Foto: Sozialmedien/ László Toroczkai

Illegale Migration

Echte Grenzschließung gefordert

Am Samstagabend blockierte die Mi Hazánk mit Hunderten Sympathisanten den Grenzübergang zu Serbien bei Ásotthalom.

Die Rechten fordern den Einsatz der Armee und die Wiederherstellung der Grenzwache, um die Schlepperbanden an der ungarisch-serbischen Grenze zu bremsen. Nur so könne den bewaffneten Banden effizient entgegnet werden, meinte Parteichef László Toroczkai. Die außerordentliche Rechtsordnung wegen der Migrationskrise erlaube den Einsatz der Armee. Toroczkai erinnerte daran, dass die Orbán-Regierung schon 2015 ähnliche Maßnahmen ergriff – dabei gab es damals keine bewaffneten Schlepper. Die Mi Hazánk fordert eine „echte Grenzschließung“ und professionelle Grenzschützer, die den Grenzzaun auch tatsächlich bewachen können. Das Gebiet um Ásotthalom, Mórahalom und Röszke stehe im Fokus der Schlepper, weil sich die Nähe der Autobahn M5 anbietet, um illegale Migranten weiter ins Innere der EU zu schleusen.

Des Weiteren verlangen die Rechten eine strengere Bestrafung der aufgegriffenen Grenzverletzer. Wer unter Beschädigung des Grenzzauns illegal auf ungarisches Territorium gelangt, müsse wie ein Straftäter behandelt werden. Stattdessen werden diese von der Polizei wie im „Taxi-Service“ zurück an die Grenze gebracht, so dass sie nur Stunden später den nächsten Versuch starten können.

Die Protest-Demo zeigte einige der von den Schleppern im Grenzraum zurückgelassenen Autowracks. Die Migranten lassen tonnenweise Abfälle zurück, allein 60 Fahrzeuge gehören aktuell dazu. Das Leben der Bewohner im grenznahen Raum ist seit 2015 nicht mehr das alte, die Verbrechensrate steigt unaufhörlich, die bestellten Felder werden von den illegalen Migranten zerstört, beklagten Teilnehmer der Demonstration.

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27. Mai 2024 13:26 Uhr