Evakuierungen im Nahostkonflikt
Botschaften helfen Dutzenden Bürgern
Die Evakuierung aus dem Iran erwies sich als besonders schwierig, denn das Land wird großflächig durch Israel bombardiert. Außenminister Péter Szijjártó sprach deshalb von einer gründlichen Planung, die notwendig war, um sechs Bürger außer Landes zu bringen und anschließend auch das vollständige Botschaftspersonal zu evakuieren. Die Rettungsaktion aus Teheran erfolgte mit mehreren Pkw, die nach mehr als 500 km Fahrt und langen Wartezeiten am frühen Donnerstagmorgen die Grenze zu Aserbaidschan passieren konnten. Die Staatsbürger wurden auf der anderen Seite der Grenze von Mitarbeitern der Botschaft in Baku in Empfang genommen. Ihr Transfer in die Hauptstadt Aserbaidschans ist geschehen, so dass nun die Heimreise auf dem Luftweg aus Baku organisiert wird.
„Da wir jeden Bürger, der im Iran um konsularische Hilfe bat, evakuieren konnten, habe ich alle Mitarbeiter der Botschaft in Teheran angewiesen, mit ihren Familien den Iran zu verlassen. Es handelt sich einschließlich der Ehegatten und Kinder um 15 Personen. Solange sich die Sicherheitslage im Iran nicht bessert, wird die Botschaft ihre Tätigkeit von Baku aus fortsetzen“, erklärte Szijjártó.
Noch am Mittwochabend gab das Außenministerium bekannt, weitere 13 Ungarn aus Jordanien evakuiert zu haben. Bei insgesamt drei mit der Slowakei abgestimmten Aktionen wurden alle 26 ungarischen Bürger – mit Flügen nach Bratislava – in Sicherheit gebracht, die sich dort an die Botschaft gewandt hatten.
