Foto: MTI/ Lajos Soós

Ignazio Cassis in Budapest:

Die Schweiz möchte Frieden mit den Russen 

Die Verteidigung der eigenen Souveränität, das Eintreten für Frieden und das Nein zur illegalen Migration sind Punkte, die Ungarn mit der Schweiz teilt. Das zeigte die gemeinsame Pressekonferenz der Außenminister Ignazio Cassis und Péter Szijjártó am Donnerstag in Budapest.

„Ungarn ist der Schweiz schon immer mit besonderer Hochachtung begegnet“, erklärte der Gastgeber mit Verweis auf die Ereignisse von 1956, als viele von den Kommunisten zur Flucht getriebene Ungarn in der Schweiz eine zweite Heimat fanden. Es schwinge aber auch eine Bewunderung mit, wie die Schweiz ihre Souveränität verteidigt und für den Weltfrieden eintritt. Spätestens seit der europäischen Migrationskrise von 2015 gebe es eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Länder.

Patrioten unter Druck

Leider halte die heutige EU-Führung nicht nur an ihrer verfehlten Einwanderungspolitik fest, sie erhöht obendrein den Druck auf Mitgliedstaaten, deren Regierungen eine patriotische Politik bevorzugen. Szijjártó begrüßte die Friedensinitiative der Schweiz, verwies jedoch darauf, dass für einen erhofften Erfolg alle Kriegsparteien am Tisch sitzen müssten. Budapest verspricht Bern, die Ratspräsidentschaft im II. Halbjahr zu nutzen, um die institutionellen Beziehungen zwischen EU und Schweiz enger zu knüpfen. Dazu gehöre eine Rückkehr der Schweiz in die akademischen Austauschprogramme Horizont und Erasmus+ (von denen Ungarn selbst bekanntlich politisch motiviert ausgeschlossen wurde).

Keine Einbahnstraße zum Frieden

Ignazio Cassis räumte ein, das Ziel der Schweizer Friedenskonferenz – einen Friedensprozess in der Ukraine in Gang zu setzen – sei ohne Russland nicht zu erreichen. „Es gibt keine Einbahnstraße zum Frieden, das ist eine Illusion“, hielt der für auswärtige Angelegenheiten zuständige Bundesrat fest. Die Frage dürfe nicht lauten, ob Russland in den Friedensprozess einbezogen wird, sondern nur, wann das geschehe. Leider stehe es momentan sehr schlecht, weil Russland selbst eine Einladung wiederholt mit dem Hinweis zurückgewiesen habe, hier würde ausschließlich der ukrainische Friedensplan verhandelt. Cassis bedauerte, dass sich die Russen in diesem Punkt irrten.

Für die engen Wirtschaftskontakte steht, dass 900 Schweizer Unternehmen mehr als 30.000 Arbeitsplätze in Ungarn sichern, und dass in den letzten zehn Jahren 40 Firmen der Eidgenossenschaft mit staatlichen Zuschüssen geförderte Investitionen vornehmen konnten. Nicht unabhängig davon stieg das bilaterale Handelsvolumen 2023 mit mehr als 2 Mrd. Euro auf einen neuen Rekordwert.

7 Antworten auf “Die Schweiz möchte Frieden mit den Russen 

  1. Die Deutschen möchten Krieg, insbesondere CDU und Grüne!
    Kiesewetter von der CDU: wir müssen den Krieg nach Russland tragen.
    Die erste schwere Bombe wird hoffentlich die CDU-Zentrale in Berlin …
    Alle Menschen mit Herz und Verstand sollten diese Parteien zum Mars schicken.

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    1. “DIE DEUTSCHEN MÖCHTEN DEN KRIEG”

      Ist das wirklich Ihr Ernst???

      Ich bin Deutscher. Mit welchem Recht unterstellen Sie mir, dass ich den Krieg will?

      Ich weiß schon wie Sie es wahrscheinlich gemeint hatten, würde von einem gebildeten Menschen aber doch erwarten, dass er wenigstens soweit differenziert, dass er nicht gleich “das Kind mit dem Bade ausschüttet”.

      Wäre es nicht sinnvoll, zu hinterfragen, ob die ehemals Grünen und die den Begriff Christlich missbrauchende CDU wirklich den Krieg gegen Russland wollen, oder ob diese Leute gar nicht so recht verstehen, was sie da tun (siehe Leerbock). Denn wenn es zum großen Knall kommen sollte, werden diese Kriegstreiber doch auch “eingeschmolzen”. Es sei denn, die haben ihren Flieger schon irgendwo startbereit stehen, um noch rechtzeitig wegzukommen.

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      1. Man muss sich folgendes klar machen. Russland ist nicht in der Lage, oder nicht willens, einen konventionell geführten Krieg gegen die Nato zu führen. Wahrscheinlich könnten sie auch konventionell siegen, aber dann mit Millionen toter Russen, ähnlich wie in WK2.
        Putin lehnt das ab und hat klar gesagt, dass sie dann Atomwaffen einsetzen werden.
        Die USA setzen auf einen begrenzten Atomkrieg in Europa. Deshalb halten sie sich selbst und die Nato zurück, zumindest formell. Das ist allerdings mit gewaltigen Risiken verbunden und kann sich blitzschnell global ausweiten. Deshalb glaube ich nicht, dass es geschehen wird. Und das scheinen unsere fremdgesteuerten Politclowns auch zu glauben.

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  2. Die Ukraine verliert – was nun? Eingreifen des Westens riskiert einen atomaren Konflikt

    Der von den USA geführte Militärblock, der seine eigenen Risiken zu minimieren versucht, ist dabei, in eine Sackgasse zu geraten. Der Stellvertreterkrieg des NATO-Westens stellt die USA und deren Vasallen infolge der absehbaren ukrainischen Niederlage vor die Entscheidung, nun direkt in den Krieg gegen Russland eingreifen zu müssen.

    weiterlesen…
    https://freedert.online/meinung/206864-ukraine-verliert-und-direktes-eingreifen/

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  3. Hier eine Meldung, die wirklich Anlass zur Sorge sein könnte.

    Angriff auf russisches Frühwarnsystem zur Erkennung von anfliegenden Interkontinentalraketen

    Laut Berichten, die ich finden konnte, wurde ein russisches Voronezh-DM-Frühwarnradarsystem zur Erkennung von anfliegenden Interkontinentalraketen, wie es heißt, schwer beschädigt. Laut Aussage des Senators des Föderationsrates der Russischen Föderation aus der Region Saporoschje, Dmitri Rogosin, seien damit die Voraussetzungen erfüllt, dass Russland das Recht hat, diesen Angriff als globale Bedrohung der Staatlichkeit und der nationalen Sicherheit zu betrachten, die unserer Doktrin zufolge den Einsatz von Atomwaffen als Reaktion darauf ermöglicht…
    https://topwar-ru.translate.goog/243087-rogozin-soobschil-ob-atake-vsu-na-obekt-sistemy-preduprezhdenija-o-raketnom-napadenii-v-krasnodarskom-krae.html?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

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