Verfassungsrichter schutzen die Regierung und nicht die Verfassung. Deutschland hatte es schon! Übung hatte es schon. Okay. Aber dann Schnauze halten.

              1. Und wozu braucht es dann die Notstandsverordnungen, wenn sie doch gar keinen Unterschied machen sollen?
                Sie reden von Unsinn, verstehen aber offensichtlich nicht den Sinn und die Funktion von Notstandsverordnungen.
                Dabei führt die Orban-Regierung dieses doch permanent vor.

                    1. Das hat aber nichts mit dem Notstand zu tun. Der erlaubt nun mal schnelles Handeln in brenzligen Situationen, eine Verfahrensweise, die man in D ja gar nicht mehr kennt. Lesen Sie mal den hervorragenden Aufsatz von Bence Bauer zu dem Thema: Das entschlossene, rapide und energische Auftreten der ungarischen Regierungspolitik mutet wie ein Donnerschlag an, das vielleicht noch in der Zeit von Franz-Josef Strauß vorstellbar gewesen ist, heute aber keinesfalls. Ebenso wundern sich ungarische Beobachter über die langsamen, schwierigen und zermürbenden Verhandlungsrunden der deutschen Politik – Vermittlungsausschuss, Koalitionsausschuss, Koalitionsverhandlungen, Sondierungsgespräche, Antragsberatung, Antragskommission…” https://www.budapester.hu/meinung/seien-sie-mutig-und-neugierig/

                    2. Sie selbst, Herr Ackermann, haben doch die Meldung über den Beschluss geschrieben, bei dem die Orban-Regierung über Nacht einen Beschluss gefasst hatte und dieser im Parlament ohne Debatte mal eben abgewunken wurde.

              2. Na na, Herr Ackermann, das sollten Sie aber besser wissen ! Bei 2/3 Mehrheit und Nottstand, braucht Herr Orban das Parlament nicht. Auch wenns auf dem Papier anders steht. Es wurden ja auch deswegen sehr viel ad hoc Gesetze über Nacht durchgewunken. Es fehlt die politische Diskussion. Innerhalb von Fidesz gibts die ja sowieso nicht.

                1. Lieber Herr Rieger, Sie werden sich genauso immer wieder aufs Neue darüber wundern dürfen, sobald die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung deckungsgleiche Positionen vertreten. “Auch wenns auf dem Papier anders steht.” 🙂
                  “Der Notstand, der das Parlament einschränkt…” war die Grundaussage von Herrn Hatzig, die nicht so stehengelassen werden kann, denn diese ist faktisch falsch.

                  1. Nein – die ist faktisch richtig.
                    Denn die Debatte im Parlament ist etwas grundsätzliches in einer Demokratie und unverzichtbarer Teil der Arbeit des Parlaments.
                    Immer wieder erlässt die Orban-Regierung Gesetze, bei denen die Betroffenen zuvor nicht gehört wurden und eine Debatte im Parlament nicht stattfand.
                    Das Parlament spielt in Ungarn mittlerweile keine Rolle mehr.

      3. So etwas, wie allgemeine GLEICHHEIT GIBT RS NICHT! Gleichheit vor GERICHT!
        Ein Taubstumm kann nicht Opernsänger werden. Auch nicht eine dumme Pute, dazu gendere und Roma/Schwarz/Gelb kein Nobelpreis in Physik anstreben.
        Wenn es Gleichheit unter den Menschen wäre, könnten Sie Papst werden. Ein Katholischer Priester auch kein Imam. Ein Kleinwüchsiger auch kein Hochspringer.

        1. Rechtsstaat:
          Rechtsprechung, Gesetzgebung und ausführende Gewalt sind voneinander getrennt und kontrollieren sich gegenseitig.
          Es gelten Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit.
          Die Staatsgewalten sind an das Recht gebunden.

          Hier geht es eben gerade nicht um physische Unterschiede von Menschen.

