Die Századvég-Graphik zeigt die Spaltung der EU nach Ländern, deren Bevölkerung mehrheitlich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine (rot) bzw. mehrheitlich dafür ist (blau).

Ukraine-Krieg

Das spaltet die EU-Bürger

In nahezu allen EU-Mitgliedstaaten ist eine Mehrheit der Bürger dagegen, Soldaten in die Ukraine zu schicken.

Das zeigt die neueste Umfrage im Rahmen des langjährigen Europa-Projekts des Századvég-Instituts. Auf EU-Ebene lehnen demnach 51% der Bürger noch intensivere Waffenlieferungen für die Ukraine ab, wie dieser Tage von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gefordert.  Sogar 69% sind gegen die Entsendung von Soldaten ihres Landes in die Ukraine. Hinter dem Standpunkt der EU-Elite steht zur gleichen Zeit nur ein Viertel der Bevölkerung. Einzig in Schweden kann sich eine relative Mehrheit von 47% der Befragten dafür erwärmen, Soldaten zu entsenden, in allen weiteren EU-Mitgliedstaaten (mit Ausnahme Finnlands) befindet sich die ablehnende Haltung in absoluter Mehrheit. Gegen eigene Soldaten in der Ukraine sind vor allem die Ungarn (91%), Bulgaren (85%) und Slowenen (83%).

Auch Waffenlieferungen werden nur von einer Minderheit (43% auf EU-Ebene) unterstützt. Das Századvég-Institut merkt an, diese Erhebung stehe im Kontrast dazu, dass die Regierungen zahlreicher Mitgliedstaaten intensive Waffenlieferungen organisieren und mit PR-Kampagnen versuchen, die Bevölkerung von ihrem Standpunkt zu überzeugen. Damit aber entfernen sich die „Eliten“ immer weiter von ihren Gesellschaften, wo die Position, Waffen an die Ukraine zu liefern, 2023 noch eine mehrheitliche Unterstützung von 51% fand. Die EU ist in der Frage extrem gespalten: Neben Finnland (77%), Litauen (69%) und Schweden (59%) gibt es in weiteren sechs Mitgliedstaaten absolute Mehrheiten für die Waffenlieferungen, während in vierzehn EU-Ländern eine absolute Mehrheit gegen Waffen für Kiew ist, mit den Spitzenreitern der Ablehnung auf Zypern (79%), in Ungarn (75%) und Griechenland (73%).

17 Antworten auf “Das spaltet die EU-Bürger

  1. Also die Bevölkerung ist meist im geistig normalen Bereich nur die Politik muss dem noch folgen. Das dritte Reich, die Kriegsgeilheit, die Unterdrückung der freien Meinung wird ganz klar durch die EU repräsentiert. Wer unterstützt den Krieg mit Russland und ein völlig korruptes Regime in der Ukraine. Wer unterstützt Venezuela oder den Mullah Iran, die ganze kranke Linke Blase macht das. In der Ukraine versickern Milliarden in Deutschland sammeln die Rentner Flaschen oder zahlen für die Umvolkung.

    4
    1
        1. Mal “repräsentieren”? Schon mal die Bedeutung nachgeschlagen? Könnte helfen. Ihre Unkenntnis zieht sich durch viele Beiträge hier.

          Man sollte generell nur solche Fremdwörter benutzen deren Bedeutung man sicher kennt und sie dann auch im entsprechenden Kontext anwenden.
          Aber das wissen Sie sicher und wollen nur die Teilnehmer hier testen.

          0
          3
  2. Wenn man Fragen entsprechend stellt, kann man jedes Ergebnis herstellen. Es ist eine Frage der Objektivität.

    Man könnte in Deutschland die Frage stellen, soll Ungarn, das u.a. deutsches Geld veruntreut, Deutschland ständig international schlecht macht und in eine Diktatur abgleitet, aus der EU herausgeschmissen werden. Ich kann Ihnen garantieren, wenn man die Frage so stellt, sind 70 % dafür.

    Sollte sich Deutschland dann so verhalten, obwohl es weiß, dass ein Verbleib Ungarns für beide Seiten vorteilhafter ist?

    1
    5
  3. Für alle die, die es noch nicht mitbekommen haben, bei den Demokratien (bis auf wenige Ausnahmen – die Schweiz ist keine Ausnahme) auf der Welt handelt es sich um Repräsentative Demokratien. Was ist das?

    Die Repräsentative Demokratie ist eine Herrschaftsform, in der politische Entscheidungen im Gegensatz zur Direkten Demokratie nicht unmittelbar durch das Volk selbst getroffen werden, sondern durch gewählte Repräsentanten.

    Seit Erfindung dieser Herrschaftsform ist das zentrale Element stets die Wahl der eigenen Regierung. Die Regierenden werden meist in regelmäßigen Abständen gewählt, dazwischen bleiben diese weitestgehend unabhängig von einer Kontrolle durch die Regierten, ohne imperatives Mandat.

    0
    2
  4. Kurz: Die Volksvertreter sind nicht an die Meinung ihrer Wähler gebunden, sondern können selber unabhängig von dieser entscheiden. Die Wahl und die öffentliche Debatte ist die einzige Möglichkeit der Wähler darauf Einfluss zu nehmen.

    Wenn jemand eine Direkte Demokratie wünscht, muss er sich in die Zeit nach dem Ende des 1. Weltkriegs nach Deutschland zurückversetzen lassen. Nach dem Kriegsende gab es kurzzeitig die sogenannte Räterepublik, die ist jedoch sehr schnell im ewigen Streit untereinander untergegangen. Der Grund ist, die Direkte Demokratie kann im Kleinen funktionieren, jedoch nicht in einem komplexen Staatsgebilde mit vielen unterschiedlichen Meinungen.

    Also es ist sogar gewollt, dass ein Abgeordneter nicht die aktuelle Meinung seiner Wähler vertreten muss. Wer also fordert, dass der Abgeordnete so entscheidet, wie die Mehrheit seiner Wähler, hat nicht die Spur einer Ahnung.

    2
    4
    1. Nein, das muß er nicht. Allerdings haben die Wähler die Möglichkeit mit dem oder den Abgeordneten über ihre Probleme und Vorstellungen zu sprechen. Die Abgeordneten haben dazu Sprechstunden.

      Ob das rege genutzt wird wage ich zu bezweifeln, gemeckert im Internet ist schneller und einfacher.

      1
      3
  5. Man kann natürlich auch so wie die Merkel regieren. Die hat die Umfragen dazu benutzt, der öffentlich Meinung immer nach dem Mund zu reden. Das hat die CDU am Ende so verändert, dass sie nicht mehr wiederzuerkennen war. Ob diese Politik wirklich besser ist, da habe ich doch sehr starke Zweifel.

    2
    1
  6. Ca 300.000 Wehrpflichtige Männer sind in Deutschland – in Europa vielleicht 1.000.000 zusammen. Es ist ganz und gar eine Blödsinn Milliarden und Abermilliarden n ach Ukraine für Waffen liefern, wenn ca 1.000.000 Männer im Ausland sind und zwischen 200.000-3.000 Männer desertieren. Das Geld und Waffenlieferung sind NUR für Waffenindustrie und Bestechung. Ich vermute: das Geld fließt nicht nur für Bestechung in Ukraine_ Hände sondern auch in SU-Bonzen Hände.

    5
    1

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

BZ+
9. Februar 2026 12:05 Uhr