Argentiniens Präsident Javier Milei sieht die Glaubwürdigkeit der EU-Führung gegen null streben. Foto: MTI/ Noémi Bruzák

Milei in Budapest:

Ein „Rockstar“, der den Amoklauf der Linken beendete

„Europa muss sich nicht neu erfinden, es muss zurückfinden zu seinen Wurzeln“, erklärte Javier Milei auf der CPAC Hungary am Samstag in Budapest.

Der argentinische Präsident forderte Europa dazu auf, das Vertrauen in die eigene Geschichte zurückzugewinnen und sein schlechtes Gewissen abzuschütteln. Ungarn könnte in diesem Prozess eine zentrale Rolle einnehmen, erst recht mit seinem „tonangebenden und mutigen“ Ministerpräsidenten Viktor Orbán.

Besser eine größere Torte backen

„Ungarn und Argentinien verbindet die Freiheitsliebe“, meinte Milei, der den politischen Entscheidungsträgern dazu riet, Moral vor wirtschaftliche Effizienz und politischen Nutzen zu setzen. Die Sowjetunion, Kuba und Argentinien seien mahnende Beispiele, deren arrogante Politik den Eigennutzen zur obersten Priorität erklärte und auf diesem Altar die Freiheit opferte. Die EU-Führung in Brüssel verteidige all ihre Fehlentscheidungen ebenfalls ausnahmslos mit der Floskel, von einem edlen Ziel geleitet zu sein. „Diese Leute konzentrieren sich lediglich darauf, wie sie die Stückchen der Torte aufteilen, statt sich darauf zu konzentrieren, wie man eine noch größere Torte backen könnte.“ Die illegale Migration mehre die Anzahl jener, die an der Torte teilhaben wollen, ohne dafür Gegenleistungen abzuverlangen. „Hier werden die Bürger betrogen, die jahrelang in die Sozialsysteme eingezahlt haben, und die nun mitansehen müssen, wie das System zusammenbricht. Europa stagniert, die Rechtsstaatlichkeit ist auf dem Rückzug, die politische Glaubwürdigkeit der Führung strebt gegen null“, zeichnete Milei ein düsteres Bild.

Ministerpräsident Viktor Orbán (M. r.) empfängt Argentiniens Präsident Javier Milei (2. v. l.) im Beisein von Außenminister Péter Szijjártó (3. v. r.) im Karmeliterkloster auf der Burg. Foto: Ministerpräsidentenamt/ Zoltán Fischer

Vorbild der Konservativen

Ministerpräsident Viktor Orbán empfing den argentinischen Präsidenten Javier Milei am Samstag zu offiziellen Gesprächen im Karmeliterkloster auf der Burg. In seiner Rede auf der CPAC würdigte Orbán den Wirtschaftsprofessor für seine Erfolge beim Kampf gegen die Inflation, der den Staatshaushalt Argentiniens „nach Jahrzehnten Amoklaufs der Linken“ in Ordnung brachte und sogar noch die Armutsrate senken konnte. „Milei ist der Rockstar für die Vertretung der westlichen Werte, Argentinien Vorbild für die konservativen Kräfte, die seither auch Bolivien und Chile befreien konnten“, stimmte Orbán ein patriotisches Loblied an. Außenminister Péter Szijjártó, der an den Gesprächen mit Milei im Karmeliterkloster teilnahm, betonte im Anschluss, Ungarn unterstütze die Bemühungen Argentiniens um eine Aufnahme in die OECD.

Zum Auftakt des Besuchsprogramms wurde Javier Milei im Sándor-Palais durch Staatspräsident Tamás Sulyok empfangen. Es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch eines argentinischen Staatspräsidenten in Ungarn. Am Abend verlieh die Nationale Verwaltungsuniversität (NKE) Milei den Titel eines Ehrenbürgers der Universität.

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