„Das im Vorjahr unter Federführung der Budapester Selbstverwaltung auf den Weg gebrachte Programm „Energieerzeugung mittels PV-Anlagen“ im Gesamtvolumen von 900 Millionen Forint dient zeitgleich Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Effizienz der für die Wasserwirtschaft erforderlichen Energieversorgung“, erklärte der Generaldirektor der Wasserwerke, Ferenc Keszler, bei der Einweihung der Solaranlage am Sitz des Unternehmens auf der Donauinsel Csepel im Süden von Budapest.

In 9-10 Jahren amortisiert

Der neue PV-Park auf dem Gelände des Klärwerks weist eine Kapazität von 220 Kilowatt auf. Kleinere Solaranlagen wurden zuvor bereits an fünf Niederlassungen der Wasserwerke überall in Budapest sowie beim betriebseigenen Schulungszentrum in Békásmegyer installiert. Nachdem die Stromkosten einen Anteil von 8 Prozent an den Betriebskosten der Budapester Wasserwerke erreichen, dürften sich die Projekte mit den erneuerbaren Energien spätestens in 9-10 Jahren amortisieren.

Die Budapester Selbstverwaltung sieht die Qualität der Kommunalversorgung in der Hauptstadt als besonders wichtig an, erklärte der stellvertretende Oberbürgermeister, Balázs Szeneczey. Er kündigte weitere PV-Parks der Wasserwerke mit Kapazitäten von 277 Kilowatt am gleichen Standort sowie von 490 Kilowatt in Ráckeve an. An verschiedenen Wasserreservoirs des Unternehmens auf der Szentendre-Insel werde in drei Bauphasen ein komplettes System von Solaranlagen installiert, das letztlich eine Leistung von 2.000 Kilowatt aufweisen soll. Hinzu kämen an einem Dutzend weiterer Standorte kleinere Anlagen von Haushaltsgröße mit einer Gesamtkapazität von über 450 Kilowatt.

Wasserversorgung stützt sich teilweise auf erneuerbare Energien

Von der Planung über die Genehmigung bis hin zur Installation verantwortete die ELMŰ-ÉMÁSZ Solutions Kft., ein erst im vorigen Jahr gegründetes Unternehmen der ELMŰ-ÉMÁSZ-Gruppe, den Bau des PV-Parks in Csepel. Die zur Erweiterung der Dienstleistungspalette des Stromversorgungsunternehmens auf den Weg gebrachte Firma gewann den Auftrag im Vergabeverfahren. Der durch den PV-Park erzeugte Strom sichert einen Teil des Energiebedarfs des Standortes Csepel der Budapester Wasserwerke und der Brunnen auf der Csepel-Insel, so dass auch die Wasserversorgung zum Teil gestützt auf erneuerbare Energien erfolgt.

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Der neue PV-Park auf dem Gelände des Klärwerks weist eine Kapazität von 220 Kilowatt auf.


Die Vorstandsvorsitzende der ELMŰ-ÉMÁSZ-Unternehmensgruppe, Marie-Theres Thiell, erinnerte daran, dass es sich bei der PV-Anlage für die Budapester Wasserwerke um das erste Solarprojekt der ELMŰ-ÉMÁSZ Solutions Kft. handelt, die sich damit selbst das beste Geschenk zum 1. Geburtstag gemacht habe. Die neue Dienstleistungsfirma war am 1. September 2018 im Kontext des 125. Jubiläums von ELMŰ an den Start gebracht worden. Es handelt sich bereits um das vierte Standbein der Gruppe, neben dem Kerngeschäft in der Grundversorgung, dem Handel mit Erdgas und Elektroenergie sowie der Bereitstellung von Telekommunikations-Infrastruktur.

Weitere Gemeinschaftsprojekte in Sicht

Für die Topmanagerin hat ELMŰ-ÉMÁSZ in den jüngsten Jahren erfolgreich den Wandel von einem klassischen Energieversorgungsunternehmen zu einem der größten Anbieter von Energie-Infrastruktur gemeistert. Als Beispiele für die Neuaufstellung nannte Frau Thiell e-Mobilität, dezentralisierte Energielösungen oder das Segment der öffentlichen Beleuchtung. Was die Solarenergie anbelangt, möchte die Gruppe kontinuierlich wachsen und ein maßgeblicher Marktakteur in diesem Zukunftssegment werden.

Die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Wasserwerken der Hauptstadt wird sich schon in Kürze im Anschlussprojekt mit einer PV-Anlage von mehr als 270 Kilowatt am gleichen Standort niederschlagen. Marie-Theres Thiell drückte abschließend ihre Hoffnung aus, dass die laufenden Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen in weiteren Gemeinschaftsprojekten münden werden.

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