Foto: Außenministerium

Ungarn-Serbien

Die besten Nachbarn  

Wirtschaft, Energiesicherheit, illegale Migration und nationale Minderheiten – das sind vier Themen, welche die Nachbarn Ungarn und Serbien verbinden.

Außenminister Péter Szijjártó verhandelte am Montag in Belgrad mit seinem Amtskollegen Nikola Selakovic (r.) und der für die europäische Integration verantwortlichen Ministerin Jadranka Joksimovic.

Die früheren Rivalen seien heute strategische Partner, wovon beide Seiten profitieren. Der bilaterale Handel erreichte im vergangenen Jahr 4 Mrd. Euro, große Bahnverkehrsprojekte sind angelaufen, mit Hilfe der Regierung in Budapest investieren ungarische Unternehmen insgesamt 40 Mrd. Forint in Serbien. Die intensivierte Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Energieverbunds halte Ungarn und Serbien jener Energiekrise fern, die heute Westeuropa heimsucht. Auch gegen die illegalen Migrationsströme treten die Nachbarn gemeinsam auf – Ungarn stoppte 2021 an seiner Südgrenze rund 122.000 illegale Einwanderer und schickt laufend Polizeikontingente, um die Grenze Serbiens zu Nordmazedonien besser zu sichern.

Selakovic und Joksimovic dankten Ungarn, dass es seit Jahren die Bemühungen Serbiens auf dem Weg der EU-Integration unterstützt. Budapest drängt in Brüssel darauf, dass bis zum Sommer weitere Verhandlungskapitel mit Serbien eröffnet werden.

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