  5. Na so ganz stimmt das ja nicht, ich stimme Herrn Hatzig schon in vielem zu, weil er damit einfach recht hat. Was ist denn die Alternative zur Demokratie ? Wollen Sie das denn wirklich. Und Frau Koch, es ist hier eben nicht so rosig, wie Sie das sehen. Für die oberen 10000 und die Schergen um Orban, da sieht das schon rosig aus. Aber die EU hätte halt gerne transparent gewusst wo das Geld hinfliesst. Und wenn von öffentliche Gelder 75 % an ein un die selbe Person vergeben werden, stimmt da was nicht. Warum unterstützen Sie denn hier alle diese offensichtlichen Diebstahl ? Oder denken Sie der Gasinstallateur aus Felcsút hat ohne das zutun von Orban seinen Umsatz ver 6000 facht ?

    1. Herr Rieger, ich sehe es nicht “rosig” sondern habe gelesen, dass die Wahlen in Ungarn überprüft und für korrekt befunden wurden, was bei vdL und bei den letzten Wahlen in Berlin leider nicht bestätigt werden kann.
      Ich muss da gar nicht groß graben und es tut mir weh, wenn ich sehe wie offensichtlich die Unstimmigkeiten in der EU sind, ohne dass jemand für korrekte Abläufe sorgt.
      Ich sage das wirklich mit Bedauern.
      Angesichts der Kriegssituation leiden alle EU-Staaten unter Verwerfungen. Man muss sich gar nicht auf Ungarn einschießen.
      Der wichtigsten Antrieb ist für mich ganz klar der Wille zum Frieden und zum Dialog.
      Es muss alles getan werden um den Krieg zu beenden, schon um der Menschen willen, die persönlich beteiligt sind – also wegen der Familien die ihre Söhne und Väter verlieren und wegen der alten Menschen, die aus ihrer Umgebung vertrieben werden.
      Das sind persönliche Katastrophen.
      Konflikte dürfen nicht mit Gewalt gelöst werden. Das ist unserer Zivilisation unwürdig.

      1. Wenn der Staat der größte Werbekunde Ungarns ist und die Regierung in den ungarischen Medien 10mal soviel Sendezeit eingeräumt bekommt, wie die Opposition, dann stimmt etwas nicht.

        Lesen Sie, Frau Koch, doch mal den Bericht der EU-Kommission zur Rechtsstaatlichkeit in Ungarn, dann wird Ihnen auch klar, worum es geht.
        Sie können diesen dann auch mit den Berichten zu den anderen EU-Mitgliedsstaaten vergleichen.

    2. “Für die oberen 10000 und die Schergen um Orban, da sieht das schon rosig aus. ”
      Schergen sind Gewalttäter. Die hatten wir 2006 nach Gyurcsánys Wahlbetrug auf der Straße, um die Demos gegen die Regierung in Schach zu halten.
      Schauen sie in die EU-Insitutionen, ein einziger korrupter Laden. v.d.Leyens Mann in der Pharmaindustrie sorgt für Aufträge. Nur ein Beispiel. Erwiesen ist längst, diese modernen genetischen Impfstoffe halten nicht, was sie versprochen haben – freundlich ausgedrückt.
      Italien ist nicht korrupt, Deutschland …. ? Keine Vetternwirtschaft in Bayern, NRW…?

      1. Wenn einer bei rot über die Ampel fährt ist das strafbar. Da hilft der Hinweis nicht, auch andere fahren bei rot über die Ampel. Die definition von Scherge ist nicht die des Gewalttäters. Man könnte stattdessen auch Halunken, Dieb, Strolche oder sonst was verwenden. Mich erstaunt immer wie weit die Loyalitat dann doch immer geht, so dass keiner von den Orban anhangern auch nur in einem Wort diese Korruption erwähnt. Die wird einfach runtergeschluckt und akzeptiert. Auch wenn man Orbans Politik gutheisst, heisst das doch nicht , dass man das tolerieren muss. Auch andere korruote Politiker sollten vor den Kadi, egal woher sie kommen.

        1. Natürlich gibt es unter Orbán Korruption. Ich kenne Ungarn wie den deutschsprachigen Raum. Teilweise wurden die Methoden der Korruption importiert. Ich kenne noch die Strabag.
          Unter den Leuten von Gyurcsány wäre alles wesentlich schlimmer. Die können nicht mal ne Hundehütte bauen. Die brechen schon anhand technischer und organisatorischer Herausforderungen zusammen, bevor sie das erste Geld geklaut haben. Die M4 (grüne Linie) war auch voll korruptiv. Die 2002-2010 Katastrophe wurde von der EU vertuscht. Also immer schön auf dem Teppich bleiben, Herr Rieger.

