Antifa-Terror in Budapest

Die Bedenken deutscher Medien

Am Dienstag wurde in Deutschland ein Linksextremist gefasst, den Ungarn mit internationalem Haftbefehl sucht. Die ARD zeigte einmal mehr, wie man sich Qualitätsjournalismus in deutschen sog. Leitmedien vorstellt.

Der Bericht zu dem Ereignis in der „Tagesschau“, an dem gleich drei Journalisten von NDR und WDR mitarbeiteten, hatte es mal wieder in sich. Gleich zu Beginn wurden die Leser mit der Information verstört, dem Mann könnte eine Auslieferung nach Ungarn „drohen“.

Es war eine Menschenjagd

Dabei ist der erst 22-jährige Simeon T. aus Thüringen, der am Montag von Zielfahndern der Polizei in Berlin gefasst werden konnte, kein unbeschriebenes Blatt. Der Mann wird zusammen mit weiteren Mittätern durch die ungarischen Behörden gesucht, weil er als Mitglied einer internationalen Antifa-Gruppierung im Februar eine Menschenjagd in Budapest veranstaltete.

Die Budapester Zeitung berichtete von Anbeginn von den brutalen Bluttaten der Bande, zuletzt im Oktober davon, dass die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen und die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben habe. Der Sachverhalt kurz zusammengefasst: Am 9. Februar kam es laut Polizei in Budapest zu insgesamt fünf Attacken, bei denen neun attackierte Personen verletzt wurden, vier von ihnen schwer. Die Opfer, die sich die Antifa-Bande offenbar willkürlich aufgrund ihrer Kleidung (!) auswählte, waren Ungarn und Ausländer, z. B. junge polnische Touristen. Die aus bis zu zehn Tätern bestehende Bande griff ihre Opfer hinterrücks an und setzte dabei auf brutalste Weise Totschläger und Pfefferspray ein.

Alles nur Mutmaßungen?

Drei mutmaßliche Täter konnte die Polizei am 11. Februar fassen, weitere sechs Personen wurden zur Fahndung ausgeschrieben. Die internationale Antifa organisierte ihre Aktion in Budapest als Reaktion auf das alljährliche Treffen zum „Tag der Ehre“. Dabei versammeln sich viele Neonazis aus Europa in Ungarns Hauptstadt, um an den Versuch deutscher Truppen und ihrer ungarischen Verbündeten zu erinnern, im Februar 1945 den Belagerungsring der Sowjetarmee um Budapest zu durchbrechen.

Die „Tagesschau“ behauptet aber noch immer falsch, dass Simeon T. „mutmaßliche Teilnehmer der rechtsextremistischen Veranstaltung angegriffen“ habe und spricht bei der Gelegenheit von einem „SS-Gedenkmarsch“. Auch die Aussagen im öffentlich-rechtlichen „Qualitätsmedium“, „Pfefferspray soll versprüht worden sein“ und „mehrere Personen wurden offenbar verletzt“, sind längst überholt und dienen bestenfalls dazu, das ahnungslose deutsche Publikum in die Irre zu leiten.

8 Antworten auf “Die Bedenken deutscher Medien

  1. Im Relativieren und Verharmlosen sind die Deutschen Weltmeister, nicht nur in Bezug auf Ungarn, sondern auch im eigenen Land. Letztes Beispiel, nicht umsonst macht man sich zurzeit in Deutschland aus Angst vor Anschlägen in Hose, deren Voraussetzungen man genau auf diese Art und Weise in der Vergangenheit selber geschaffen hat.

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  2. @Rainer Ackermann

    Zitat: “Die ARD zeigte einmal mehr, wie *man* sich Qualitätsjournalismus in deutschen Landen vorstellt.”

    Verehrter Herr Ackermann, so sehr ich Ihre Artikel schätze, aber der oben zitierte Satz enthält eine unzulässige Verallgemeinerung, weil er ALLE Deutschen einschließt.
    Je nach Interpretation könnte man darin auch die Behauptung einer Kollektivschuld sehen, also auch jener, die mit der Berichterstattung der sogenannten “Tagesschau” überhaupt nicht einverstanden sind. Das sind vor allem Leute, die sich auch – oder sogar nur – im Web über alternative Medien informieren. Warum differenzieren Sie nicht entsprechend?
    Nur weil jemand aus einer Volksgruppe etwas böses oder blödes tut, ist nicht die ganze Volksgruppe böse oder blöde.

    Alternativvorschlag: “Die ARD zeigte einmal mehr, wie die infiltrierten Journalisten der Tagesschau sich Qualitätsjournalismus vorzustellen haben, wenn sie ihren Job behalten wollen.”

    Es geht doch darum, möglichst das ganze Bild zu zeigen.

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    1. Unterstellte Kollektivschuld ist m.E. immer noch ein Riesenproblem, das nach WK2 für lange Zeit verschwunden zu sein schien, jetzt aber überall wieder sichtbar wird. Ganz besonders gut ist das z.Zt. in Gaza zu beobachten, wo ein ganzes Volk, wegen der Taten Einiger, praktisch hingerichtet wird.

      Ich frage deshalb noch einmal: Kann es richtig sein, wegen der Untat eines Teils einer Gruppe, die ganze Gruppe zu bestrafen? Ist, oder besser war es bisher üblich, dass Gerichte so etwas praktiziert haben? Wenn also beispielsweise der Vater einer Familie eine Bank ausraubte, die ganze Familie einzusperren?

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    2. Sie haben vollkommen Recht, das “man” sollte sich hier auf die ÖR beziehen, ist aber wohl doch zweideutig geraten.
      Wir korrigieren das! Und sind natürlich immer offen für Hinweise jeder Art, um das Produkt BZ noch besser zu machen.

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  3. Dass in Deutschland Bullshit regiert und ein regierungsabhängiger Propagandaapparat
    Bullshit frisst und den Bürgern dann als eigenes verdautes Produkt weiterverkauft dürfte allen klar sein. Wer erwartet denn, dass ARD und ZDF sich von Kriminellen der Antifa oder der kriminellen, grünen SPD distanzieren?

    Die Ampel einigt sich darauf, einig zu sein!
    Die Ampel kreißte wochenlang um ihr eigenes Milliardenloch und gebar eine Maus namens Einigung. Sie hält an ihren Zielen fest, auch an den falschen, bricht Versprechen und kassiert ab, statt umzusteuern und zu sparen. (Wolfgang Herles bei TE)

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