An diesem Bekenntnis haben die jahrelangen Bestrebungen des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó und seines Ministeriums großen Anteil. Zugleich sei es auch als mitteleuropäischer Erfolg zu werten, dass die NATO endlich der Migration und dem damit zusammenhängenden Terrorismus Beachtung schenkt. Aufgrund dessen wird die NATO nun mehr Gerät und Geld gegen die Migration und den Terrorismus aufwenden, meinte Orbán.

Der Erhalt der NATO als erfolgreichstes Verteidigungsbündnis der Welt ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere jetzt, da die Terroristen durch die neuen Technologien die Länder vor neue Herausforderungen stellen, erklärte Szijjártó am Rande des Gipfeltreffens. Ungarn stimmt zu, dass sich die NATO an neue Herausforderungen anpassen sollte und neue Ausrüstung benötigt, um Lösungen zu finden. Als Beitrag zu diesem Ziel werde Ungarn sein Kosovo-Kontingent um 100 auf fast 500 Soldaten erhöhen und damit den Kampf gegen den Terrorismus auf dem Westbalkan stärken. Zudem wird Ungarn sein Truppenkontingent in Afghanistan aufstocken und die afghanischen Sicherheits- und Verteidigungskräfte auch in den nächsten vier Jahren mit jährlich 500.000 USD unterstützen. Szijjártó zufolge werden erneut ungarische Gripen-Flugzeuge im Jahr 2022 zum Schutz des baltischen Luftraums eingesetzt. Gleichwohl werde Ungarn die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine solange blockieren, bis die in Transkarpatien lebenden Ungarn ihre Rechte zurückerhalten.


Trotz vieler Differenzen haben sich die NATO-Staaten bei ihrem Gipfel in Großbritannien auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Darin erneuern die Verbündeten ihre gegenseitige Beistandsverpflichtung und heben auch die Bedeutung der transatlantischen Bindung zwischen Europa und Nordamerika hervor.

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