          1. Jetzt kommen Sie schon wieder “die ander klauen doch auch” dann dürfen wir das auch. So lange das bei Orban als Kavaliersdelikt durchgewunken wird, ändert sich auch nichts. Der Rest ist hypotetisch. Und auch wenn Ungarn schon immer korrupt war, so offensichtlich und unverblümt hats noch keine Regierung gemacht, wie gesagt die Orban Anhänger lassens ja auch durchgehen. Als immer aufm Teppich bleiben 😉

              1. Ja ja ja.
                Die ganze EU hat sich gegen Fidesz verschworen. Nichts anderes bewegt die Politiker der EU als die Frage:
                Wer regiert in Ungarn?

                Würde Ungarn nicht Milliarden von anderen EU-Staaten einstreichen und Orban nicht immer wieder EU-Entscheidungen mit seinem Veto blockieren, wäre die Orban-Regierung gar nicht in den Medien der anderen EU-Staaten.

                Wer souverän sein will, der muss sich nur finanziell von anderen abnabeln.

                Nur möchten Orban und Fidesz eben nicht auf mehr als 45 Mrd.€ (18 Billionen Forint) aus Brüssel verzichten.
                Zumal sie sich ja nicht sagen lassen wollen, wie sie dieses Geld einsetzen. 😉

          2. Wenn jemand über Straftaten weiß und nicht meldet, Straftäter. Ich habe noch nicht gehört, dass Herr Orban zu gemeinsamem Dinner die Verfassungsrichter eingeladen hätte. Auch nicht, dass der ungarischer Verteidungsminister seine Emails gelöscht vor Überprüfung hätte, wie Leyen. Und so weiter

  6. Ich stimme mit Ihnen da zu 100 % überein. Krieg darf niemals sein. Aber zum Verhandeln müssen immer mindestens zwei am Tisch sitzen. Und im Moment hat ja keine Seite Interess daran. Aber das ist ein anderes Thema. Mir gehts da, ebenso wie der EU, schon darum wo die Gelder bleiben. Und als Unternehmer kann ich einiges über Korruption in Ungarn erzahlen. Bei der Vegabe von Fördergeldern fliesst da schon der grösste Teil in die Fidesz Fanilie.

    1. Herr Rieger, haben Sie dafür auch Quellen, dass Gelder bei der Orban-Familie landen ?
      Man muss leider beschämt feststellen, dass andere EU-Länder auch nicht alles richtig machen, um es mal nett auszudrücken.
      Übrigens war Putin laut Selenskyj schon im März zu einem Dialog bereit.
      Inzwischen hat die Situation sich erhärtet, das stimmt.
      https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_91819354/krieg-in-der-ukraine-selenskyj-putin-ist-zum-dialog-bereit.html

    2. Ja, ich möchte nochmal auf die “Fördergelder” eingehen.

      Werden die Wirtschaftsprojekte dann auch umgesetzt ?
      Ich frage frei raus, weil ich es wirklich nicht weiß.

      MEINE persönliche Situation ist so, dass der Schornsteinfeger bei mir in Ungarn nach dem rechten geschaut hat und so wenig dafür verlangte, dass ich ihm vor Schreck das Doppelte gab. Sonst hätte ich das Gefühl gehabt, es ist unter seiner Würde für so wenig Geld so gute Arbeit zu leisten. Da spielt das Wirtschaftsgefälle auch eine Rolle und das Gefühl für Werte.
      Sollten also die EU-Projekte verabredungsgemäß ausgeführt werden dann würde ich vieles akzeptieren.

