Arraiolos-Gruppe
Das Versprechen für Europa
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Das ungarische Staatsoberhaupt nahm dort am jährlichen Gipfeltreffen der Arraiolos-Gruppe teil. Sulyok betonte die tausendjährigen Bande zwischen Polen und Ungarn inmitten Europas, „das für uns von unserem christlichen Glauben, den daraus abgeleiteten Werten und unserer nationalen Identität handelt“. Ungarn betrachte Europa als eine „freie Gemeinschaft souveräner Nationen, die sich ausgehend von den gleichen kulturellen Wurzeln von identischen Werten leiten lassen“. Die EU verkörpere Einheit und Vielfalt, ihre Nationen dürfen nicht gleichgeschaltet werden. Die Besonderheiten der einzelnen Nationen müssten bewahrt werden, konstruktiv geführte Diskussionen zu einem besseren Verständnis füreinander beitragen. So ließen sich die gemeinsamen Herausforderungen wie Ukraine-Krieg, illegale Migration oder globaler Wettbewerb besser angehen. „Achten wir darauf, dass die EU auch weiterhin das Versprechen für Europa bleibt.“
In Kraków hätten sich die elf anwesenden Staatspräsidenten u. a. dazu ausgetauscht, dass die EU ihre Verteidigungsfähigkeit unabhängig vom Ausgang der US-Wahlen im November stärken muss. Ungarn kritisierte die in vielen EU-Staaten verbreitete Auffassung, immer mehr Souveränität an die EU abzutreten. „Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn Souveränität ist unteilbar“, erklärte Sulyok gegenüber Journalisten. Die Praxis der Verfassungsgerichte in rund einem Dutzend Mitgliedstaaten zeige, dass Ungarn mit seiner Kritik nicht allein sei.

