Der Gesamtwert dieser Investitionen hatte am BIP einen Anteil von fast 4%. Die Regierung gewährte dafür Förderungen in Höhe von insgesamt 156 Mrd. Forint. Charakteristisch für den Dimensionswandel der ungarischen Wirtschaft sei, dass mit den so geschaffenen neuen Arbeitsplätzen 50% höhere Löhne als 2017 einhergingen. Zudem investierten früher ausschließlich produktionsorientierte Großunternehmen in Ungarn, im vergangenen Jahr starteten jedoch Unternehmen mehrheitlich Entwicklungen mit neuen Technologien. Die ungarische Wirtschaft orientiert sich somit in Richtung F+E+I.

Bislang einmalig sei das vergangene Jahr Szijjártó zufolge auch von dem Aspekt her gewesen, dass die meisten Investitionen nicht mehr vom jahrelangen Spitzenreiter Deutschland, sondern aus Südkorea ins Land flossen. Dies sei ein Erfolg der Politik der Ostöffnung. 48% des Investitionswertes stammten von zwei koreanischen Großunternehmen; zudem schufen südkoreanische, japanische und chinesische Investoren ein Drittel der neuen Arbeitsplätze im Land.

Szijjártó sagte, auch in der globalen Automobilindustrie beginne eine neue Ära, wobei Ungarn zu den Vorreitern dieses neuen Zeitalters gehöre. So erfolgten im vergangenen Jahr acht Investitionen in Verbindung mit der Herstellung von Batterien bzw. Komponenten für Elektroautos, mehrere Unternehmen entwickeln zudem ihre E-Motoren-Produktion in Ungarn.

Als überaus positiv bewertete der Minister die Errichtung von insgesamt 14 Business Service Centern. Diese bieten gut ausgebildeten, mehrsprachigen jungen Arbeitnehmern überaus gut vergütete Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass junge Fachleute nicht ins Ausland abwandern. Die ungarische Wirtschaft stehe auf mehreren Beinen – dies biete Sicherheit und Ausgeglichenheit. Die Investitionen des vergangenen Jahres wurden in 20 verschiedenen Branchen und in allen Komitaten des Landes realisiert. Nach Budapest und dem Komitat Pest belegte das Komitat Komárom-Esztergom den 3. Platz im Investitionsranking. Zehn Großinvestitionen im Gesamtwert von 126 Mrd. Forint stammten im vergangenen Jahr bereits von ungarischen Gesellschaften. Gegenwärtig laufen Verhandlungen über weitere Großinvestitionen, die zum Wandel in der Automobilindustrie beitragen können.

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