Die Veranstaltung mit mehr als 2.300 Teilnehmern aus 118 Ländern, darunter 30 Minister, UN-Vertreter, Wissenschaftler sowie Vertreter der Wirtschaft und des Finanzsektors, zielt darauf ab, die dringlich zu bewältigenden Herausforderungen beim Thema Wasser aufzuzeigen. Längst zeichnen sich Krisen im Zusammenhang mit dem Problem von Wasser ab, das mal reichlich vorhanden, mal knapp und häufig verschmutzt ist, einschließlich ihrer sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Folgen.

„Die Wasserwirtschaft ist ein grenzüberschreitendes Problem, all das, worüber wir vor sechs Jahren beim ersten Gipfel als bedrohliches Zukunftsbild gesprochen haben, ist heute bereits Realität, in vielen Regionen der Welt herrscht eine Wasserkrise“, sagte Áder in seiner Eröffnungsrede. Wo dies noch möglich ist, müsse der Krise vorgebeugt werden. Das größte Dilemma ist derzeit, dass in einigen Ländern immer weniger Ackerland immer mehr Menschen ernähren muss. Der Schlüssel liege auch hier in der entsprechenden Wassermenge und -qualität.

Ohne Wasser gibt es kein Leben, damit sich die Wasserkrise nicht ausbreitet, bedarf es eines breiten Zusammenschlusses, lautet die einstimmige Meinung der Teilnehmer am Gipfel. Indien ist z. B. gleich von drei Problemen betroffen: Dürre, Hochwasser und verschmutztes Wasser. Sollte Indien der Lage Herr werden, so hätten diese Lösungen Modellcharakter und könnten in anderen Ländern angewendet werden. Áder zufolge gibt es bereits in vielen Fällen gute Technologien, allerdings werde oftmals nichts oder nicht genug unternommen, und so komme es zu weiteren Katastrophen.

In einer Video-Botschaft an die Gipfel-Teilnehmer hob UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hervor, jeder Mensch habe das Recht auf Wasser. Dennoch leiden 90% der Weltbevölkerung unter Naturkatastrophen in Verbindung mit Wasser, ca. 40% kämpfen mit Wassermangel und 80% haben Probleme mit ungeklärtem Abwasser. Auch Gilbert F. Houngbo, Vorsitzender des UN-Agrarentwicklungsfonds, betonte, die Zeit zum Handeln in der globalen Wasserwirtschaft sei gekommen. Der Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank (AIIB), Jin Liqun, erklärte, die Bank habe in den drei Jahren ihres Bestehens bereits Investitionen in Höhe von ca. 10 Mrd. USD in 18 Ländern beschieden. So unterstützt man 7 Wasserprojekte in sechs Ländern im Gesamtvolumen von 1,4 Mrd. USD. Ungarn nehme aktiv an der Arbeit der AIIB teil.

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