  7. Ja quellen gibts da schon genug. Die öffentlichen ausschreibungen Gnop (Das war für Unternehemen um Inmobilien, Maschinen uä. zu finanzieren) landetetn bei der letzten Vergabe zu über 75 % bei Unternehmen die zur Mészáros Gruppe gehören. Wenn ein Unternehmen seinen Umsatz versechstausendfacht ist das auch gelinde gesagt unglaublich (Auch wenn der Besitzer nach eigenen Angaben schlauer ist als Bill Gates). Die EU – Gelder an seinen Schwiegersohn Tiborcz lassen sich auch ganz leicht belegen. Es gibt da genug Beweise, aber keinen intressierts. Und natürlich die privaten Erfahrungen hier mit den Politikern vor Ort (Weisser Briefumschlag)

    1. Weil ich erst ein paar Wochen mitlese ist mir sowas nicht bekannt.

      Wenn diese Gelder dann in reale Geschäftskonzepte umgesetzt werden kann man den Abläufen noch eine korrekte und sinnvolle Note zuschreiben.

      Ansonsten schade: für eine Nicht-Leistung darf es kein Geld geben.

      1. Ohne in die Einzelheiten einzugehen: Die bürgerliche Regierung hatte vor, das Anteil der ausländischen Unternehmen einzudämmen. Die Ausschreibungen – wenn das Wettbewerb es zugelassen hatte – also 2 gleichwertige Ausschreibung eingereicht wurde, wurde die Firma in ungarischer Hand oder mehrheitlich in ungarischer Hand zugesprochen bekommen. Ganz einfach deshalb, weil so wurden nicht GEWINNE in großem Maß nach Ausland transferiert und damit die Verluste im Ausland ausgeglichen. Gerade das hatte auch Deutschland nach dem Krieg gemacht. Damals übrigens wurde Deutschlands Industrie VOR AUSLÄNDISCHEN Konkurrenzen MASSIV GESTÜZT: Nach der “Wende” wurden die ex Ostblock Länder von den Westlichen Firmen ausgeplündert, zerstückelt, die besten Stücke behalten und das Rest vernichtet.
        Es ging und geht nicht um Meszaros persönlich. Es geht darum, dass möglichst WENIG Gewinne nach Ausland geht. Vor 2 Jahren wurde viel mehr Geld durch Banken und Firmen aus Ungarn aus als die EU-Topf erhalten.

      2. Es gibt auch ganz offensichtliche Beispiele, die nun in der ungarischen Landschaft herumstehen und dort verrotten:
        An einem Waldrand wurde z.B. mit EU-Fördergeldern ein Aussichtsturm gebaut, der nun ungenutzt herumsteht. Einerseits ist er kaum zu finden, andererseits bietet er sowieso nur einen Ausblick auf ein paar Felder. Zudem steht in der Stadtmitte ein weiterer EU-geförderter Aussichtsturm.

        Da ist es dann wie mit dem Schornsteinfeger: Die Türme kosteten weit weniger als z.B. in D.
        Abgerechnet wurden aber wohl Preise wie in D.

        Ein großer ausländischer Konzern schließt einen Vertrag mit einer ungarischen Baufirma: Eine ganze Siedlung für Expats und ihre Familien. Ein Mietvertrag über mehrere Jahre mit Mieten wie in einer deutschen Großstadt in bester Lage. In D wären die Reihenhäuser jedoch unterkellert.
        Wie kam dieser Vertrag zustande?
        Involviert waren …

      1. Das ist ja nun nicht überraschend.
        Der Rechtsstaatsmechanismus wurde schließlich nötig, da sich Fidesz und PiS gegenseitig Deckung gegeben und die bisherigen Instrumente der EU ausgehebelt hatten.
        Das neue Instrument kann Polen nun nicht mehr durch ein Veto stoppen.

      1. Sonneborn stimmt bei Abstimmungen mit klaren Mehrheiten abwechselnd mit Ja und Nein ab – ganz unabhängig vom Inhalt.
        Ihm geht es so, wie den Fidesz-Abgeordneten:
        Als fraktionsloser Abgeordneter kann er nicht viel mehr machen, als solche Reden zu schwingen.

        Er setzt sich sehr für den nicht anerkannten Staat Arzach ein – von dem Sie, Herr Müller, wahrscheinlich noch gar nichts gehört haben und daher den Zusammenhang mit der Rede nicht erkennen können.

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