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Das GfK untersuchte 42 europäische Länder und fand heraus, dass den Europäern in diesem Jahr knapp 10 Billionen Euro zur Verfügung stehen. Das entspricht im Schnitt über den gesamten Kontinent knapp 14.750 Euro, die ein Europäer für seinen privaten Konsum ausgeben oder nach Gutdünken auf die hohe Kante legen kann. Letzteres dürfte dabei am ehesten Bürgern in Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg vergönnt sein, deren Einkommen weit über dem europäischen Durchschnitt hinausragen. Andersherum gelten der Kosovo, Moldawien und die Ukraine als die Armenhäuser Europas, wo die Menschen andere Sorgen haben, als dass sie Geld zur Seite legen könnten.


Hier ausgeglichen, da mit Ausreißern

Liechtenstein führt das Ranking von GfK mit einer Kaufkraft von sage und schreibe 67.550 Euro pro Kopf an. Dagegen müssen sich selbst die Schweizer arm vorkommen, die auf Platz 2 der europäischen TOP10 mit 42.070 Euro pro Kopf hinsichtlich der Kaufkraft dem winzigen Nachbarn nicht das Wasser reichen können. Luxemburg konnte mit 35.100 Euro je Einwohner Island in diesem Jahr vom 3. Platz verdrängen. Die Deutschen finden sich mit weniger als 24.000 Euro zwar ebenfalls im europäischen Spitzenfeld, dennoch steht ihnen kaum mehr als die Hälfte des für die Schweizer typischen Einkommens zur Verfügung.

Aufgrund seiner großen Bevölkerung fällt Deutschland eher in der Masse auf, denn ein Fünftel aller in Europa verfügbaren Einkommen konzentriert sich auf dieses Land. Den Österreichern stehen laut GfK im Schnitt etwa 300 Euro mehr zur Verfügung, als den Deutschen. Bemerkenswert am Kaufkraftvergleich innerhalb der drei deutschsprachigen Länder sind die weitgehend ausgeglichene Einkommensverteilung in Österreich und Deutschland auf der einen Seite und die deutlicheren Diskrepanzen innerhalb der Schweiz, wo allerdings „Ausreißer“ eher nach oben vorkommen.

Denn der Kanton Zug und insbesondere der Bezirk Höfe (Kanton Schwyz) können selbst mit Europas Spitzenreiter Liechtenstein mithalten, nachdem die Einwohner von Zug im Schnitt über 61.000 Euro verfügen, die knapp 30.000 Einwohner von Höfe derweil über 85.000 Euro! Letzteres entspricht dem Doppelten der Schweizer Standard-Kaufkraft, im Kanton Zug sind es 45 Prozent über dem Durchschnitt, in Schwyz ein Drittel und in Nidwalden auch noch ein Viertel über dem Schnitt.

In Deutschland setzen sich Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg mit kaum mehr als einem Zehntel über dem landesweiten Durchschnitt bereits an die Spitze der Rangliste; allein in Hamburg können die Bürger mit etwas mehr als 26.000 Euro pro Kopf so richtig „aus dem Vollen schöpfen“. In Österreich sind es nicht einmal im kaufkraftstärksten Bundesland viel mehr als 25.000 Euro: Niederösterreich läuft dabei Vorarlberg und Salzburg den Rang ab. Daneben liegen noch das Burgenland und Oberösterreich hauchdünn über dem landesweiten Kaufkraftstandard, die Steiermark, Kärnten, Tirol und Wien mit jeweils weniger als 24.000 Euro pro Kopf bereits leicht darunter.

In deutschen Landen überspringt neben den drei genannten allein das Bundesland Hessen noch die Latte, Schleswig-Holstein auf Platz 5 rangiert mit 23.700 Euro am nächsten am bundesdeutschen Durchschnittswert. Wenig überraschend platziert die GfK-Studie sämtliche westdeutschen Bundesländer (mit einer einzigen Ausnahme) in der TOP10. Hinter dem Saarland folgt Brandenburg als kaufkräftigste Ostprovinz mit immer noch weniger als 22.000 Euro auf Platz 10, das damit aber nicht mehr nur Bremen, sondern auch Berlin verdrängen konnte. Die anderen vier östlichen Bundesländer liegen erstaunlich dicht beieinander, und selbst Mecklenburg-Vorpommern als Schlusslicht bringt es mit 20.100 Euro auf 85 Prozent des bundesdeutschen Kaufkraftstandards.


Reiches Budapest, armes Szabolcs

Wo aber stehen die Ungarn im Vergleich zu den von ihnen reflexartig bedauerten Ostdeutschen? Für das gesamte Land ermittelte GfK im laufenden Jahr eine durchschnittliche Kaufkraft von 7.420 Euro. Das entspricht in etwa der Hälfte des europäischen Durchschnitts und reicht unter 42 Ländern zu Platz 30, unmittelbar hinter Polen. Neben der Hauptstadt rangieren lediglich vier Komitate über dem landesweiten Standardwert; für Budapest wurden 9.230 Euro gemessen, also ein Viertel mehr an Kaufkraft, während Fejér, Komárom-Esztergom, Pest und Veszprém mit Werten um 7.500-8.000 Euro bestenfalls um zehn Prozent nach oben abweichen. Die Komitate Vas und Győr-Moson-Sopron bilden die Mitte, ziehen den Durchschnittswert aber im Gegensatz zu 2018 nicht mehr nach oben, sondern liegen 2019 ebenso wie insgesamt drei Viertel aller Komitate bereits unter dem Landesdurchschnitt.

