Ungarn-Österreich
Eintrittsgeld bei Schattendorf
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Während der Schattendorfer Bürgermeister Thomas Hoffmann gemeinsam mit der Bürgermeisterin von Ágfalva, Zsuzsanna Pék, am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Schattendorfer Gemeindeamt seine endgültigen Pläne für den Grenzübergang vorstellte, trafen auf der ungarischen Seite der Grenze mehr als 30 Demonstranten ein.
Um den Pendlerverkehr aus Ungarn einzuschränken, wurden am Grenzübergang versenkbare Poller errichtet. Wer 160 Euro zahlt und ein „erhebliches Interesse“ nachweisen kann, darf ab dem 3. Juli wieder den vorübergehend geschlossenen Grenzübergang passieren. Die Genehmigung ist zwei Jahre lang gültig, wovon etwa 140 Euro in Form von Gutscheinen für den Einkauf in lokalen Geschäften von Schattendorf eingelöst werden können. Ungarische Demonstranten halten dies jedoch für ungerecht zwischen zwei Ländern des Schengen-Raums innerhalb der EU, zu deren Grundprinzipien die Mobilität von Personen und Arbeitnehmern gehört. Die Österreicher sind der Meinung, dass die ungarischen Pendler viele Unfälle verursachen und die Anwohner stören.

Wenn nicht alle Grenzübergänge nach Österreich so kontrolliert werden, brauchen die ungarischen Pendler doch zur Umgehung nur einen anderen Grenzübergang zu nehmen, notfalls einen kleineren.