Ungarns Grenzjäger werden von illegalen Migranten nicht mehr nur verbal bedroht, sondern auch mit Waffen attackiert. Foto: MTI/ BZ-Archiv

Illegale Migration

Das Schweigen der Innenminister

Ungarn hat im EU-Rat für Justiz und Inneres mit einem Video für Aufsehen gesorgt, das Grenzschützer am Grenzzaun zu Serbien drehten.

„Man wollte uns dazu bewegen, das Video nicht zu zeigen, aber wir taten es dennoch. Danach folgte betretenes Schweigen im Saal“, sagte Staatssekretär Bence Rétvári am Donnerstag im Kossuth-Radio. Mehrere Teilnehmer des Gremiums der Minister für Justiz und Inneres in der EU zeigten sich schockiert von der Brutalität der illegalen Migranten gegenüber den ungarischen Grenzschützern. Die Grenzer werden – wie die Bilder eindrücklich belegen – mit Messern, Macheten und teils sogar Schusswaffen bedroht, mit Steinen und verschiedenen Gegenständen beworfen; die ungebetenen Eindringlinge versuchen zudem, Polizeifahrzeuge zu demolieren.

„Was nicht in den Zeitungen steht, das existiert nicht.“

„Was an unserer Südgrenze geschieht, davon berichten die Medien im Westen nicht. Und was nicht in den Zeitungen steht, das existiert nicht.“ Somit tappen selbst jene Entscheidungsträger im Dunkeln, die im Rat der Innenminister zuerst den Migrationspakt und schließlich auch die sog. Krisenverordnung verabschiedeten – jeweils gegen den Widerstand Ungarns. „Diese Leute glauben bis heute, Grenzjäger hätten nicht die Aufgabe, Grenzen zu schützen, sondern sie hätten den Migranten zu helfen, ihre Asylanträge zu stellen“, fasste der Staatssekretär seine Eindrücke zusammen. „Wie irrealistisch ist denn die Vorstellung, von unseren Polizisten noch Hilfeleistungen zu erwarten, nachdem sie dermaßen massiv bedroht wurden?“ Für die wirklichkeitsfremden Beschlüsse in Brüssel gibt es keine Basis in der Realität, hielt Rétvári fest. Ungarn hoffe nun auf eine kleinere Koalition der „Willigen“ in Mitteleuropa, um wenigstens in diesem Abschnitt die Außengrenzen sicherer zu machen.

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