Auch Miskolc, Tatabánya und Szeged gin- gen nach vorläufigen Angaben Sonntag- nacht an die Opposition. Selbst Pécs, Szombathely und Salgótarján, Eger, Dunaújváros und Érd gingen für den Fidesz verloren. „Der Aufbruch der Opposition im ganzen Land könnte die Grundlagen des Orbán-Systems erschüttern“, erklärten Politiker der Oppositionsparteien. Der Sex- und Korruptionsskandal um den Győrer OB Zsolt Borkai (Fidesz) dürfte große Schuld daran tragen, dass die Regierungsparteien dermaßen herbe Verluste hinnehmen mussten. Ministerpräsident Viktor Orbán hatte hinsichtlich des „Sex- und Korruptionsskandals” um Borkai noch am Vormittag vor Journalisten eine ausweichende Antwort auf die Frage gegeben, für wen er in Győr sei. Er sagte: „Ich unterstütze die Bürger von Győr. Sie werden ihre Meinung sagen, ich werde das am Montag nach der Wahl tun. Das ist die richtige Reihenfolge.” Trotz des Skandals war Borkai nicht von seiner Kandidatur zu- rückgetreten. Nach dem vorläufigen Ergebnis führte er Sonntagnacht noch. Laut Nationalem Wahlbüro (NVI) waren 30 internationale Beobachter bei den Kommunalwahlen im Einsatz, vier mehr als 2014.

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