Wahllokal in der Ungarischen Botschaft in Wien. Foto: MTI/ István Filep

Wahlen 2022

Andrang in Außenvertretungen

In den Außenvertretungen Ungarns hatten sich weltweit insgesamt 65.500 Menschen zur Wahl angemeldet.

Es handelt sich um Ungarn, die ihren Wohnsitz in der Heimat haben, aber beruflich oder aus privaten Gründen derzeit im Ausland leben.

In dieser Gruppe erreichte die Wahlbeteiligung außerordentliche 88%. In London machten knapp 7.000 Ungarn von ihrem Wahlrecht Gebrauch, in München 4.000, in Stuttgart 3.100. Gleich in anderthalb Dutzend Vertretungen fanden sich sämtliche Personen im Wahllokal ein, die sich zuvor registrieren ließen: von Saigon über Mumbai, Kuwait und Montevideo bis Riga, Taschkent und Besztercebánya in der Slowakei. Die niedrigste Wahlbeteiligung verzeichnete die Außenvertretung in Jakarta (71,2%), gefolgt von Kampala und Miami. In Shanghai brachte das Coronavirus 60 Ungarn um ihr Wahlrecht – wegen des mehrtägigen strikten Ausgangsverbots war eine Abwicklung der Wahl dort nicht möglich. Die Stimmen werden in verschlossenen Urnen bis Donnerstag ins Nationale Wahlbüro (NVI) transportiert, um sie den einzelnen Wahlkreisen zuzuordnen. Dabei werden die Stimmen auf die 106 Einzelwahlkreise verteilt. Zusammen mit zurückgehaltenen Stimmen ausgewählter Wahlbezirke werden am Samstag noch max. 293.000 Stimmen ausgezählt. Erst nach diesem Akt wird das endgültige Wahlergebnis festgestellt.

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