Ministerpräsidenten beim EU-Gipfel: Der Schwede Ulf Kristersson (l.) stellte eigene Bedingungen für den Budapest-Besuch, zu dem ihn Viktor Orbán eingeladen hat. Foto: MTI/ Zoltán Fischer

Schwedens NATO-Beitritt

Eine Hängepartie

Ein Besuch des schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson in Budapest bleibt weiter ungewiss.

In den schwedischen Medien war nach der kurzen Begegnung zwischen den Ministerpräsidenten Viktor Orbán und Ulf Kristersson am Rande des EU-Sondergipfels zu vernehmen, der Schwede würde der Einladung nach Budapest erst stattgeben, wenn das hiesige Parlament den NATO-Beitritt des skandinavischen Landes ratifiziert hat. Außenminister Péter Szijjártó meinte seinerseits, der schwedische Ministerpräsident würde „ein respektvolles und korrektes Verhalten“ bekunden, wenn er Ungarn noch vor der Abstimmung im Parlament besuchte. „Es gibt mehrere Gründe, warum ich meine, dass dies korrekt wäre. Ein Grund lautet zum Beispiel, dass der Herr Ministerpräsident auch die Türkei noch vor deren Ratifizierung persönlich aufsuchte.“

Die Orbán-Regierung hat das Parlament wiederholt gebeten, die Schweden nicht länger warten zu lassen. Viele Fidesz-Abgeordnete fühlen sich aber persönlich beleidigt durch nicht abreißen wollende Kritiken schwedischer Parteien, die Ungarn als antidemokratisch hinstellen. Diese Leute erwarten einen Besuch von Ulf Kristersson in Budapest als eine Minimalbedingung für ihre Einwilligung.

4 Antworten auf “Eine Hängepartie

  1. Es sind ja nicht die Schweden, die auf den Natobeitritt warten, sondern die von global agierenden Oligarchen kontrollierten USA.
    Die Schweden sind dabei nur Erfüllungsgehilfen bzw. nützliche Trottel, genau so wie DE.

    Schließlich geht es ja wohl darum, Russland zu unterwerfen, zu zerstückeln und sich seiner Bodenschätze zu bemächtigen. Diese Bodenschätze sind mit riesigem Abstand die umfangreichsten der Welt.

    Wer Russlands Bodenschätze kontrolliert, wird das zukünftige Machtzentrum der Erde bilden, weshalb wird man nicht aufhören wird, zu versuchen, diese Bodenschätze zu bekommen.

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