Das Armenhaus Ungarns befindet sich auch für die Experten von GfK im Nordosten des Landes: Szabolcs-Szatmár-Bereg bringt es auf knapp 5.820 Euro. Das sind weniger als 80 Prozent des „üblichen“ ungarischen Niveaus, und nur 40 Prozent des europäischen Durchschnitts. Hajdú-Bihar, Borsod-Abaúj-Zemplén und Nógrád liegen ebenso im Nordosten des Landes; in diesen drei Komitaten fehlen den Menschen bereits 10-15 Prozent am ungarischen Kaufkraftstandard. So schlecht steht im Lande außerdem nur das Komitat Somogy da, also der Landstrich südlich des Balaton bis hin zur kroatischen Grenze.

Die Diskrepanz zwischen der reichen Hauptstadt und dem armen Nordosten nimmt obendrein noch zu. So hat sich die durchschnittliche Kaufkraft der Budapester gemessen an 2018 um mehr als 1.000 Euro vermehrt, zur gleichen Zeit legte das verfügbare Einkommen in Szabolcs aber nur um 550 Euro zu. Zwischen dem ärmsten deutschen Bundesland Mecklenburg und dem reichen Hamburg ergibt sich eine Einkommensspanne von weniger als einem Viertel, zwischen Ungarns Nordosten und der Weltstadt Budapest ist es mehr als ein Drittel.


Dementi auf Buhrufe der Linken

In regierungsnahen Medien sorgte für Empörung, dass die Linksliberalen aus der Präsentation der GfK-Studie den Vergleich Ungarns mit Rumänien herauspickten und dabei schnell mal unterstellten, nun würden auch die östlichen Nachbarn die Ungarn abhängen, denen eine Zukunft als abgehängtes Schlusslicht in der Region drohe. Die regierungsnahe Wirtschaftszeitung Világgazdaság titelte in einer vehementen Reaktion auf die Buhrufe der Linken: „Der ungarische Durchschnittslohn ist mehr wert, als der rumänische.“ Wie in einer offiziellen Presseverlautbarung begann der Artikel mit einem Dementi, wonach es nicht den Tatsachen entspreche, dass die rumänische Kaufkraft die ungarische Vergleichszahl übertroffen hätte. Schließlich würden die Daten von Eurostat ein anderes Bild vermitteln. Demnach belegte Ungarn nach den Bruttodurchschnittslöhnen, bereinigt um die Kaufkraftparität, mit 13.825 Euro im vorigen Jahr den 3. Platz im Kreis der Visegrád-Staaten (V4), und zwar hinter Tschechien und Polen, aber noch vor der Slowakei. Das nicht zur V4 gehörende Rumänien folge unter „ferner liefen“, genauer gesagt mit einem Rückstand gemäß Kaufkraftparität von etwa einem Fünftel.

Allerdings verglich die erregte Világgazdaság-Redaktion ein wenig Äpfel mit Birnen. In Wirklichkeit sieht GfK die rumänische Hauptstadt Bukarest schon seit Jahren vor Budapest; aktuell mit einer Kaufkraft von 10.450 Euro pro Kopf. Das sind aber gleich drei Viertel mehr, als den übrigen Rumänen zur Verfügung stehen! Im Kreis Vaslui erreicht die durchschnittliche Kaufkraft laut GfK nur 3.710 Euro – dagegen können sich selbst noch die Menschen im mit Rumänien (und der Ukraine) benachbarten Komitat Szabolcs als reich empfinden. Eine extrem ungerechte Einkommensverteilung hebt die Hauptstadt Bukarest gleich um drei Viertel über den Landesindex, während es im Falle von Budapest nur ein knappes Viertel ist. Die auf Bukarest folgenden Komitate Timis und Cluj mit immerhin 1,5 Millionen Einwohnern fallen mit einer durchschnittlichen Kaufkraft um 7.500 Euro selbst hinter die vier abseits von Budapest einkommensstärksten ungarischen Komitate zurück, in denen mehr als 2,3 Millionen Ungarn leben. Letztendlich rangiert Rumänien in Europa mit einer durchschnittlichen Kaufkraft pro Kopf der Bevölkerung von 5.880 Euro auf Platz 32, Ungarn erreicht wie bereits erwähnt mit 7.420 Euro Platz 30.


V4 nicht mehr der Maßstab?

An Stelle von Rumänien sollte sich Ungarn besser mit den anderen V4-Staaten vergleichen, zumal die Orbán-Regierung das eigene Land als dieser Gruppe zugehörig mit Vorliebe als mitteleuropäisch interpretiert. Polen etwa liegt mit durchschnittlich 7.590 Euro weiterhin knapp vor Ungarn, allerdings mit ähnlich heftigen Diskrepanzen, wie in Rumänien beobachtet. So erreicht Warschau eine Kaufkraft von 13.150 Euro, aber auch weitere Großstädte wie Poznan, Wroclaw, Katowice und Kraków stechen mit durchschnittlich 10.-11.000 Euro noch immer die ungarische Hauptstadt Budapest aus. Die Kehrseite der Medaille: In Polens armem Osten müssen sich die Menschen mit weniger als 5.000 Euro pro Kopf begnügen.

In Tschechien zeigt GfK derweil wieder gesündere Relationen auf einem insgesamt höheren Niveau an. Beim Spitzenreiter unter den V4-Staaten wurde für 2019 eine durchschnittliche Kaufkraft pro Einwohner von 9.960 Euro ausgewiesen; das entspricht einem Drittel weniger, als dem europäischen Durchschnitt und Platz 24. Dabei sind es selbst noch in der Hauptstadt Prag weniger als 13.000 Euro (ergibt sich daraus womöglich ein Konflikt mit den Polen?), aber auch im letzten TOP10-Kreis Benesov noch immer 10.150 Euro. Für die Tschechen spricht wohl am meisten, dass selbst die einkommensschwächste Provinz Bruntal ihren Einwohnern noch Einkommen von im Schnitt 8.330 Euro ermöglicht.

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