Raumfahrt
Der wunderbare Planet von oben
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Kapu nimmt bekanntlich an der Mission Axiom-4 teil, die zwei Wochen lang zahlreiche Experimente an Bord der ISS vornimmt. Im Budapester HUNOR-Raumfahrtzentrum wurde am Sonntag eine Videoschalte des Ministerpräsidenten mit dem ungarischen Astronauten hergestellt. Orbán zeigte sich berührt von dem Gespräch ins All, das er mit einem großartigen Menschen führen durfte. Ob er selbst in den Weltraum fliegen würde, beantwortete er flunkernd mit einem „gleich morgen“. Denn er würde schon gerne sehen, wie die Menschheit von „außen“ ausschaut, und die Erde als Ganzes. „Dieses Land muss ich wegen meiner Tätigkeit so gut es geht überblicken, und auch die EU so gut es geht. Aber die Erde kompakt zu überschauen, das muss ein außerordentliches Erlebnis sein, das einem nur im All gegeben ist“, fasste der Ministerpräsident seine Gedanken zusammen.
Kapu äußerte die Hoffnung, dass sein Beispiel inspirierend für möglichst viele junge Ungarn ist, so wie er einst dem ersten ungarischen Kosmonauten Bertalan Farkas nacheifern wollte. Am Sonntagmorgen habe er sehr gut den Neusiedler See, zuvor aber auch schon Kecskemét, Szeged und den südlichen Teil des Plattensees sehen können. Die ISS bewegt sich mit 28.000 km/h um die Erde.
Auf die Frage des Ministerpräsidenten, ob es für ein Land wie Ungarn Sinn mache, sich aktiv an der Weltraumforschung zu beteiligen, merkte Kapu an, in dieser Wissenschaftsdisziplin und diesem Industriezweig zähle jeder kleine Beitrag. Ob er aus dem All Spuren der Kriege sehen könne, fragte Orbán noch, worauf die verneinende Antwort kam: „Von hier oben sehe ich nur das Schöne und Gute, den in wunderbare Farben getauchten Planeten, der noch viel heller erstrahlt, als ich das erwartet hatte.“
