Gaslieferungen

Beunruhigende Entwicklung

Dass Gasprom die Lieferungen an Polen und Bulgarien einstellt, sei beunruhigend, gefährde den Transit aber nicht.

Diese Einschätzung gab Außenminister Péter Szijjártó am Mittwochmorgen in den Sozialmedien ab. Ungarn erhalte sein Erdgas vertragsgetreu und störungsfrei. Budapest müsse das nächste Mal am 22. Mai für die russischen Gaslieferungen zahlen. Warschau und Sofia hatten dieser Tage zu zahlen und weigerten sich, dies nach den russischen Spielregeln zu tun. Ungarn aber werde die Lieferungen so bezahlen, wie es die Russen verlangten, allen Warnungen aus Brüssel zum Trotz.

Transit nicht gefährdet?

Ungarn bezieht ungefähr 10 Mio. Kubikmeter pro Tag oder rund 3,5 Mrd. Kubikmeter im Jahr über die sog. südliche Route via Türkei, Bulgarien und Serbien. Gasprom habe zwar die Lieferungen an Bulgarien eingestellt, der Transit werde jedoch über eine andere Firma abgewickelt. In diesem Sinne werden Ungarn und Serbien das russische Erdgas auch weiterhin erhalten. Szijjártó merkte an, die Slowaken würden genauso wie die Ungarn bezahlen.

Bulgarien prüft sämtliche Gasprom-Verträge

Unterdessen stellte der bulgarische Ministerpräsident klar, sein Land könne Erpressungen nicht akzeptieren. Kiril Petkow erklärte, die einseitige Einstellung der Gaslieferungen würde die bestehenden Verträge schwerwiegend verletzen, weshalb Bulgarien sämtliche Verträge mit Gasprom unter die Lupe nehmen wolle. Ausdrücklich betonte der Ministerpräsident, das schließe die Transitverträge mit ein. Damit widersprach er seinem Energieminister, der Serbien und Ungarn zuvor noch beruhigen wollte, indem er ihnen versicherte, Bulgarien sei nicht Russland.

7 Antworten auf “Beunruhigende Entwicklung

    1. Der Schauspieler ist hoffentlich bald weg. Der Schauspieler hat versucht, Gyurcsány wieder an die Macht zu bringen. Da verbietet es sich, nur das geringste für die Ukraine zu tun. Kriegsflüchtlingen muss man helfen. Die Ukrainer haben den Schauspieler gewählt, der mit einem Oligarchen und seinem TV-Sender an die Macht kam. Sie unterdrücken andere Bevölkerungsgruppen – verbieten Parteien und den Gebrauch von Russisch und Ungarisch als öffentliche Sprache. Vor dem 24. Februar haben sie den Krieg begonnen. Hier lesen sie die Fakten:

      https://krass-und-konkret.de/politik-wirtschaft/die-militaerische-lage-in-der-ukraine/?fbclid=IwAR2AR6CWSBOsumBFz-uzrE5zZTro6P4Sb_GKvW0jdNajZ1uUL1JiEdPjzrg

      auch sehr aufschlussreich:

      https://rumble.com/vwxxi8-ukraine-on-fire.html?fbclid=IwAR3pMcWTdX2yaCXDg7Yny8UKZ3KPzVxrkN62EI8Q39MjXcT1cVAl3yvyhf0

  1. Kein EU-Land zahlt in Rubel.
    Es gibt nur Lieferverträge mit Unternehmen. Diese Unternehmen müssen die EU-Sanktionen einhalten, die Zahlungen in Rubel untersagen.
    Auch darf kein Geld an die russische Zentralbank gehen.

    Die Unternehmen dürfen auch nur mit den von den Sanktionen ausgenommenen Banken zusammenarbeiten.

    Es ist eben ein typisches Machtspiel, das Russland mit dem Dekret begonnen hat.
    Putin kann zudem von heute auf morgen die Gaslieferungen einstellen – dies zeigt ja das aktuelle Beispiel mit Polen und Bulgarien. Darauf sollte man sich besser vorbereiten.
    Momentan will er dadurch Streit in der EU erzeugen. Aber bald könnte er auch einfach den EU-Staaten schaden wollen.

    1. “Kein EU-Land zahlt in Rubel.”
      Die Deutschen, Österreicher, Ungarn bezahlen in Euro – ja was denn – natürlich, sie produzieren ja keinen Rubel. Euro zahlen sie in der Schweiz ein bei der Gazprombank, wo die Kohle umgetauscht wird in Rubel.

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8. August 2022 11:00 Uhr