Bayern
Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó zusammen mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium Hubert Aiwanger: „Sie stehen mit beiden Beinen auf der Erde, treffen vernunftgeleitete Entscheidungen und lassen sich nicht durch Ideologien beeinflussen.“ Fotos: Außenministerium

Péter Szijjártó in Bayern

„Unternehmen immun gegen emotionale Erpressung“

„Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Bayern steht vor einer goldenen Zukunft“, meinte Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó am Dienstagabend in München.

Der ungarische Gast gratulierte dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten von Bayern und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zunächst zum Erfolg bei den jüngsten Wahlen, wobei er auf die hässlichen Angriffe der linksliberalen Medien auf den Vorsitzenden der Freien Wähler anspielte.

Bayern ist unter den Bundesländern der größte Handelspartner Ungarns

Die wichtigste Schlussfolgerung aus dem Treffen sei, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Bayern nicht nur eine respektable Vergangenheit und Gegenwart habe, sondern deshalb vor einer goldenen Zukunft stehe, „weil diese auf Unternehmen, den Wirtschaftsakteuren basiert“. Die Wirtschaftsakteure aber hätten, wie Szijjártó ausführte, im Gegensatz zu einigen Politikern nicht ihren gesunden Menschenverstand verloren. „Sie stehen mit beiden Beinen auf der Erde, treffen vernunftgeleitete Entscheidungen und lassen sich nicht durch Ideologien beeinflussen.“

In diesem Sinne seien die Unternehmen immun gegen jene Art „emotionaler Erpressung“, mit der ihnen von gewissen politischen Kreisen nahegelegt wird, ihr Engagement in Ungarn zurückzufahren. Bayerische Firmen würden immer neue Investitionen nach Ungarn holen, immer mehr Arbeitsplätze schaffen und moderne Technologien adaptieren, denn die große Mehrheit sei sehr zufrieden mit dem ungarischen Investitionsumfeld.

Bayern gehöre als größter Handelspartner unter den deutschen Bundesländern zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern Ungarns; im Ranking nach den Investitionen belegt es Platz 3. Szijjártó erwähnte konkret den Produktionsrekord der Audi Hungaria, die im vergangenen Jahr knapp 178.000 Autos herstellen konnte. Das war nur einer der Bausteine, um das Handelsvolumen 2023 auf ein neues Rekordniveau zu heben.

BMW setzt Debrecen auf die Europakarte

Der Außenwirtschaftsminister verhandelte in München auch mit Milan Nedeljkovic, Produktionsvorstand der BMW AG. Der Premiumhersteller wird in Debrecen sein erstes Modell der Neuen Klasse bauen, als Beginn der Produktoffensive von Autos mit der neuen Elektroplattform. „Mit der Ansiedlung von BMW in Debrecen steigt Ostungarn zum neuen Zentrum der europäischen Automobilindustrie auf“, meinte Szijjártó zuversichtlich.

„Es ist in großem Maße den bayerischen Unternehmen zu verdanken, dass Ungarn nach Deutschland und China der dritte Standort der Welt ist, wo alle drei deutschen Premiumhersteller angesiedelt sind.“ In diesem Sinne werden die Unternehmen aus Bayern auch künftig eine entscheidende Rolle beim Wachstum der ungarischen Wirtschaft spielen.

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