Den Auftakt der von Daniel Kempchen (DWC-Vorstandsmitglied und stellvertretender Generaldirektor der Signal Iduna Biztosító Zrt.) moderierten Runde machte Christoph Weiler, CEO des Mobilitätsanbieters Uber Deutschland. Der Trend gehe seiner Meinung nach immer mehr in Richtung Mobilität per Knopfdruck. Parallel dazu geht, insbesondere bei jüngeren Leuten, der Trend weg vom Besitz eines Autos als Statussymbol. Weitere Zukunftsthemen sind Multimodalität, also die sinnvolle Verknüpfung von verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten, und Elektrisierung. Und natürlich spiele auch das Thema autonomes Fahren eine Rolle, wobei dies noch ein längerer Prozess sei.

Auf die Frage der Budapester Zeitung, worum Uber beim Eintritt in diverse Märkte mehrfach großen Gegenwind ausgelöst habe, erklärte Weiler, dass Uber am Anfang den Spezifika der einzelnen Märkte zu wenig Aufmerksamkeit gezollt habe. Stattdessen habe man versucht, die Praxis von Uber Kalifornien eins zu eins auf andere Märkte zu übertragen. Inzwischen haben man aus den Fehlern gelernt und bemühe sich um eine gute Zusammenarbeit mit Kommunen und Taxifahrern. „Wir sind jetzt in Europa anders erfolgreich als in den USA“, so Weiler. So würde Uber beispielsweise Kommunen bei der Städteplanung unterstützen, indem die Firma Daten über Verkehrsströme zur Verfügung stellt. In Berlin würden bereits über Tausend „klassische“ Taxifahrer Uber nutzen, um an zusätzliche Kunden zu kommen.

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Zsolt Hajnalka (ZalaZone) und Christoph Weiler (Uber).

Keine Mobilität ohne Immobilität, sprich das Parken. Diesem Thema hat sich wiederum die ungarische Firma Parkl verschrieben. Ihr Geschäftsmodell beruht im Wesentlichen auf der digitalen Vermittlung von freien Parkplätzen und einer Vereinfachung des Bezahlprozesses. Besonders bei Parkhäusern würde die neuartige Parklösung bisher sehr geschätzt. Ideal ist die Lösung unter anderem für Firmen, die über mehr Fahrzeuge verfügen als sie Parkplätze hat. „Mit Parkl können Firmen die Nutzung ihrer Parkplätze bedeutend optimieren“, versprach Zsolt Somogyi, CEO von Parkl. Ebenso könnten Gästeparkplätze besser bewirtschaftet werden.

Schließlich informierte Balázs Szegner, bis vor kurzem ungarischer Generalkonsul in Düsseldorf, über verschiedene deutsch-ungarische Projekte im Bereich Startups und Mobilität. So stellte er unter anderem die Initiative Digitale Städtepartnerschaft Düsseldorf-Budapest vor. Zsolt Hajnalka präsentierte wiederum die ZalaZone, für die er als Projektmanager tätig ist. Seit Ende 2018 würden dort bereits Mobilitäts- und Smart-City-Lösungen getestet. Ende 2021 soll die komplette ZalaZone fertiggestellt sein.

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